Gemüseanbau:

zur Webseite   www.kraizschouschteschgaart.info

Buchstabe   O

WICHTIG:   Alle Angaben sind ohne Gewähr!!!
Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
Jede Haftung für irgendwelche Schäden wird daher ausgeschlossen!

Fotos mit der Maus anklicken um zur Fotoseite der jeweiligen Gemüseart zu gelangen. Die vergrößerten Fotos werden im Format 640x480 Pixel angezeigt. Bitte beachten Sie die etwas längere Ladezeit der vergrößerten Fotos.

Gesamte Übersicht aller Gemüsearten von dieser Seite
Nachtkerze; Rapontika; Schinkenwurzel
Oca; Sauerklee


Botanischer Name:
Oenothera biennis.
Deutsche Namen:
Nachtkerze; Rapontika; Schinkenwurzel.
Familienzugehörigkeit:
Onagraceae/Nachtkerzengewächs.
Anbauorte:
Garten.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Direktaussaat.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Gegessen werden die Wurzeln und gelegentlich auch die Blätter der Nachtkerze. Die Wurzeln werden gewaschen, geschrappt und dann in Fleischbrühe gekocht. Die Zubereitung ist ähnlich der von Schwarzwurzeln und Pastinaken. Gekochte Wurzeln kann man auch in Scheiben schneiden und mit Essig und Öl ergeben die Wurzeln, wie in früheren Zeiten, ein sehr geschätztes Gemüse. Die jungen Blätter können wie Spinat zubereitet werden oder werden mit anderen Salatsorten als Salatzusatz gemischt.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Das feine Saatgut wird zwischen April und Juni in Reihen von 30cm Abstand ausgesät. Frühe Aussaattermine begünstigen aber die Bildung von Schoßern. Es wird in flache Rinnen gesät und mit der Harcke leicht angedrückt. Saattiefe bis max 1cm. In der Reihe wird später auf einen Abstand von 10-15cm vereinzelt. Dünne Aussaat erleichtert diese Arbeit wesentlich. Bei zu dichtem Stand bilden sich nur schlechte Wurzeln.
Allgemeines:
Die Nachtkerze wächst am besten in einem gut gelockerten und durchlässigen Boden, da sie hier gleichmässigere und geradere Wurzeln bilden kann. Der Boden sollte tiefgründig und ohne Steine sein, sowie tief gelockert sein, um unverzweigtere Wurzeln zu bekommen. Im Spätherbst nimmt man die Wurzeln vorsichtigt aus der Erde und lagert sie in einer Miete aus Sand ein. Auch einlagern in Töpfen mit Torf und Sand im kühlen Keller ist möglich. Da die Pflanze frosthart ist können die Wurzeln auch über den Winter im Beet bleiben. Nur ist dann bei Frost keine Ernte möglich. Die Wurzeln können bis zur Blüte im darauffolgenden Mai genutzt werden. Mit der Blüte verholzt die Wurzel und wird damit unbrauchbar.
zurück nach oben


Botanischer Name:
Oxalis tuberosa.
Deutsche Namen:
Oca; Sauerklee.
Familienzugehörigkeit:
Oxalidaceae/Sauerkleegewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Pflanzen von Knollen.
Verwendung:
Geerntet werden generell die Knollen des Sauerklee. Diese brauchen nur gewaschen zu werden und nicht geschält. Man kann sie kochen, dünsten oder rösten. Sauerklee enthält in den Knollen weniger Oxalsäure wie zB: der Spinat. Nach dem Kochen soll man das Kochwasser immer wegschütten, wegen der Oxalsäure. In einigen Ländern werden auch die Blätter und die Sprossen gekocht als Gemüse zubereitet oder in Suppen verwendet. Verschiedene Quellen berichten davon daß die Knollen auch roh verzehrt werden können. Angesichts der Oxalsäure die die Pflanze enthält ist es fraglich ob es ratsam ist die Knollen auch roh zu verzehren? Am sichersten ist es Oca vor Gebrauch zu erhitzen. Eine Minderung des Oxalgehaltes soll durch die Lagerung an einem hellen Ort durch Lichteinfluß erreicht werden. So gelagerte Knollen, sollen sogar süß werden.
VEGETATIVE Kulturbeschreibung:
Sauerklee wird bei uns nur mit Knollen direkt ins Freiland gepflanzt, da die Pflanzen bei uns keine Blüten mit späterer Samenentwicklung ansetzen. Eine Vorkultur ist nicht empfehlenswert. Die Knollen werden von März bis April gepflanzt. Die Reihenabstände sind ca 30-40cm. Auch in der Reihe sollte man solche Abstände einhalten.
Allgemeines:
Die Pflanze bildet erst im Herbst, wenn die Kurztage wieder beginnen, ihre Knollen aus, die nur flach unter der Erdoberfläche liegen. Da früher Frosteinbruch das Knollenwachstum beendet, kann man die Pflanzen mit Vlies oder Lochfolie abdecken. Somit können die Knollen längere Zeit noch an Grösse und Dicke zulegen. Man kann die Pflanzen auch in ungeheizte Gewächshäuser (dort müssen sie bei zu starker Sonneneinstrahlung aber schattiert werden) oder in Frühbeete pflanzen, wenn man in etwas rauheren Lagen seinen Garten hat. So kann man dennoch passable Erträge erzielen. Die Anbaudaten sind dieselben wie im Freiland. Der Standort des Sauerklee sollte sonnig, aber nicht zu heiß sein. Die Erde sollte locker und humos sein. Regelmässig bewässern. Die Überwinterung der Knollen erfolgt in einem kühlen und trocknen Keller, wo sie am besten in Kisten, aber in wenigen Lagen übereinander, bis März überwintert werden.

zurück nach oben


zurück zur Auswahl Gemüseanbau

Impressum & Haftungsausschluss