Netzmelone:
Cucumis melo var. reticulatus:

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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
Jede Haftung für irgendwelche Schäden wird daher ausgeschlossen!

Kulturanleitung:
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Botanischer Name:
Cucumis melo var. reticulatus.
Deutsche Namen:
Netzmelone; Muskatmelone.
Familienzugehörigkeit:
Cucurbitaceae/Kürbisgewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur; Direktaussaat.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Verwendet werden die reifen Früchte der Netzmelone. Diese sind wahre Durstlöscher. Zum Frischverzehr schneidet man die Frucht auf und entfernt die darin enthaltenen Kerne. Das Fruchtfleisch wird entweder ausgelöffelt oder wenn man die Frucht mehrmals länglich teilt, von der Schale abgeschnitten und gegessen. Netzmelonen eignen sich vorzüglich als Vorspeisen in Kombination mit rohem Schinken. Sie können aber auch als Dessert zu Obstsalaten oder zu Speiseeis bezw. Sobets verarbeitet werden. Bei etwa 10ºC kann man die Melonen, getrennt von anderen Früchten etwa 2-3 Wochen lagern.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Netzmelone, die entweder im Garten oder Gewächshaus kultiviert werden kann, wird entweder als Pflanze vorkultiviert werden oder wird direkt ins Freiland gesät. Die Anzucht von Pflanzen ist in unseren Gegenden vorzuziehen. Für die Vorkultur wird ab Ende März bis ca Mitte April, entweder in Aussaatkisten gesät und später die schönsten Keimlinge einzeln in kleine Töpfe pikiert. Oder man sät gleich 1-2 Korn pro Topf aus und beläßt später nur die schönste Pflanze. Das Ganze wird im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank bei mindestens 22ºC aufgestellt. Für die Direktssaat kann ab Ende Mai bis Anfang Juni ausgesät werden. Die Pflanzung erfolgt ca Mitte Mai bis Anfang Juni. Beim pflanzen unbedingt jede Wurzelverletzung vermeiden. Für Pflanzung und Direktssat gelten Abstände von 100x50cm oder 80x80cm.
Allgemeines:
Das Pflanzen auf schwarze Mulchfolie hat sich bewährt und sollte wenn möglich auch praktiziert werden. Da Zuckermelonen sehr wärmebedürftig sind, sollte man sie mit Vlies oder mit kleinen Folientunnels bis zur Blütenbildung überdecken. Der Standort sollte windgeschützt, warm und sonnig sein. Ein Anbau ist bei uns oft nur im Gewächshaus sinnvoll. Freiland sollte sich in Weinbaugebieten befinden. Regelmässig mit lauwarmen Wasser in großen Mengen gießen. Niemals den Wurzelhals benetzen, da sonst Wurzelfäule droht. Das verlegen von Tropfschläuchen ist sinnvoll. Netzmelonen müssen beschnitten werden, da sich nur an den nachwachsenden Ranken, weibliche Blüten bilden. Dafür sind drei Schnitte notwendig. Für den ersten Schnitt wird nach dem 4. oder 5. Blatt entspitzt. Auch die sich dann bildenden Seitentriebe werden nach dem 5. bis 6. Blatt entspitzt. Man sollte nur 4 Seitentriebe belaßen. Seitentriebe die sich anschließend bilden, werden nach dem 3. Blatt entspitzt. Wenn die Früchte etwa nußgroß sind, den Trieb oberhalb der Frucht bis auf 2 Blätter einkürzen. Pro Pflanze beläßt man nur 4-6 Früchte. Diese öfters auf Fäulnis kontrolieren. Während der Blütezeit sollte die Temperatur ca 24º C und mehr betragen. Nur so kann die Befruchtung gelingen. Da der Pollen oft bei Regenwetter verklebt oder eintrocknet, muß man künstlich befruchten um reichen Ertrag zu bekommen. Dazu nimmt man mit einem weichen Pinsel etwas Pollen auf und streicht ihn über die Narbe der weiblichen Blüte. Beste Zeit dafür sind die frühen Morgenstunden bis ca 11 Uhr. Die weiblichen Blüten sind an der Verdickung unterhalb der Blüte zu erkennen. Im Gewächshaus sollten Netzmelonen an Schnüren aufgeleitet werden und die Früchte durch ein aufgehängtes Netz gesichert werden. Im Freiland lässt man die Pflanzen am Boden kriechen. Die Früchte sollte man auf ein Brett, Styropor oder Stroh legen. Netzmelonen brauchen einen lockeren, feuchten und nährstoffreichen Boden. Lehmige Böden eignen sich weniger. Als Starkzehrer sollte man reichlich Kompost oder Mist geben. Dazu sollte man während der Vegetationsperiode alle 1-2 Wochen mit einem Flüssigdünger nachdüngen.

Detailfotos:

Samenkörner



Keimling



Pflanze



Blüte



Blatt



Frucht
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