Gemüse Porträt:
Tropaeolum majus:
(www.kraizschouschteschgaart.info)
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    Kapuzinerkresse 320x240

Botanischer Name:
Tropaeolum majus
Gebräuchliche Namen:
Kapuzinerkresse; Blumenkresse; Grosse Kapuzinerkresse
Familie:
Tropaeolaceae (Kapuzinerkressengewächs)


Die aus Südamerika stammende Kapuzinerkresse (botanisch Tropaeolum majus) wird bei uns sehr gerne als schnellwachsende Zierpflanze verwendet. Daß sie aber auch als Gemüse verwendet werden kann, ist vielen unbekannt. Im 16. Jh. gelangte die Kapuzinerkresse nach Europa. Anfangs wurde sie in unseren Breiten auch nur als Zierpflanze angebaut. Erst später wurde sie auch als Heil- und Gewürzpflanze kultiviert. Der Anbau als Gemüse, erfolgte erst viel später.

Von der Kapuzinerkresse gibt es zwei Formen: erstens die Form mit niederliegendem und kriechendem Wuchs, wo die Blüten über dem Laub erscheinen und die oft als
Tropaeolum majus nanum bezeichnet wird. Und zweitens die Form die kletternde Triebe bildet und als Tropaeolum majus bezeichnet wird.
In den Anden gibt es noch weitere Arten der Kapuzinerkresse zB: die Tropaeolum tuberosum;
Tropaeolum tuberosum ssp. tuberosum; Tropaeolum tuberosum ssp. silvesrtis; und Tropaeolum minus , die dort als Wurzelgemüse (Rhizomknollen) und Zierpflanzen Verwendung finden.

Die angebauten Formen bei uns erreichen bei den kletternden Sorten Höhen/Längen von ca 2,5 m. Die kriechenden Sorten Höhen von 25-40 cm. Die Pflanzen blühen von Ende Juni bis Oktober ununterbrochen und besitzen somit neben der Eigenschaft als Gemüse auch einen hohen Zierwert im Garten. Besonders Sorten mit dunkelbraun-rotem oder gelbem Laub wirken sehr attraktiv. Als Gemüse sowie als Gewürz sind sowohl die jungen zarten Blätter als auch die Blüten und unreifen Samen nutzbar.


Aussaat und Ernte der Kapuzinerkresse:

Die Kapuzinerkresse kann im Freiland und auch auf dem Balkon in grossen Schalen, grossen Töpfen und Blumenkästen problemlos kultiviert werden. Ein Anbau im Gewächshaus wird nicht praktiziert.
  1. Man kann sie direkt in Reihen von ca 30-40 cm Abstand aussäen. Der Samen soll ca 2 cm tief abgelegt werden. Pro lfm sollte man ca 8-10 Korn aussäen. Die Kapuzinerkresse wächst zwar auf fast allen Böden, dennoch sollte er weder zu schwer noch stauende Nässe aufweisen. Der Boden sollte gut gelockert sein. Eine extra Düngung ist nur selten erfolderlich. Zu hoher Stickstoffgehalt im Boden nach N-betonter Düngung fürt zu üppigem Blattwachstum aber auf Kosten der Blütenbildung. Die Direktaussaat ins Freie kann man von Ende April / Anfang Mai bis Ende Juni vornehmen. Spätere Aussaaten sind noch möglich, jedoch erhält man nur mehr kleine Pflanzen. Warme, sonnige Standorte begünstigen einen reichlichen Flor. Die Pflanzen vertragen auch noch Halbschatten, jedoch blühen sie dort spärlicher. Kleinbleidende Sorten kultiviert man oft in Beetform. Rankende Sorten werden meist als Einzelpflanzen an Pergolen oder ähnlichem gepflanzt.
  1. Es besteht aber auch die Möglichkeit die Kapuzinerkresse zu pflanzen, anstatt sie direkt ins Freiland auszusäen. Dazu sät man das Saatgut direkt in 7-8 cm große Töpfe aus, die am besten mit spezieller keimfreier Anzuchterde gefüllt sind. Pro Topf legt man 3-4 Korn ca 2 cm tief ab. Die Anzuchttemperatur sollte bei 16-20ºC liegen. Die Pflanzen werden später im Freiland in Reihenabstände von ca 30-40 cm ausgepflanzt in Beetform oder rankende Sorten einzeln an Pergolen und ähnlichem. In der Reihe sollte man einen Abstand von ca 20-25 cm einhalten. Mit der Voranzucht kann man Ende März bis Anfang April beginnen. Ein auspflanzen sollte erst erfolgen wenn es frostfrei bleibt oder Mitte Mai je nach Gegend. Bis Ende Juni können die vorkultivierten Pflanzen noch ausgepflanzt werden.
  1. Auch auf einem Balkon kann man die herrlich blühende Kapuzinerkresse anbauen. Dazu wird im Prinzip genauso verfahren wie im Freiland. Entweder man sät den Samen Anfang Mai direkt in grosse Töpfe oder Blumenkästen die mit nahrhafter Pflanzerde gefüllt sind aus, oder man pflanzt vorgezogene Pflanzen. Anstatt die Pflanzen ins Freiland zu pflanzen, werden sie nun eben in einen grossen Topf oder Gefäss gepflanzt. Man sollte nahrhafte Pflanzerden verwenden .  Da im Topf oder Gefäss keine weiteren Nährstoffe hinzu kommen, sollte man einige Wochen nach der Pflanzung regelmässig mit Flüssigdünger nachdüngen. Auf einen niedrigen N-Gehalt ist zu achten.
Kulturpflege:
Kapuzinerkresse ist anspruchlos und problemlos zu kultivieren. Da sie sich schnell entwickelt und somit das Unkraut schnell unterdrückt, braucht nicht oft gehackt zu werden. Sie ist ein guter einjähriger Bodendecker. Im Freiland wird nur in langen Trockenperioden gewässert. Auf dem Balkon oder grossen Töpfen muss regelmäßig gewässert werden, da die Erde dort schneller austrocknet als im gewachsenen Boden. Krankheiten sind sehr selten an der Kapuzinerkresse zu sehen. Gelegentlich können die Raupen vom Großen Kohlweißling Blattfraß verursachen.

Die Ernte:
erfolgt fortwährend. Man erntet sowohl die jungen zarten Blätter als auch die Blüten, die unreifen Samen und geschlossenen Knospen. Da die Blätter und Blüten schnell welken, sollte erst unmittelbar vor der Verwendung, geerntet werden.

Die Verwendung:
der jungen Blätter und Blüten ist ähnlich wie die der Gartenkresse. Sie finden fein gehackt, Verwendung in Rohkost-Salaten, Mischsalaten, Brotbelag, Kräuterquark und zum Garnieren von kalten Platten. Grüne und unreife Samen und geschlossene Knospen, lassen sich sauer in Kräuteressig einlegen und als Kapernersatz verwenden.
Nicht nur als Gemüse, sondern auch als schmückende Zierpflanze findet sie viel Zuspruch.
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