Gemüse Porträt:
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Auf dieser Seite stelle ich Ihnen in regelmässigen Abständen ausführlich, alte, rare, historische und (noch) unbekannte Gemüsesorten vor. Aber auch noch heute verbreitete Gemüsesorten, finden ebenfalls hier ihren Platz. Es lohnt sich also von Zeit zu Zeit an dieser Stelle vorbei zu schauen.

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Tropaeolum tuberosum:

Knollenbildende Kapuzinerkresse 320x240    

Botanischer Name:
Tropaeolum tuberosum
oder
(Tropaeolum mucronatum)
Gebräuchliche Namen:
Knollige Kapuzinerkresse
Familie:
Tropaeolaceae (Kapuzinerkressengewächs)


Die aus dem Süden Amerikas (Peru, Bolivien, Equador, Columbien) stammende Knollige Kapuzinerkresse, ist bei uns nur sehr selten in den Gärten anzutreffen. Und daß man fast alles von dieses Pflanze essen kann, wissen nur die allerwenigsten. Sowohl die Knollen, die Blätter und die Blüten können verspeist werden. In den Heimatländern ist die Pflanze eine audauernde Staude. In unseren Breiten wird sie jedoch nur einjährig gezogen. Die leicht kletternde Pflanze kann in sehr guten Jahren bis zu 150cm Länge erlangen. Normal sind aber Längen von ca 50cm. Gegen Ende des Sommers bilden sich wunderschöne Blüten aus, die unten rot und oben zum Rande hin Gelb-Orange sind. Die Knollige Kapuzinerkresse ist eine sehr nutzvolle Besonderheit, die eigentlich in keinem Garten der Vielfalt fehlen sollte.

Aussaat und Ernte der Knolligen Kapuzinerkresse:

Die Knollige Kapuzinerkresse kann im Freiland und auch auf dem Balkon in großen Töpfen kultiviert werden.

  1. Im April bis Mai werden die Knollen einzeln ca 10-15cm tief in die Erde direkt abgelegt und zugedeckt. Die Abstände der Reihen sollte etwa 80cm betragen. In den Reihen werden ebenfalls ca 80cm weite Abstände praktiziert. Wenn die Pflanzen ca 10-15cm hoch sind, sollte man sie vorsichtig, ganz leicht anhäufeln. Entweder man läßt die Pflanze sich kriechend über die Erde bewegen, oder gibt ihr ein kleines Rankgerüst. Da es sich um eine Kurztagpflanze handelt, bildet sie erst ab Mitte September die Knollen aus. Je länger sie im Kurztag noch wachsen kann, umso dicker werden die Knollen. Obschon die Knollen leichte Fröste vertragen, sollte man bis zur Ernte der Knollen, bei Frostgefahr mit Vlies oder ähnlichem abdecken.
  1. Auch auf einem Balkon kann man die schön blühende knollige Kapuzinerkresse anbauen. Dazu wird im Prinzip genauso verfahren wie im Freiland. Anstatt die Pflanzen ins Freiland zu pflanzen, werden sie nun eben in einen großen Topf oder Gefäss gepflanzt, die mit nahrhafter Blumenerde gefüllt sein soll. Da im Topf oder Gefäss keine weiteren Nährstoffe hinzu kommen, sollte man einige Wochen nach der Pflanzung regelmässig mit Flüssigdünger nachdüngen oder gleich zu Anfang der Erdmischung einen Langzeitdünger untermischen.
Kulturpflege:
Die knollige Kapuzinerkresse ist relativ anspruchlos und problemlos zu kultivieren. Um die Pflanze im eigenen Garten anzubauen, sollte man ihr aber einen sonnigen und warmen Standort mit einem frischen, gut gedüngten Boden aussuchen, damit sie sich optimal entwickeln kann. Im Freiland wird meist nur bei grosser Trockenheit gewässert. Auf dem Balkon oder großen Töpfen muß regelmäßig gewässert werden, da die Erde dort schneller austrocknet als im gewachsenen Boden.

Die Ernte:
der Blumen und Blätter erfolgt fortwährend über die gesamte Saison hinweg. Die Knollen werden meist im Oktober / November geerntet. Zwischen Pflanzung und Ernte vergehen ca 6-7 Monate. Sie können in einem kühlen Keller in Sand eingeschlagen und dort gelagert werden.

Die Verwendung:
Die Knollige Kapuzinerkresse bietet gleich dreierlei zum Essen an. Erstens die Blätter. Diese pflückt man einzeln ab und man mischt sie roh unter Salate. Zweitens sind die zahlreichen Blüten ebenfalls essbar und werden wie die Blätter roh unter Salate gemischt. Drittens die sich später bildenden Knollen. Diese werden entweder gekocht oder in dünnen Scheiben roh auch unter Salate gemischt.
Aber nicht nur als Gemüse, sondern auch als schmückende Zierpflanze ist die knollenbildende Kapuzinerkresse ein Blickfang in jedem Garten..

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