Auf dieser Seite stelle ich Ihnen in regelmässigen
Abständen ausführlich, alte, rare, historische
und (noch) unbekannte Gemüsesorten vor. Aber auch noch heute
verbreitete Gemüsesorten, finden ebenfalls hier ihren Platz.
Es lohnt sich also von Zeit zu Zeit an dieser Stelle vorbei
zu schauen.
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Man probiere keine Pflanzen, bei denen
man sich nicht sicher in der Bestimmung ist!
Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte
und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen,
oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und
Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation
wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem
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Tropaeolum
tuberosum:
Die aus dem Süden Amerikas (Peru, Bolivien,
Equador, Columbien) stammende Knollige Kapuzinerkresse, ist bei uns nur
sehr selten in den Gärten anzutreffen. Und daß man fast alles
von dieses Pflanze essen kann, wissen nur die allerwenigsten. Sowohl die
Knollen, die Blätter und die Blüten können verspeist werden.
In den Heimatländern ist die Pflanze eine audauernde Staude. In unseren
Breiten wird sie jedoch nur einjährig gezogen. Die leicht kletternde
Pflanze kann in sehr guten Jahren bis zu 150cm Länge erlangen. Normal
sind aber Längen von ca 50cm. Gegen Ende des Sommers bilden sich wunderschöne
Blüten aus, die unten rot und oben zum Rande hin Gelb-Orange sind.
Die Knollige Kapuzinerkresse ist eine sehr nutzvolle Besonderheit, die eigentlich
in keinem Garten der Vielfalt fehlen sollte.
Aussaat und Ernte der Knolligen Kapuzinerkresse:
Die Knollige Kapuzinerkresse kann im Freiland und auch auf dem
Balkon in großen Töpfen kultiviert werden.
- Im April bis Mai werden die Knollen einzeln ca 10-15cm tief
in die Erde direkt abgelegt und zugedeckt. Die Abstände der Reihen
sollte etwa 80cm betragen. In den Reihen werden ebenfalls ca 80cm weite
Abstände praktiziert. Wenn die Pflanzen ca 10-15cm hoch sind, sollte
man sie vorsichtig, ganz leicht anhäufeln. Entweder man läßt
die Pflanze sich kriechend über die Erde bewegen, oder gibt ihr ein
kleines Rankgerüst. Da es sich um eine Kurztagpflanze handelt, bildet
sie erst ab Mitte September die Knollen aus. Je länger sie im Kurztag
noch wachsen kann, umso dicker werden die Knollen. Obschon die Knollen leichte
Fröste vertragen, sollte man bis zur Ernte der Knollen, bei Frostgefahr
mit Vlies oder ähnlichem abdecken.
- Auch auf einem Balkon kann man die schön blühende
knollige Kapuzinerkresse anbauen. Dazu wird im Prinzip
genauso verfahren wie im Freiland. Anstatt
die Pflanzen ins Freiland zu pflanzen, werden sie nun eben in
einen großen Topf oder Gefäss gepflanzt, die mit nahrhafter
Blumenerde gefüllt sein soll. Da im Topf oder
Gefäss keine weiteren Nährstoffe hinzu kommen, sollte
man einige Wochen nach der Pflanzung regelmässig mit Flüssigdünger
nachdüngen oder gleich zu Anfang der Erdmischung einen Langzeitdünger
untermischen.
Kulturpflege:
Die knollige Kapuzinerkresse ist relativ anspruchlos
und problemlos zu kultivieren. Um die Pflanze im eigenen Garten anzubauen,
sollte man ihr aber einen sonnigen und warmen Standort mit einem frischen,
gut gedüngten Boden aussuchen, damit sie sich optimal entwickeln kann.
Im Freiland wird meist nur bei grosser Trockenheit gewässert. Auf
dem Balkon oder großen Töpfen muß regelmäßig
gewässert werden, da die Erde dort schneller austrocknet als
im gewachsenen Boden.
Die Ernte:
der Blumen und Blätter erfolgt fortwährend über
die gesamte Saison hinweg. Die Knollen werden meist im Oktober / November
geerntet. Zwischen Pflanzung und Ernte vergehen ca 6-7 Monate. Sie können
in einem kühlen Keller in Sand eingeschlagen und dort gelagert werden.
Die Verwendung:
Die Knollige Kapuzinerkresse bietet gleich dreierlei
zum Essen an. Erstens die Blätter. Diese pflückt man einzeln
ab und man mischt sie roh unter Salate. Zweitens sind die zahlreichen
Blüten ebenfalls essbar und werden wie die Blätter roh unter Salate
gemischt. Drittens die sich später bildenden Knollen. Diese werden
entweder gekocht oder in dünnen Scheiben roh auch unter Salate gemischt.
Aber nicht nur als Gemüse, sondern auch als schmückende
Zierpflanze ist die knollenbildende Kapuzinerkresse ein Blickfang in
jedem Garten..