Pflanzen-Beschreibung:
Die Echte Pfefferminze ist eigentlich ein
Artbastard, der aus der Grünen Minze und der Bachminze entstanden
ist. Eine generative Vermehrung über Aussaat ist somit nicht
möglich. Samen sind oft zu 3/4 steril und der Rest spaltet sich meist
auf. Die echte Pfefferminze ist eine Langtagpflanze, die unter Kurztagbedingungen
vorwiegend Ausläufer bildet und unter Langtagbedingungen Blattmasse
bildet und blüht. Mehrjährige, krautartige Pflanze, die sich schnell
ausbreitet. Wurzelt flach und bildet zahlreiche ober- wie unterirdische Ausläufer
die Stolonen genannt werden. Das Wuchern der Pflanze durch ihre Ausläufer
kann man eindämmen, indem man sie mit Töpfen oder in Eimern mit
Bodenlöchern einpflanzt. Ebenso kann man rundherum Bretter oder sonstiges
um die Pflanze in den Boden einlassen. Bei allen Methoden, den Rand ca 5cm
über der Erde belassen. Die Pflanzen werden zwischen 30 und 80cm hoch.
Blütezeit von Juli bis September. Die Blüten erscheinen in endständigen
Ähren und haben Farben von rosa bis lila. Die Stengel sind kahl und
nur wenig verzweigt. Die Blätter sind gegenständig angeordnet
und haben eine länglich bis lanzettförmige Form. Am Rande sind
sie grob gezähnt.
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Anbau-Informationen:
Die Echte Pfefferminze kann nur vegetativ
über Teilung, Stecklinge und Stolone vermehrt werden. Eine vegetative
Vermehrung durch Stecklinge, von schönen, gesunden und
wüchsigen Pflanzen von der echten Pfefferminze können im Frühjahr
ab April bis Anfang Mai von angetriebenen Mutterpflanzen gewonnen werden.
Man schneidet etwa 8cm lange krautige Stecklinge,entfernt die untersten Blätter
und taucht das Ende in ein Bewurzelungshormon ein. Dann steckt man in ein
nährstoffarmes Substrat im Abstand von etwa 4x4cm. Durch auflegen einer
Folie wird "gespannte Luft" erzeugt die die Bewurzelung fördert. Nach
etwa 4 Wochen sind die Stecklinge ausreichend bewurzelt und können ab
Mitte Juni im Abstand von etwa 50x30cm ausgepflanzt werden. Man kann aber
auch durch die Ausläufer die sogenannten Stolonen die Echte Pfefferminze
vermehren. Dazu werden die Stolonen im Herbst von Hand gerodet und in etwa
10-20cm lange Stücke zerteilt. Jedes Stück sollte mindestens 3
bewurzelte Knoten aufweisen. Die gewonnenen Stolonen werden bis Mitte Oktober
in ca 10cm tiefe Furchen lückenlos abgelegt und mit Erde bedeckt. Ein
leichtes festtreten oder walzen, fördert das Anwachsen. Leider können
auch Viruserkrankungen mit übertragen werden. Daher sollte man nur gesunde
und wüchsige Pflanzen vermehren.
Andere Minzen-Arten als die echte Pfefferminze können aber auch
durch Aussaat vermehrt werden. Für die Aussaat anderer Minzen-Arten
wird ab Mitte März bis Ende Mai in Aussaatkiste,
die mit Anzuchterde gefüllt sind und im warmen Gewächshaus
oder der Fensterbank vorkultiviert werden. Man pikiert
später in kleine Töpfe. Der Samen darf nicht mit
Erde bedeckt werden, da die Minzen generell Lichtkeimer sind. Ein
leichtes andrücken der Erde genügt. Die Keimzeit
beträgt in der Regel 10-21 Tage. Ab Mitte Mai bis ca Mitte Juni wird
ins Freiland im Abstand von 50x30cm oder 60x40cm ausgepflanzt.
Da die Pfefferminze mehrjährig ist, kann man
über mehrere Jahre hinweg an ihr ernten. Man sollte
dies bei der Standortwahl berücksichtigen. Alle 3-4
Jahre sollten die Wurzelstöcke durch Teilung erneuert
werden. Pfefferminze sollte einen sonnigen, nährstoffreichen,
nicht zu trockenen Standort erhalten. Zuviel Dünger
vermindert das Aroma. Halbschatten wird aber auch noch gut
vertragen. Man kann einzelne Pflanzen auch auf dem Balkon in großen
Töpfen halten. Dort sollte man aber über
Winter, die gesamte Pflanze vor Frost schützen.
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