Gemüse Porträt:
Biltum capitatum oder Biltum virgatum:
(www.kraizschouschteschgaart.info)
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Erdbeerspinat
Auf dem Bild sehen Sie den Echten Erdbeerspinat (Biltum virgatum)
Botanischer Name:
Biltum capitatum syn. Biltum foliosum
oder
Biltum virgatum
Gebräuchliche Namen:
Erdbeerspinat; Ähriger Erdbeerspinat
oder
Echter Erdbeerspinat
Familie:
Chenopodiaceae (Gänsefußgewächs)


Die Bezeichnung "Erdbeerspinat" wird durch die eßbaren, saftigen roten Früchte, die Walderdbeeren gleichen, begründet. Er stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Orient. Er wurde in europäischen Gärten jahrhundertelang als Gemüse, angebaut. Später wurde er durch den Spinat (Spinacia oleracea) fast vollständig verdrängt, weil dieser maschinell zu ernten ist und höhere Erträge liefert.
Heutzutage kommt die Pflanze wieder in Mode, aber nicht als Gemüsepflanze, sondern wegen deren hohen Zierwert durch die roten Früchte. Gelegentlich findet man noch verwilderte Exemplare außerhalb der Gärten, die durch früheren Anbau in den Gärten stammen. Die Pflanze vermehrt sich leicht selbst durch Selbstaussaat.


Von dem Erdbeerspinat gibt es eigentlich zwei Arten: 
Da die beiden Arten bisher kaum züchterisch bearbeiet worden sind, gibt es nur die Arten und keine Sorten. Meist wird der Biltum capitatum angeboten. Beide Arten sind aber nur schwer zu unterscheiden. Die Pflanzen besitzen neben der Eigenschaft als Gemüse auch einen hohen Zierwert im Garten. Als Gemüse sind sowohl die jungen zarten Blätter als auch die roten, saftigen Früchte nutzbar.

Aussaat und Ernte des Erdbeerspinat:

Der Erdbeerspinat kann im Freiland und auch auf dem Balkon in großen Schalen, großen Töpfen und Blumenkästen problemlos kultiviert werden. Ein Anbau im ungeheizten Gewächshaus im Frühjahr und Herbst, ist zwar möglich, wird aber nur selten praktiziert.
  1. Man kann direkt in Reihen von ca 30 cm Abstand aussäen. In der Reihe sollte man Abstände von ca 8-15cm einhalten. Der Samen soll ca 2-3 cm tief abgelegt werden.  Der Erdbeerspinat wächst zwar auf fast allen Böden, dennoch sollte er weder zu schwer noch stauende Nässe aufweisen. Der Boden sollte gut gelockert sein. Auf sandigen, humosen Böden gedeiht er am besten. Eine extra Düngung ist nur selten erfolderlich, da er nur ein geringes Nährstoffbedürfnis hat. Die Direktaussaat ins Freie kann man von März bis Juli vornehmen. Spätere Aussaaten sind im ungeheizten Gewächshaus noch möglich, jedoch erhält man nur mehr kleine Pflanzen. Warme, sonnige Standorte begünstigen ein gutes Wachstum, besonders bei mehrmahliger Ernte. Die Pflanzen vertragen aber auch noch lichten Schatten. 
  1. Es besteht aber auch die Möglichkeit den Erdbeerspinat zu pflanzen, anstatt ihn direkt ins Freiland auszusäen. Dazu sät man das Saatgut direkt in 7-8 cm große Töpfe aus, die am besten mit spezieller keimfreier Anzuchterde gefüllt sind. Pro Topf legt man 3-4 Korn ca 2 cm tief ab. Die Anzuchttemperatur sollte bei 16-20ºC liegen. Die Pflanzen werden später im Freiland in Reihenabstände von ca 30cm ausgepflanzt. In der Reihe auf ca 15-20cm Abstand achten. Mit der Voranzucht kann man ca Mitte März beginnen. Bis ca Ende Juli können die vorkultivierten Pflanzen noch ausgepflanzt werden.
  1. Auch auf einem Balkon kann man den herrlich fruchtenden Erdbeerspinat anbauen. Dazu wird im Prinzip genauso verfahren wie im Freiland, nur daß man hier vorteilhafterweise, nur Einzelpflanzen auspflanzen soll. Anstatt die Pflanzen ins Freiland zu pflanzen, werden sie nun eben in einen großen Topf oder Gefäss gepflanzt, die mit nahrhafter Blumenerde gefüllt sein soll. Da im Topf oder Gefäss keine weiteren Nährstoffe hinzu kommen, sollte man einige Wochen nach der Pflanzung regelmässig mit Flüssigdünger nachdüngen.
Kulturpflege:
Erdbeerspinat ist anspruchlos und problemlos zu kultivieren. Bei zu dichter Saat muss vereinzelt werden. Am besten macht man dies bei ca 5cm Pflanzenhöhe. Dies ist aber nur bei der Direktsaat erforderlich. Ein aufhacken des Bestandes nach Beregnung oder natürlichen Niederschlägen, fördert das Wachstum der Pflanzen und schränkt den Unkrautwuchs ein. Im Freiland wird bei Trockenheit gewässert. Dies führt bei regelmäßiger Ernte, zu frischen und zarten Blättern und die Pflanzen sind mehr treibwillig, als solche die nicht gewässert werden. Auf dem Balkon oder großen Töpfen muß regelmäßig gewässert werden, da die Erde dort schneller austrocknet als im gewachsenen Boden. Krankheiten sind sehr selten am Erdbeerspinat zu sehen.

Die Ernte:
erfolgt fortwährend von ca Mai bis September. Man erntet sowohl die jungen zarten Blätter und später auch die roten Früchte. Da die Blätter schnell welken, sollte erst unmittelbar vor der Verwendung, geerntet werden.Bei ca 1º C und ca 95% relativer Luftfeuchte, hält der Erdbeerspinat aber bis zu 5 Tage.

Die Verwendung:
Der Erdbeerspinat bietet zweierlei zum essen. Erstens die Blätter. Diese erntet man entweder ganz als junge Rosette oder man pflückt bei älteren Pflanzen die Blätter einzeln ab. Die Zubereitung der Blätter kann wie Spinat erfolgen. Aber auch in Gemüsesuppen oder roh in Mischsalaten können sie angewandt werden. Zweitens sind die zahlreichen roten Früchte, die später erscheinen essbar. Leider schmecken sie nicht nach Erdbeeren, wie der Name es andeutet. Ihr Geschmack ist leicht fade, man kann sie aber roh verzehren oder in Obstsalaten mitverwenden.
Nicht nur als Gemüse, sondern auch als schmückende Zierpflanze findet der Erdbeerspinat viel Zuspruch.

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