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Schritt 01:
Um schon zeitig entweder frisches Gemüse
anzubauen oder Pflanzen vorzuziehen, kann man auf das seit langem bewährte
Mistbeet zurückgreifen. Meist bestehen sie aus einer Holzkonstruktion,
können aber auch gemauert sein. Kalte Frühbeetkästen, können
auch zur Anlage eines Mistbeetes umgenutzt werden, sofern der Untergrund
es erlaubt. Das Anlegen eines Mistbeetes bedeutet zwar etwas mehr Arbeit,
hat aber viele Vorteile, die den Arbeitsaufwand aber mehrfach entschädigen.
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Schritt 02:
Beim Mistbeet, wird anders als beim kalten Frühbeetkasten,
die sich darin befindliche Erde ausgehoben und durch wärmende Mist
ersetzt. Wählen Sie also bei einer Neuanlage unbedingt einen Standort,
wo sie ungefähr bis zu 60cm Erde problemlos ausheben können.
Achten Sie ebenfalls drauf daß Sie einen warmen und geschützten
Ort aussuchen. Das Mistbeet sollte nach Süden hin ausgerichtet sein.
Die Fenster sollen sich ebenfalls nach Süden hin öffnen lassen.
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Schritt 03:
Entscheidend für die Aushubtiefe Ihres Mistbeetes,
ist die Höhe die das Mistbeet schon aus der Erde herausragt, bezw.
wie früh im Jahr Sie anfangen wollen, auszusäen. Je früher
die Aussaaten, desto höher muß die Lage mit Mist sein. Je
nach Saion werden ca 40-60cm Mist eingebracht. Mit dem Ausheben und befüllen
des Mistbeetes kann man bei Pferdemist etwa Mitte Februar beginnen. Bei
Rindermist etwa Ende Februar / Anfang März.
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Schritt 04:
Die obere Schicht Erde, wird gleich neben dem Mistbeet abgelagert. Diese benötigen Sie um später wieder oben auf die Mistlage einzufüllen, in der Sie aussäen. Erde die bei einer Neuanlage das erste Mal zuviel ist, oder verroteter Mist aus dem Vorjahr, wird aus dem Mistbeet entfernt und anderswo eingesetzt oder im Garten als Dünger verteilt. |
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Schritt 05:
Am besten verwendet man frischen Pferdemist, der einige Tage abgelagert ist. Alternativ bleiben aber auch zB: Rindermist und die Anlage eines reinen Strohbeetes. Die höchste Heizkraft besitzt jedoch der Pferdemist. Falls Sie sehr zeitig beginnen wollen, ist dies die erste Wahl. Später können Sie aber auch Rindermist verwenden, dessen Heizkraft etwas schwächer ist. Andere Mistarten sollten Sie nicht verwenden. |
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Schritt 06:
Füllen Sie nach und nach den Mist in dünnen Lagen ins Mistbeet ein. Falls Sie schnell viel Wärme benötigen, sollten Sie den Mist nur lose schichten. Soll über eine längere Zeit Wärme zur Verfügung stehen, wird der Mist festgetreten. Dadurch wird aber auch die Zeit bis das Mistbeet saatfertig aufgeheizt ist, verzögert. Zu trocknen Mist können Sie auch leicht wässern, damit er genügend Feuchtigkeit hat um besser zu verrotten. |
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Schritt 07:
Jenachdem wie früh Sie anfangen zu säen, muß dementsprechend mehr Mist eingebracht werden. Die Dicke der fertigen Mistlage, soll zwischen 40 und 60cm betragen. Am tiefsten Punkt der Mistbeetkonstruktion, soll man etwa 20-25cm unterhalb der Kante bleiben. Man braucht diesen Platz noch um die ausgehobene Erde einzufüllen. |
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Schritt 08:
Um den Höhenunterschied noch einmal zu verdeutlichen, wurden hier die Fenster des Mistbeetes aufgelegt. Sie sehen daß die Höhe der Mistlage etwa 20-25cm unterhalb des unteren Randes des Mistbeetes liegt. |
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Schritt 09:
Füllen Sie nun die ausgehobene Erde, die neben dem Mistbeet gelagert wurde, in das Mistbeet ein. Die Dicke der Erdschicht, soll zwischen mindestens 15cm, bis zu 20cm Höhe betragen. |
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Schritt 10:
Wenn Sie die gesamte Erde auf die gewünschte Dicke eingebracht haben, wird diese grob planiert. Wurzeln, Unkräuter und Steine werden gegebenenfalls gleich entfernt. |
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Schritt 11:
Zur Verbesserung der eingebrachten Erde, kann man einige Zentimeter hoch, Blumenerde aus Tüten, die Sie im Fachhandel bekommen, auftragen. |
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Schritt 12:
Diese Blumenerde wird ebenfalls grob verteilt, über die zuvor eingebrachte normale Erde. Zu trockene Blumenerde kann man jetzt noch leicht anfeuchten. |
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Schritt 13:
Die Blumenerde aus den Tüten wird nun leicht
in die oberste Schicht der aufgetragenen normalen Erde, untergeharckt.
Beide sollen gut miteinander vermischt sein. So bekommen Sie später
ein optimales Saatbeet.
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| Schritt 14: Anschließend wird die gesamte eingebrachte
Erde im Mistbeet, zunächst grob und dann fein planiert. Wenn man
fertig ist, soll es ein sehr feines, krümeliges und ebenes Saatbeet
sein.
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Schritt 15:
Hier sehen Sie nochmal wenn die Erde fertig eingebracht wurde, den Abstand zu den aufliegenden Fenstern und die Ebenheit des Ganzen. Je nachdem wie stark Sie den Mist festgetreten haben, wird sich das Ganze mehr oder weniger absetzen. Daher sollten Sie einige Tage warten bis sich das Ganze devinitiv abgesetzt hat, bevor Sie mit säen und pflanzen beginnen. |
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Schritt 16:
Wenn das Mistbeet vollständig vorbereitet wurde, werden die Fenster dicht aufgelegt. Kontrolieren Sie gegebenenfalls alle Scheiben ob keine defekt ist. Tauschen Sie diese gegen eine undefekte aus, oder reparieren Sie diese gleich. Zerbrochene Scheiben, besonders bei Glas können für schwere Verletzungen sorgen. |
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Schritt 17:
Zum Schluß kann man noch zusätzlich das ganze Mistbeet mit Noppenfolie oder Strohmatten abdecken, damit sich die Hitze die innen entsteht, gut im Mistbeet hält und nicht an die Umgebung entweichen kann. Nun ist Ihr Mistbeet fast fertig zum Einsatz. Warten Sie noch einige Tage, bis sich die Hitze des Mistes voll entfaltet hat und sich alles gut abgesetzt hat. Eine Kontrolle mit einem Thermometer für die Luft- und die Bodentemperatur ist sinnvoll. Bevor Sie anfangen auszusäen, lüften Sie das Mistbeet aber gut aus. Da sich Amoniakgase gebildet haben, die die Aussaaten schädigen können, sollten Sie die Fenster abnehmen und gut lüften. Dabei können Sie evtl. gekeimte Unkräuter gleich entfernen und gegebenenfalls noch etwas Erde auffüllen, je nachdem wie stark sich das Ganze abgesetzt hat. Viel Spaß und Freude wünsche ich Ihnen an Ihrem selbstangelegten Mistbeet. |