Gemüseanbau:

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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
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Gesamte Übersicht aller Gemüsearten von dieser Seite
Solanum melongena
Aubergine; Eierfrucht
Solanum tuberosum ssp. tuberosum
Kartoffel
Solanum muricatum
Pepino; Birnenmelone; Kachuma
Solanum sisymbrifolium
Litschitomate; Litchipflaume
Solanum quitoense
Lulopflaume; Quito-Orange; Naranjilla Stachys sieboldii syn. S. affinis
Knollenziest
Scorzonera hispanica
Schwarzwurzel
Sium sisarum
Zuckerwurzel
Spinacia oleracea
Spinat
Sechium edule
Chayote
Schwarzbeere; Gartenheidelbeere




Botanischer Name:
Solanum melongena.
Deutsche Namen:
Aubergine; Eierfrucht.
Familienzugehörigkeit:
Solanaceae/Nachtschattengewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus & Balkon.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Geerntet werden die Früchte, die verschiedene Farben haben können, je nach Sorte. Die Früchte sollen nicht abgerissen sondern mit einem Messer abgeschnitten werden. Junge Früchte können ungeschält verwendet werden, ältere sollte man aber schälen. Man kann die Früchte schmoren, als Auflauf überbacken, braten, grillen, dünsten oder in Öl backen. Sie können auch gefüllt und mit Käse überbacken werden. Auberginen sind auch Bestandteil der Ratatouille- und der Moussaka-Gerichte. Auberginen haben Bitterstoffe in den Früchten. Um diesen zu entziehen, sollte man die Früchte zerteilen und mit Salz bestreuen. Nach etwa 20 Minuten ziehen der Früchte, das Salz von den abspülen und alles trockentupfen. Leider gehen bei der Salzung nicht nur die Bitterstoffe verloren, sondern auch teilweise Vitamine und Mineralstoffe. Als Alternative zum Salz kann man auch Zitronensaft benutzen. Im Gemüsefach halten sich geerntete Auberginen etwa 1 Woche lang. Die Früchte lassen sich gut einfrieren. Auberginen sind nicht zum Rohverzehr geeignet.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Aubergine wird ab Ende Februar / Anfang März in Aussaatschalen gesät und warm bei ca 20-25 ºC im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen. Nach einigen Wochen wird in größere Töpfe pikiert. Ein vorquellen des Saatgutes bewirkt ein schnelleres keimen. Ausgepflanzt wird ab Mitte Mai bis etwa Anfang Juni. Die Abstände der Reihen soll ca 60cm, der Abstand in den Reihen ca 50-60cm betragen. Im Freiland soll man am besten in schwarzer Mulchfolie wegen der erhöhten Bodentemperatur kultivieren. Ein abdecken der Freilandpflanzen mit Vlies einige Wochen lang verbessert das anwachsen und das weiterentwickeln der Pflanze im allgemeinen.
Allgemeines:
Auberginen können wie Tomaten eintriebig erzogen werden. Das heißt alle Seitentriebe werden entfernt. Normalerweise läßt man sie im Hausgarten aber strauchartig wachsen. Ein anbinden an einen Pfahl im Freiland, oder das anbinden an Schnüren im Gewächshaus sichert ihre Standfestigkeit. Im Freiland liefern Auberginen auch in unserem Klima Erträge. Reiche Ernten werden aber bei uns nur im Gewächshaus erzielt. Im Freiland sollte man nur etwa 5-7 Früchte belassen. Die Früchte müssen an der Pflanze ausreifen. Um den Fruchtansatz zu erhöhen kann man die Pflanzen bei Beginn der Blütenbildung öfters leicht schütteln um die Mittagszeit. Durch das schütteln wird die Bestäubung gesichert. Man kann die Aubergine anstatt ins Freiland zu pflanzen auch in einen großen Topf pflanzen und auf dem Balkon aufstellen. Auberginen lassen sich auch gut auf geeignete Veredlungsunterlagen veredeln. Die Veredlung sichert und steigert den Ertrag. Eine Düngung mit Kompost ist von Vorteil ebenso eine regelmässige aber nicht übermässige Bewässerung.
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Botanischer Name:
Solanum tuberosum ssp. tuberosum.
Deutsche Namen:
Kartoffel.
Familienzugehörigkeit:
Solanaceae/Nachtschattengewächs.
Anbauorte:
Garten & Balkon.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Pflanzen von Knollen.
Verwendung:
Geerntet werden die Knollen der Kartoffel. Es gibt festkochende, die für Pellkartoffeln, Salzkartoffeln und Salate Verwendung finden. Sowie vorwiegend festkochende Sorten, die sich für Eintöpfe, Pellkartoffeln und Salzkartoffeln eignen. Auch gibt es mehligkochende Sorten, die sich hervorragend für Püree, Kuchen, Eintöpfe und Pellkartoffeln eignen. Kartoffeln werden normalerweise immer gekocht. Ergrünte Kartoffeln sollten nie verzehrt werden, eben so keine rohen Kartoffeln, da sie das "Gift" Solanin enthalten.
VEGETATIVE Kulturbeschreibung:
Ab März werden die Pflanzknollen bei etwa 10 ºC zum ankeimen ans Licht gestellt. Mit diesen vorgekeimten Knollen, kann man dann ab Mitte April im Garten anfangen zu pflanzen. Man sollte darauf achten, die Triebspitzen nicht zu brechen. Der Boden sollte sich aber schon etwas erwärmt haben. Ein abdecken der Reihen mit Vlies oder Lochfolie schützt und verfrüht die Pflanzung. Auf Spätfrost ist unbedingt zu achten, da Kartoffellaub erfrieren kann. Es ist möglich bis Ende Mai zu pflanzen. Der Abstand in den Reihen sollte 35-40cm betragen und die Reihen selbst sollten ca 60cm auseinanderliegen.
Allgemeines:
Kartoffeln stellen keine besonderen Ansprüche. Im Herbst der vorausgehenden Jahres sollte man Mist oder Kompost einarbeiten in die Erde, da Kartoffeln Starkzehrer sind. Frischen Mist im selben Jahr wie die Pflanzung verursacht aber schorfige Knollen. Der Standort sollte sonnig und luftig gewählt werden, damit die Blätter nach Regen oder Tau schnell abtrocknen. Somit beugt man Befall mit Krautfäule vor. Gelegentlich durchdringend wässern und Unkraut hacken. Kartoffeln kann man auch in großen Töpfen kultivieren, jedoch ist der Ertrag gegenüber dem Freiland recht gering. Man verfährt wie bei der Freilandpflanzung, doch anstatt die Knollen im  Garten zu pflanzen, werden sie in einen großen Topf mit nährstoffreicher Blumenerde gepflanzt. So kann man auch auf dem Balkon Kartoffeln ernten. Frühkartoffeln erntet man wenn das Laub noch grün ist und die Knollen mindestens Hühnerei groß sind. Man erntet nur was man benötigt. Kartoffeln welche zum einlagern gedacht sind, werden erst geerntet, wenn das Laub vollkommen abgestorben ist. Dies ist meistens ab Mitte September der Fall. Die ausgegrabenen Kartoffeln sollen gut abtrocknen ehe sie im dunklen Keller kühl bei 6 - 10 ºC gelagert werden. Es sollen nur unbeschädigte und gesunde Knollen eingelagert werden.
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Botanischer Name:
Solanum muricatum.
Deutsche Namen:
Pepino; Birnenmelone; Kachuma.
Familienzugehörigkeit:
Solanaceae/Nachtschattengewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus & Balkon.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Stecklinge.
Verwendung:
Verwendung finden die Früchte der Pepino.Sobald sie orangefarben mit violetten Streifen ausgefärbt sind, sind sie reif zur Ernte. Nach der Ernte halten sie sich problemlos bis zu 6 Wochen, wo sie oft noch an Aroma zunehmen. Am besten schneidet man die Frucht auf und löffelt sie aus.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Pepinos können entweder über Aussaat oder über Stecklinge vermehrt werden. Für die Aussaat sät man ab Mitte Januar bis Ende Februar in Aussaatkisten, die mit Anzuchterde gefüllt sind aus und stellt das ganze im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei ca 18-25ºC auf. Die Samen am besten nur leicht andrücken oder max. 0,5cm tief säen. Sobald die Keimlinge sich voll entfaltet haben wird in kleine Töpfe pikiert. Ab einer Höhe von etwa 20cm wird der Haupttrieb entspitzt. Damit wird die Bildung von Seitentrieben gefördert.
VEGETATIVE Kulturbeschreibung:
Pepinos können auch sehr leicht über Stecklinge im Herbst vermehrt werden. Ins Wasser gestellt sind sie binnen 2 Wochen bewurzelt. Nach einer überwinterung stehen sie dann früher zur Verfügung. Nicht vor Ende Mai auspflanzen. Letzte Pflanzung etwa bis Mitte Juni. Man kann die Pepinos entweder in einem großen Topf oder in voller Erde kultivieren. Der Topf sollte mindestens 30cm Durchmesser haben. In voller Erde, sei es im Freiland oder im Gewächshaus, wird in Reihen von 100cm Abstand gepflanzt. In der Reihe wird ein Abstand von 60cm eingehalten.
Allgemeines:
Pflanzen gut abhärten. Nie direkt aus dem Gewächshaus oder Wohnung in die pralle Sonne stellen, sondern am besten an trüben Tagen, langsam an die Freilandbedingungen gewöhnen. Pepinos werden normalerweise dreitriebig an Schnüren oder Pfählen herangezogen. Im Gewächshaus kann bei sehr heißem Wetter eher Schädlingsbefall auftreten, was zu beachten ist. Pepinos sind selbstbefruchtend. Bei ungenügendem Wind, insbesondere im Gewächshaus, soll man die Pflanzen etwas schütteln oder von Hand etwas Pollen auf die Narbe geben. Pepinos müßen viel und sehr regelmäßig gewässert werden. Erleiden sie Trockenheit oder zu große Schwankungen in dem Gießryhtmus, ist mit Abwurf der Knospen und Früchte zu rechnen. Regelmäßig mit Flüssigdünger etwas nachdüngen. Pepinos sind mehrjährig aber bei uns nicht winterhart. Sie müßen zurückgeschnitten und hell bei etwa 15ºC überwintert werden. Wenig gießen, aber der Ballen darf nicht austrocknen. Überwinterte Pflanzen bringen jedoch einen geringeren Ertrag als neu herangezogene Pflanzen. Pepinos sollen an einem regen- und wingeschützten Standort in sonniger bis halbschattiger Lage stehen. Der Boden sollte humos, nahrhaft und feucht sein, jedoch keine Staunäße aufweisen.
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Botanischer Name:
Solanum sisymbrifolium.
Deutsche Namen:
Litschitomate; Litschipflaume.
Familienzugehörigkeit:
Solanaceae/Nachtschattengewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus & Balkon.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Geerntet werden die roten Früchte der Litschitomate. Diese sitzen in einer stacheligen Hülle. Bei der Reife öffnet sich die Hülle. Vorsicht also bei der Ernte! Am besten mit Handschuhen beernten. Die Frucht wird entweder roh verzehrt, in Obstsalaten oder als Fruchtsaft verwendet. Man kann die Früchte auch kochen.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Litschitomate wird im April in Aussaatschalen, die mit Anzuchterde gefüllt sind, ausgesät. Das ganze wird im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei mindestens 20ºC aufgestellt. Nach dem entfalten des zweiten Blattpaares, wird in kleine Töpfe pikiert. Die Pflanzung erfolgt Mitte Mai bis Anfang Juni. Da die Pflanze stachelig ist, sollte man ihr reichlich Platz einräumen, damit man sie gut von allen Seiten beernten kann. Läßt man sie mehrtriebig an einem Pfahl wachsen, sollte man Abstände von ca 100x90cm pflanzen. Wird die Pflanze eintriebig gezogen, müßen alle Seitentriebe entfernt werden und sie wird auf Abstände von ca 70x55cm gepflanzt.
Allgemeines:
Beim entgeizen oder sonstigen Arbeiten an der Pflanze, immer Handschuhe tragen. Die Litschitomate kann problemlos im Garten oder im ungeheizten Gewächshaus kultiviert werden. Auch ein Anbau auf dem Balkon in großen Töpfen ist möglich. Hier sollte man sie aber wegen dem Platzbedarf, nur eintriebig kultivieren. Die Litschitomate benötigt einen warmen, sonnigen und geschützten Standort. Die Erde sollte nahrhaft sein. Am besten mit Kompost oder Mist im Garten oder Gewächshaus düngen. Auf dem Balkon mischt man einen Langzeitdünger unter die Erde oder düngt regelmäßig 1x pro Woche mit einem Flüssigdünger. Die Nähe anderer Nachtschattengewächse sollte man meiden. Damit man reichlich ernten kann, ist ein Anbau im Gewächshaus vorzuziehen.
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Botanischer Name:
Solanum quitoense.
Deutsche Namen:
Lulopflaume; Quito-Orange; Naranjilla; Kleine Orange.
Familienzugehörigkeit:
Solanaceae/Nachtschattengewächs.
Anbauorte:
(Garten & Balkon).
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Verwendung finden die reifen Früchte der Lulopflaume, die anfänglich wollig behaart sind. Bei Reife sind die Früchte gänzlich orange gefärbt und der wollige Belag läßt sich problemlos abstreifen. Die Früchte werden zu frischem Saft, Konfitüre, Gelees und Tortenbeläge verarbeitet.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Man sät ab ca Mitte Januar bis Mitte März in Aussaatkisten aus und pikiert später einzeln in kleine Töpfe. Die Keimtemperatur sollte etwa um die 20ºC liegen. Die Keimdauer kann bis zu 3 Wochen dauern. Wenn man einjährig kultivieren möchte, kann man die Pflanzen direkt in die volle Erde pflanzen. Will man überwintern oder auf dem Balkon kultivieren muß man in mindestens 10 Liter große Töpfe pflanzen. Pflanzeit ist etwa Mitte bis Ende Mai. Da die Lulopflaume bis zu 2,5m hoch werden kann sollte man ihr eine geeignete Stütze geben.
Allgemeines:
Die Lulopflaume ist eine mehrjährige Pflanze die bei uns aber nicht winterfest ist und somit überwintert werden muß. Lulopflaumen werden daher bei uns fast immer als Kübelpflanzen gehalten. Bei sehr früher Aussaat können die Pflanzen aber auch schon im ersten Jahr Früchte tragen und somit kann man auch einjährig kultivieren.Lulopflaumen stammen aus Regionen in denen es relativ kalt ist. Damit die Pflanze reichlich Früchte trägt, darf sie nicht zu warm gehalten werden. Bei zu hohen Temperaturen,werden die Blüten ohne Fruchtansätze abgestoßen. Temperaturen über 28ºC sollte man vermeiden. Daher nicht in ein Gewächshaus pflanzen. Lulopflaumen können über Sommer auch leicht aus Stecklingen vermehrt werden. Die Früchte brauchen ca 5 Monate bis sie reif sind. Sehr spät ausgebildete Früchte sollte man entfernen, da sie nicht mehr ausreifen. Lulopflaumen regelmäßig bewässern, da sie viel Feuchtigkeit benötigen. Am besten einen halbschattigen und kühlen Standort aussuchen. Vorsicht mit dem Umgang der Pflanze. Die Wildformen haben Stacheln an Blätter und Stamm. Meist sind diese bei Zuchtformen zumindest teilweise weggezüchtet worden. Die Pflanze bei ca 15ºC an einem hellen Ort überwintern. 
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Botanischer Name:
Stachys sieboldii Syn. Stachys affinis.
Deutsche Namen:
Knollenziest.
Familienzugehörigkeit:
Labiatae/Lippenblütler.
Anbauorte:
Garten.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Pflanzen von Knollen.
Verwendung:
Ab Oktober werden die Knöllchen des Knollenziest geerntet. Die Knöllchen werden nur verlesen und unter einem scharfen Wasserstrahl und oder mit einer Gemüsebürste gesäubert. Die Knöllchen können roh gegessen oder in Salate geschnitten werden. Sie können auch kurz in Butter angebraten, frittiert oder süß-sauer in Weinessig eingelegt werden.
VEGETATIVE Kulturbeschreibung:
Ab März bis einschließlich in den Mai hinein, werden die Knöllchen des Knollenziest direkt im Freiland in Horsten zu 3 Stück gepflanzt. Die Pflanztiefe liegt bei etwa 6-8cm. Die Abstände in der Reihe sollen ca 30cm und die Abstände der Reihen ca 40cm betragen.
Allgemeines:
Knollenziest kann auch in einem halbschattigen Ort im Garten gepflanzt werden. Auf Trockenheit reagiert er aber empfindlich. Sonst ist der Knollenziest aber sehr pflegeleicht. Das einkürzen der Triebspitzen im Spätsommer um ca ein Drittel, fördert das Knollenwachstum. Dieses setzt erst im Herbst ein. Wenn das Laub abgestorben ist, was normalerweise ab Oktober der Fall ist, wird geerntet. Ein lockerer Boden erleichtert diese Arbeit natürlich. Die Stauden des Knollenziest werden mit der Grabegabel herausgenommen und die Knöllchen von den Ausläufern abgesammelt. Knollenziest ist zwar frosthart und die Knollen können in der Erde bleiben bis sie gebraucht werden. Doch wenn der Boden gefroren ist, kann man nicht ernten. Daher erntet man normalerweise alles und legt die Knollen in feuchten Sand oder Torf in einem kühlen Keller ein. 3-4 Jahre kann man auf ein und demselben Beet anbauen. Danach sollte ein neues Beet angelegt werden. Im Frühjahr soll Kompost zur Nährstoffversorgung leicht eingeharckt werden.
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Botanischer Name:
Scorzonera hispanica.
Deutsche Namen:
Schwarzwurzel.
Familienzugehörigkeit:
Asteraceae/Korbblütler.
Anbauorte:
Garten.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Direktaussaat.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Geerntet werden die Wurzeln und gelegentlich die Blütenknospen der Schwarzwurzeln. Die Wurzeln werden geschält. Das wird erleichtert, indem man sie kurz in Salzwasser kocht und dann die Rinde abzieht. Schwarzwurzeln werden als Gemüse gekocht, mit einer hellen Rahmsauce anrichten und mit etwas Muskat, Peffer und Salz abschmecken. Die Wurzeln enthalten einen klebrigen Milchsaft, der dazu führt, daß sich die Wurzeln und die Finger beim schälen braun verfärben. Dies kann man ganz leicht verhindern, indem man sie gleich in Wasser mit Zitronensaft, einem Schuß Essig oder Milch einlegt. Die Blütenknospen werden gegart und als Gemüse verzehrt.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Aussaat erfolgt am besten schon im März direkt ins Freiland. Aussaaten im April sind aber auch noch möglich. Es wird in Reihen von ca 30cm Abstand relativ dünn und gleichmäßig ausgesät.
Allgemeines:
Die Schwarzwurzeln brauchen einen tief gelockerten Boden, damit sich die Wurzeln gerade und gleichmäßig entwickeln. Die Pflanzen wachsen anfänglich sehr langsam. Erst ab Juli / August beginnt das Hauptwachstum. Ab Oktober kann geerntet werden. Dazu hebt man neben den Reihen einen Graben aus, damit man der Länge nach die Wurzeln freilegen kann. Um das austreten des Milchsaftes, welcher in den Wurzeln enthalten ist, sollte man vermeiden, die Wurzeln abzubrechen. Man kann die Wurzeln im Gartenboden belassen und nach Bedarf ernten, da sie völlig winterhart sind. Falls man Probleme mit Wühlmäusen hat, sollte man alle Wurzeln herausnehmen und in feuchtem Sand oder Torf in einem kühlen Keller einmieten. Auf ganz leichten Böden kann auch im August ausgesät werden. Blütenstände die sich im zweiten Jahr bilden, sollen ausgeschnitten werden, damit die Kraft der Pflanze nicht zur Samenbildung verbraucht wird.
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Botanischer Name:
Sium sisarum.
Deutsche Namen:
Zuckerwurzel.
Familienzugehörigkeit:
Apiaceae/Doldenblütlergewächs.
Anbauorte:
Garten.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Direktaussaat.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Teilung.
Verwendung:
Die Zuckerwurzel kann schon im ersten Jahr ab Oktober beerntet werden. Verwendung finden die ausgegrabenen Wurzeln. Diese sauber abgebürstet und anschließend kurz gegart, ergeben ein leicht bekömmliches Gemüse. Sie können aber auch als Rohgemüse geraspelt, gedünstet oder wie Schwarzwurzeln gekocht werden. Der fädige innere Zentralzylinder sollte vor oder nach dem kochen entfernt werden. Man kann die Wurzeln, da sie ca 6% natürlichen Zucker enthalten auch als Brei für Babynahrung oder um Suppen eine sämige Einlage zu geben, verwenden. Nach dem ersten Frost schmecken die Wurzeln noch besser.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Aussaat der Zuckerwurzel erfolgt im März / April oder im August / Anfang September direkt in die Freilandbeete. Die Keimung erfolgt etwas ungleichmäßig. Der Samen sollte zur Beschleunigung der Keimung vorgequollen werden. Der Reihenabstand beträgt ca 25-35cm. In der Reihe soll man auf ca 15cm vereinzeln.
VEGETATIVE Kulturbeschreibung:
Einfacher ist die Vermehrung durch Teilung älterer Pflanzen. Dazu werden im Spätherbst, die Pflanzen ausgegraben. Es sollen bleistiftstarke Seitenwurzeln abgenommen und auf 20-25cm Reihenabstand aufgepflanzt werden. Durch Auslese der besten und geradesten Wurzeln und deren konsequente vegetative Vermehrung, kann man sich einen guten Bestand heranziehen.
Allgemeines:
Die Zuckerwurzel ist eine ausdauernde und mehrjährige Staude. Geerntet wird von Herbst bis März. Der Boden sollte locker, feucht und humusreich sein. Staunässe wird zeitweilig vertragen, aber keine längere Trockenheit . Daher immer gleichmäßig feucht halten. Zuckerwurzeln gedeihen am besten in sonniger Lage.
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Botanischer Name:
Spinacia oleracea.
Deutsche Namen:
Spinat.
Familienzugehörigkeit:
Chenopodiaceae/Gänsefußgewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Direktaussaat.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter des Spinat. Diese werden für gegartes Gemüse;  Aufläufe; Ravioli-Füllungen; Quiche oder als Eintopf nur vorsichtig erwärmt, gedünstet oder blanchiert. Ebenso lassen sich die Blätter auch roh als Salat oder unter andere Salate untermischen. Einmal fertig zubereiteter Spinat sollte wegen des darin befindlichen Nitrates nicht wieder aufgewärmt werden. Durch das nochmalige erwären kann das Nitrat sich zu Nitrit umwandeln und Gesundheitsschädlich wirken.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Spinat kann ab Mitte März bis Anfang September direkt im Freiland in mehreren Folgesätzen ausgesät werden. Obwohl der Spinat etwas Kälte verträgt, sollten die ersten Aussaaten besser unter Vlies oder Lochfolien erfolgen. Gesät wird in Reihen, wobei der Abstand ca 20-25cm betragen soll. Die Saattiefe liegt bei 3-4cm. Damit die Saat gut aufgeht, sollte gewässert werden.
Allgemeines:
Eine regelmäßige Bewässerung bringt eine gute Ernte. Spinat braucht einen tiefgründigen, nahrhaften Boden. Mist oder Kompost soll aber schon im Herbst des Vorjahres eingearbeitet werden. Spinat reagiert sehr schnell auf Trockenheit oder auf Staunässe, daher ist dem beizeiten entgegen zu wirken. Die Beete sollen Unkrautfrei gehalten werden, bis sich die Reihen schließen. Spinat kann im Herbst auch für eine Überwinterung ausgesät werden, jedoch sind die Ausfälle meist sehr hoch. Er kann auch im Gewächshaus ausgesät werden. Eine leichte Heizung fördert das Wachstum. Da Spinat gerne Nitrat einlagert, sollte man auf eine Kultur über Winter in günstigen Lagen im Freiland oder im Gewächshaus, verzichten. Da Spinat schnell welk wird, sollte er immer nur nach Bedarf geerntet werden. Entweder man pflückt einzelne Stiele mit Blätter ab oder man schneidet etwas überm Boden mit dem Messer ab.
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Botanischer Name:
Sechium edule.
Deutsche Namen:
Chayote.
Familienzugehörigkeit:
Cucurbitaceae/Kürbisgewächs.
Anbauorte:
Garten & Gewächshaus & Balkon.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Stecklinge.
Verwendung:
Geerntet werden die Früchte der Chayote. Diese werden meist gekocht, gedünstet oder geschmort. Man kann sie generell wie Kürbisse oder wie Kohlrabi in der Küche verwenden. Man kann sie zu Suppen, Eintöpfe, Kompott oder als Gemüsebeilagen verwenden. Die Schale kann mitgekocht werden. Ist sie nicht zu zäh kann sie gegebenenfalls mitgegessen werden. Meist wird die Schale aber vor dem Verzehr entfernt. Ebenso soll sich die Chayote auch roh als Salat verwenden lassen. Dann muss die Frucht aber vorher geschält werden. In manchen Ländern werden ebenso die Kerne, die Wurzeln und die jungen Blatttriebe der Chayote zubereitet. Die Früchte sondern beim schälen einen klebrigen Saft ab. Daher ist es ratsam sie unter fließendem Wasser zu schälen. Die Früchte sind zum baldigen Verzehr bestimmt, da sie sehr schnell auskeimen.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Im Frühling wird die Chayote direkt mit 1-2 Korn, in kleine Töpfe ausgesät. Die macht man etwa um die Zeit des März herum. Das Ganze stellt man ins warme Gewächshaus oder auf die Fensterbank auf. Gepflanzt wird ab etwa Mitte Mai bis Anfang Juni. Im Gewächshaus kann man aber auch schon ab Anfang Mai auspflanzen.
VEGETATIVE Kulturbeschreibung:
Während der Vegetationsperiode kann man auch Stecklinge von der Chayote schneiden. Dies wird aber nur selten praktiziert. Man schneidet etwa 5-8cm lange krautige Stecklinge und steckt sie in ein nährstoffarmes Substrat unter "gespannter Luft". "Gespannte Luft" erreicht man durch auflegen einer transparenten Folie.
Allgemeines:
Die Chayote kann in unseren Gegenden problemlos im Garten kultiviert werden. Jedoch ist ein Anbau im Gewächshaus oder an einem sonnigen und warmen Platz vorteilhafter. Da die Pflanze eine starkwüchsige Kletterpflanze ist, braucht sie unbedingt, ein Klettergerüst um sich an dem festzuhalten. Bei Kultur auf dem Balkon, sollte man drauf achten, daß dieser ausreichend groß ist. Ein kappen der Triebspitze wird wohl unumgänglich sein, da sie sonst zuviel wuchert. Da die Chayote ein Starkzehrer ist, braucht sie reichlich Nährstoffe. Deshalb sollte die Erde mit reichlich Kompost oder Mist angereichert werden. In Töpfe gepflanzte Pflanzen, für den Balkon, brauchen unbedingt eine nahrhafte Blumenerde und man sollte regelmässig jede Woche düngen.
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Botanischer Name:
Solanum melanocerasum Syn. Solanum guineense; Solanum scabrum.
Deutsche Namen:
Schwarzbeere; Gartenheidelbeere.
Familienzugehörigkeit:
Solanaceae/Nachtschattengewächs.
Anbauorte:
Garten & Balkon.
GENERATIVE Vermehrungs-Techniken:
Aussaat in Vorkultur.
VEGETATIVE Vermehrungs-Techniken:
Keine.
Verwendung:
Geerntet werden nur die vollreifen schwarzen Beeren der Schwarzbeere. Sie werden für die Herstellung von Marmeladen und Kompott verwendet die ein Heidelbeerähnliches Aroma haben. Ob die Beeren bei Vollreife auch roh genießbar sind, ist nicht genau geklärt. Ebenso berichten verschiedene Quellen daß in afrikanischen Ländern die Blätter wie Spinat zubereitet werden. Da nicht genau geklärt ist ob die Blätter und die rohen Beeren geniessbar sind, sollte man weder die Blätter noch rohe Beeren verzehren.
GENERATIVE Kulturbeschreibung:
Die Schwarzbeere wird von Anfang März bis Anfang April in Aussaatschalen ausgesät und ins warme Gewächshaus oder auf die Fensterbank aufgestellt. Haben sich die ersten Blätter entwickelt, kann man in sie einzeln in kleine Töpfe pikieren. Ausgepflanzt wird von etwa Mitte bis Ende Mai im Abstand von etwa 70x70cm.
Allgemeines:
Die Schwarzbeere ist eine problemlos zu kultivierende Pflanze. Sie bringt Massen von reifen Früchten. Pflanzen sind recht breitausladend und werden etwa 100cm hoch. Ein stützen der Pflanzen kann vorteilhaft sein damit sie nicht umknicken. Ein ausgeizen wie bei den Tomaten braucht nicht gemacht zu werden. Schwarzbeeren lieben einen sonnigen und geschützen Platz. Sie sollten regelmäßig bewässert werden. Brauchen meist nur eine kleine leichte Kompostgabe als Düngung.

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