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GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Honigmelone, die entweder im Garten oder Gewächshaus
kultiviert werden kann, wird entweder
als Pflanze vorkultiviert werden oder
wird direkt ins Freiland gesät. Die Anzucht von
Pflanzen ist in unseren Gegenden vorzuziehen. Für
die Vorkultur wird ab Ende März bis ca Mitte April,
entweder in Aussaatkisten gesät und später
die schönsten Keimlinge einzeln in kleine Töpfe
pikiert. Oder man sät gleich 1-2 Korn pro Topf aus und
beläßt später nur die schönste Pflanze.
Das Ganze wird im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank
bei mindestens 22ºC aufgestellt. Für die Direktssaat
kann ab Ende Mai bis Anfang Juni ausgesät werden.
Die Pflanzung erfolgt ca Mitte Mai bis Anfang Juni. Beim
pflanzen unbedingt jede Wurzelverletzung vermeiden. Für
Pflanzung und Direktssat gelten Abstände von 100x50cm
oder 80x80cm.
Allgemeines:
Das Pflanzen auf schwarze Mulchfolie hat sich bewährt
und sollte wenn möglich auch praktiziert werden. Da
Zuckermelonen sehr wärmebedürftig sind, sollte man
sie mit Vlies oder mit kleinen Folientunnels bis zur Blütenbildung
überdecken. Der Standort sollte windgeschützt,
warm und sonnig sein. Ein Anbau ist bei uns oft nur im Gewächshaus
sinnvoll. Freiland sollte sich in Weinbaugebieten befinden.
Regelmässig mit lauwarmen Wasser in großen Mengen
gießen. Niemals den Wurzelhals benetzen, da sonst Wurzelfäule
droht. Das verlegen von Tropfschläuchen ist sinnvoll. Honigmelonen
müßen beschnitten werden, da sich nur an
den nachwachsenden Ranken, weibliche Blüten bilden.
Dafür sind drei Schnitte notwendig. Für den ersten
Schnitt wird nach dem 4. oder 5. Blatt entspitzt. Auch die
sich dann bildenden Seitentriebe werden nach dem 5. bis 6. Blatt
entspitzt. Man sollte nur 4 Seitentriebe belassen. Seitentriebe
die sich anschließend bilden, werden nach dem 3. Blatt
entspitzt. Wenn die Früchte etwa nußgroß sind,
den Trieb oberhalb der Frucht bis auf 2 Blätter einkürzen.
Pro Pflanze beläßt man nur 4-6 Früchte. Diese
öfters auf Fäulnis kontrolieren. Während der Blütezeit
sollte die Temperatur ca 24º C und mehr betragen. Nur
so kann die Befruchtung gelingen. Da der Pollen oft bei Regenwetter
verklebt oder eintrocknet, muß man künstlich befruchten
um reichen Ertrag zu bekommen. Dazu nimmt man mit einem weichen
Pinsel etwas Pollen auf und streicht ihn über die Narbe
der weiblichen Blüte. Beste Zeit dafür sind die frühen
Morgenstunden bis ca 11 Uhr. Die weiblichen Blüten sind
an der Verdickung unterhalb der Blüte zu erkennen. Im
Gewächshaus sollten Honigmelonen an Schnüren
aufgeleitet werden und die Früchte durch ein aufgehängtes
Netz gesichert werden. Im Freiland läßt man
die Pflanzen am Boden kriechen. Die Früchte sollte
man auf ein Brett, Styropor oder Stroh legen. Honigmelonen
brauchen einen lockeren, feuchten und nährstoffreichen
Boden. Lehmige Böden eignen sich weniger. Als Starkzehrer
sollte man reichlich Kompost oder Mist geben. Dazu sollte
man während der Vegetationsperiode alle 1-2 Wochen
mit einem Flüssigdünger nachdüngen.
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