Anbau-Informationen:
Dost wird entweder vorgezogen und dann
gepflanzt oder direkt im Freiland ausgesät.
Ebenso kann man die Wurzelstöcke teilen oder man macht Stecklinge.
Für die Vorkultur, wird ab Anfang März bis
ca Ende Mai in Aussaatkisten, die mit Anzuchterde
gefüllt sind, ausgesät. Das Ganze stellt
man im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank
auf. Später werden ca 3 Keimlinge in kleine
Töpfe pikiert. Diese werden ab Anfang Mai bis ca Mitte
Juli im Abstand von 50x25cm oder 50x30cm ausgepflanzt. Von Ende
April bis ca Anfang Juni kann man den Dost auch direkt ins Freiland
aussäen und zwar in Reihen von 25cm Abstand. In der
Reihe sät man alle 25cm ca 8 Korn pro Saatstelle aus.
Später vereinzelt man auf 3 Pflanzen pro Saatstelle. Da
Dost ein Lichtkeimer ist, darf das Saatgut nicht mit Erde bedeckt
werden. Ein leichtes andrücken der Erde reicht aus. Die
Aussaaten sollten immer gut feucht gehalten werden. Da die Keimdauer
beim Dost bis zu einem Monat dauern kann, wird die Vorkultur der Direktaussaat
vorgezogen. Man kann aber auch die Wurzelstöcke im Frühjahr teilen.
Dazu gräbt man sie aus, zerteilt sie in mehrere kleinere Teile mit dem
Spaten und pflanzt sie direkt an ihren neuen Standort. Abstände wie
bei der Aussaat. Die Teilung ergibt bereits im ersten Vegetationsjahr höhere
Erträge als Direktsaat oder Vorkultur. Stecklinge kann man von ausgesuchten
Mutterpflanzen problemlos über den Sommer hindurch schneiden. Dost
ist pflegeleicht. Er gedeiht am besten auf trocknen und nahrhaften
Böden ohne Staunässe. Sonnige und warme Lagen werden
bevorzugt. Man kann Dost zwar während der gesamten
Vegetationsperiode über beernten. Jedoch besitzen die
Blätter und jungen Triebspitzen während der Blütezeit
von Juli bis September, die größte Würzkraft.
Den Dost sollte man, besonders in rauhen Lagen, mit einem
Winterschutz versehen. Pflanzen im Frühjahr zurückschneiden, damit
sie buschiger wachsen und auch bleiben.
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