Kräuteranbau:

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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Schnittlauch
Schnittknoblauch; Knolauch
Bärlauch; Wilder Knoblauch
Schnittsellerie
Giersch; Geißfuß; Podagrakraut
Dill
Echter Eibisch
Zitronenverbene; Zitronenstrauch
Estragon; Schlangenkraut; Bertram
Beifuß
Wermut; Absinth; Eberraute
Eberraute; Zitronenkraut
Kerbel; Gartenkerbel
Anis

Allium schoenoprasum
Schnittlauch
Liliaceae/Liliengewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Schnittlauch ist eine mehrjährige, horstbildende Pflanze mit starken Wurzelballen. Durch den Austrieb von Seitenknospen an der Sproßachse, entstehen so im Laufe der Zeit recht grosse Horste. Die Blüten erscheinen als kugelige, vielblütige Scheindolde, meist erst ab dem zweiten Standjahr. Die Farbe ist rosa-rot bis violett. Die grünen Blätter sind glatt und innen hohl. Sie laufen oben spitz zu. Die Pflanzen werden meist 25-30cm hoch. Die schwarzen Samen von länglicher Form, sind nicht lange keimfähig. Innerhalb eines Jahres geht die Keimfähigkeit fast ganz verloren.
Anbau-Informationen:
Schnittlauch wird entweder generativ, per Direktaussaat oder Vorkultur oder vegetativ, per Teilung vermehrt. Bei der Direktaussaat kann entweder im April - Mai oder im August/September direkt ins Freiland mit einem Reihenabstand von 25cm bis zu 40cm gesät werden. Herbstaussaaten haben oft einen höheren Aufwand an Unkrautbekämpfung, dafür entwickeln sich aber stärkere und kräftigere Pflanzen. Aussaattiefe ist ca 2 cm. Keimdauer etwa 2-3 Wochen. Saatbeete für Direktsaat gründlich vorbereiten, da wegen der langen Auflaufzeit, ein erhöhtes Risiko der Verunkrautung besteht. Den Aufgang der Samenkörner kann man mit einer Folienabdeckung verkürzen. Oder es werden Pflanzen im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank bei etwa 15-18 ºC vorgezogen, die später büschelweise gepflanzt werden. Etwa 15-20 Korn sät man bei der Vorkultur direkt in einen 8cm großen Topf. Falls gepflanzt wird, wird im Januar bis März in kleine Töpfe gesät und dann im April - Mai im Abstand von 25 x 30 cm oder 20 x 20 cm aufgepflanzt. Wenn man vegetativ per Teilung vermehren möchte, kann man im Herbst oder im zeitigen Frühjahr bestehende Pflanzen herausnehmen, teilen und wieder im Abstand von 30 x 25 cm aufpflanzen. Um die vegetative Entwicklung der Pflanzen, die später geteilt werden sollen zu fördern, werden über die Vegetationsperiode hinweg die Blütenstände entfernt. Schnittlauch verlangt einen nahrhaften Boden, der mit Kompost angereichert wird. Mist sollte man wegen der Zwiebelfliege nicht verwenden. Nach jedem Schnitt sollte er gedüngt werden, am besten mit einem Flüssigdünger. Regelmässig gießen und Unkrautfrei halten. Sobald Blütenstengel erscheinen, entfernt man diese, da sie die Pflanze nur unnötig Kraft kosten. Man kann den Schnittlauch auch in Töpfen und in Blumenkästen auf dem Balkon ohne größere Probleme anbauen. Geerntet wird nach Bedarf oder wenn die Halme ca 15 cm hoch sind.
Verwendung:
Geerntet werden die frischen Röhren-Blätter des Schnittlauch, indem sie einfach mit einem Messer abgeschnitten werden. Nicht zu tief schneiden. Es kann mehrfach geerntet werden im Jahr. Schnittlauch eignet sich zum würzen und verfeinern von Quark, Salatsoßen, Gemüsegerichten, Rühreier, Eierspeisen, Rahmsoßen, Fleisch und Fisch, und als Brotbelag. Aber auch zu Eintöpfen, Wurst- und Kartoffelgerichten, sowie fertige Suppen wird er gerne feingeschnitten verwendet. Ein trocknen des Schnittlauch ist auch möglich.
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Allium tuberosum
Schnittknoblauch; Chinalauch; Knolauch
Liliaceae/Liliengewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Schnittknoblauch ist eine mehrjährige, frostharte Staude. Sie bildet krautige Pflanzenteile die etwa 20 bis 50cm hoch werden können. Blüht von etwa Juli bis September/Oktober. Die Blüten sind weiss und sind in doldigen bis kugeligen Blütenständen angeordnet. Die glattrandigen Blätter sind schmall und länglich lanzettförmig geformt. Die Pflanzen bilden unter der Erde in kleinen Haufen, bis zu 10mm große Knollen, die matt gelb bis bräunlich gelb gefärbt sind.
Anbau-Informationen:
Schnittknoblauch lässt sich generativ durch Aussaat oder vegetativ über Teilung vermehren. Für die Direktaussaat wird ab Anfang März bis Anfang August direkt ins Freiland ausgesät. Die Saattiefe liegt bei ca 2-3 cm. Der Reihenabstand beträgt ca 30-40 cm. Man kann auch Pflanzen vorkultivieren. Dazu sät man von März bis Mitte Juli, einige Korn direkt in kleine Töpfe. Diese werden später, ab ca Mitte April bis Mitte August, wenn sich die Pflanzen genügend entwickelt haben, im Abstand von 30x20cm oder 40x20cm ausgepflanzt. Es besteht aber auch die Möglichkeit,die Pflanzen zu teilen. Die Teilung erfolgt im September Oktober. Die geteilten Pflanzen werden sofort im Freiland in Abständen von 30-20cm oder 40-20cm aufgepflanzt. Die Beete sind Unkrautfrei zu halten. Da die Pflanzen flach wurzeln, ist beim hacken Vorsicht geboten. Besonders bei Trockenheit im Juni Juli sollte man ausreichend bewässern. Schnittknoblauch kann mehrere Jahre beerntet werden, was bei einer Standortwahl zu berücksichtigen ist. Er liebt einen sonnigen bis halbschattigen Ort mit guter Bodenfeuchte, jedoch keine Staunässe. Schnittknoblauch steht in zweiter Tracht, erhält also keine direkte Mist- oder Kompostgabe. Eine Kopfdüngung nach jedem grösseren Schnitt, im Zeitraum Juni bis August, fördert das Wachstum. Nach einer Kopfdüngung ausreichend bewässern, da es sonst zu Verbrennungen an den Blättern durch den Dünger kommen kann. Man kann den Schnittknoblauch auch in Töpfen und in Blumenkästen auf dem Balkon ohne größere Probleme anbauen.
Verwendung:
Verwendung finden die Blatthalme und die noch im Knospenstadium befindlichen Blütenknospen des Schnittknoblauchs. Feingehackt wird er für Brotbeläge, in Butter und Quark, in Salate, Soßen sowie zu Gemüse und Kartoffeln zugegeben.
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Allium ursinum
Bärlauch; Wilder Knoblauch
Liliaceae/Liliengewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Bärlauch wächst im zeitigen Frühjahr wild bei uns in schattigen und feuchten Laubwäldern. Die Pflanze verbreitet einen Knoblauchähnlichen Duft. Sie kommt meist in großen Beständen vor und bedeckt dabei mit ihren breit lanzettlichen Blätter den Waldboden. Sie wird etwa 20-40cm hoch. Ab etwa Mitte Mai fängt der Bärlauch an bis etwa Juni zu blühen. Die Pflanze treibt dazu einen Blütenschaft hoch, an dessen Ende sich eine Dolde mit zahlreichen weißen und zierlichen weißen Blüten befindet. Im Erdreich befindet sich ca 30-40cm tief die Zwiebel des Bärlauch, woraus die Pflanze jedes Jahr aufs neue herauswächst.
Anbau-Informationen:
Entweder man kauft sich einige Pflanzen in einer ausgewählten Kräutergärtnerei oder man besorgt sich Saatgut oder Knollen um den Bärlauch im eigenen Garten anzusiedeln. Gute Aussaatzeit der Samenkörner ist im Herbst von August bis Februar, an Ort und Stelle. Die Einwirkung von winterliche Temperaturen auf das Saatgut, fördern das Keimergebnis. Ebenso kann man durch auspflanzen von Knollen den Bärluch vermehren. Diese sollen von September bis Oktober etwa 5cm tief imAbstand von etwa 15-20cm ausgepflanzt werden. Der ideale Standort sollte an einer feuchten und schattigen Stelle im Garten sein. Aussaat und Pflanzung sollte direkt an Ort und Stelle erfolgen. Sagt der Standort dem Bärlauch zu, entwickelt sich binnen 2-3 Jahren durch Selbstaussaat ein kräftiger Bestand. Hat man genügend Bärlauch im Garten stehen, sollte man vor der Blüte, die Blütenstengel entfernen, da er sich sonst wie Unkraut im Garten ausbreiten kann.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen frischen Blätter und sehr selten die kleinen Zwiebeln des Bärlauch vor der Blüte. Die Blätter werden roh für Suppen, Salate Gemüse und Soßen verwendet. Auch kleingeschnitten als Brotbelag in Quark schmeckt der Bärlauch ganz gut. Bärlauch sollte eigentlich überhaupt nicht mitgekocht werden, sondern einfach roh unter die heißen Speisen gemischt und sofort serviert werden. Die Blätter müssen immer frisch verwendet werden, da diese nicht getrocknet werden können. Haupterntezeit ist von ca März bis Mai. Ein einlegen der Blätter in Öl ist möglich. Die Zwiebeln können nur für kurze Zeit gelagert werden.
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Apium graveolens var. secalinum
Schnittsellerie
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
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Zweijährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Schnittsellerie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Anbaujahr ihre aromatischen Blätter bildet und erst im zweiten Anbaujahr ihre würzigen Samen bildet. Die Pflanze kann bis zu 80cm hoch werden. Blüte erscheint von Juli bis August und hat eine weißgrüne Farbe. Blätter erinnern an glatte Petersilie.
Anbau-Informationen:
Die Kultur des Schnittselleries ist sehr einfach und pflegeleicht. Für eine Vorkultur, kann bereits ab Anfang März bis Anfang Juli in Aussaatschalen ausgesät werden. Da der Schnittsellerie ein Lichtkeimer ist, nur sehr dünn mit Erde abdecken oder besser nur leicht an die Erde andrücken und regelmässig feucht halten. Später mehrere Keimlinge zu kleinen Büscheln zusammengefasst in kleine Töpfe pikieren. Ab Mitte / Ende April an bis ca Anfang August wird ausgepflanzt in Abständen von ca 30cm Reihenabstand und ca 20cm innerhalb der Reihe. Man kann aber auch direkt aussäen im Freiland, dazu werden im April im Freiland Reihen gezogen, in denen der Schnittsellerie flach und dünn direkt ausgesät wird. Die Abstände der Reihen liegen zwischen 20 und 30 cm. Der Boden sollte nahrhaft sein, was mit dem einarbeiten von Kompost oder Mist erreicht wird. Bis zur Ernte, muß gelegentlich gewässert und der Bestand Unkrautfrei gehalten werden. Eine erste Ernte erfolgt meist Ende Juli. Wer die Herzblätter stehen läßt, kann bis zu 3 mal abernten und dies im Abstand von ca 4 Wochen. Schnittsellerie kann auch im Gewächshaus angebaut werden. Dies wird jedoch fast ausschließlich im Erwerbsgartenbau praktiziert.
Verwendung:
Verwendet werden die sehr aromatischen Blätter des Schnittsellerie. Sie werden frisch oder getrocknet als Gewürz für Eintöpfe, Soßen, Kräutersalze und Suppen genutzt. Die Wurzeln sind reich verzweigt, hart und nicht genießbar. In manchen Ländern wird aber auch die Wurzel getrocknet, zermahlen und als Gewürz verwendet.
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Aegopodium podagraria
Giersch; Geißfuß; Podagrakraut; Zipperleinskraut
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
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Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der mehrjährige Girsch wächst bei uns wild in Wäldern Hecken und Gebüschen. Mit seinen langen brüchigen Ausläufern im Erdreich, ist er meist nicht sehr beliebt in den Gärten. Die Pflanze wird etwa 30 bis 100 cm hoch je nach Standort. Sie hat einen kantigen, gefurchten, holen Stengel. Die Blätter sind eiförmig-länglich und scharf gesägt. Die zusammengesetzten Blütendolden sind flach und ca 12-20-strahlig. Die Blütenfarbe ist weiß.
Anbau-Informationen:
Die Vermehrung des Girsch ist sehr einfach und geschieht entweder vegetativ über Teilung der Rhizome (Ausläufer) oder generativ über den Samen. Die Teilung der Pflanzen erfolgt im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Da die Pflanze zu einem schwer zu bekämpfenden Unkraut werden kann, sollte man bevor man aussät oder pflanzt, unbedingt die Stelle rundherum mit einer Wurzelsperre abgrenzen. Wenn man die Pflanzen später nicht aussamen läßt kann man sie so gezielt auf eine Stelle beschränken. Die Wurzelsperre muß aber mindestens 30 cm tief in die Erde gehen. Oder man pflanzt direkt in einen großen Kübel. Als guter Standort eignen sich lockere und feuchte Böden. Die Ernte erfolgt meist von April bis Juni. Spätere Zeizpunkte sind aber auch noch möglich.
Verwendung:
Verwendung finden die jungen Blätter des Girsch als Salat oder als Gemüse zubereitet. Kleingeschnitten passen sie zu Salaten und Kartoffelgerichten. Man kann aber auch einen ausgezeichneten Spinat oder Auflauf aus ihnen zubereiten, besonders wenn die Blätter schon etwas älter sind.  Ältere Blätter eignen sich auch gut zum Würzen von Speisen. Ebenfalls können die jungen Blätter auch in Suppen zugegeben werden. Zerquetschte Girschblätter kann man dazu benutzen, um nach einem Stich von einer Biene oder einem anderen Insekt, die zerquetschten Blätter auf den Stich zu legen. Dies lindert und verkürzt den Schmerz. Da es einige sehr giftige Doppelgänger vom Girsch gibt, sollte man den Girsch nicht in freier Wildbahn sondern nur aus sicheren Kulturbeständen heraus ernten.
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Anethum graveolens var. hortorum
Dill
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Dill ist eine einjährige Pflanze die je nach Standort zwischen 50 und 120cm Höhe erreicht. Die Stengel sind hohl und feingerillt. Die Wurzeln verlaufen recht flach unter der Erde. Die Blüten stehen in Dolden und haben eine grün-gelbliche Farbe. Die Blütenzeit ist von Juli bis Oktober. Die Blätter sind zartgefiedert und ergeben beim zerreiben den typischen Geruch.
Anbau-Informationen:
Ab April kann man ins Freiland aussäen. Für die Ernte von Samen sollten die letzten Aussaaten Mitte Juni sein. Für Krautdill kann noch bis Ende August ausgesät werden. Spätere Aussaaten bis Ende August sind möglich, da der Dill aber eine Langtagpflanze ist, sinkt der Ertrag, da die Pflanze früh zu blühen beginnt. Will man den Dill für Krautdill verwenden, sind die Abstände der Reihen ca 15-25 cm. Soll er als Samendill benutzt werden, sind die Reihenabstände größer und zwar 25-35 cm. Krautdill kann doppelt so dicht als Samendill in der Reihe gesät werden. Die Saattiefe beträgt max 1cm. Dill braucht bis zur Keimung ca 2-3 Wochen. Man kann aber auch anstatt ins Freiland auszusäen, auch in große Töpfe oder Blumenkästen aussäen, und auf dem Balkon aufstellen. Auf dem Balkon sollte man aber nur Krautdill und keinen Samendill ernten, da letzterer ca 2m hoch werden kann. Das Beete sollte man immer Unkrautfrei halten und gelegentlich soll bewässert werden. Sonnige bis halbschattige Standorte mit guter Feuchtigkeit, aber ohne Staunässe, sind optimal. Man kann laufend Blätter über die Vegetationsperiode abernten. Samendill soll man sobald die Samen anfangen braun zu werden, abernten. Das sollte man in den frühen Morgenstunden, wenn alles noch Taunaß ist durchführen. Erntet man trocken, fallen zuviele Körner aus. Man nimmt die ganzen Pflanzen heraus und läßt sie an einem regengeschützten Platz nachtrocknen um später gedroschen zu werden. Dill liebt einen schweren und nahrhaften Boden. Gut gedeiht er in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Er soll aber nicht in ein Beet gesät werden, was gerade erst mit Kompost oder Mist versorgt wurde.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen "Blätter", die blühenden Dolden und die Körner. Da der Dill schnell welk wird, sollte immer nur nach Bedarf geerntet werden. Man kann ihn auch trocknen, jedoch verliert er dann sehr viel von seinem Aroma. Man kann das frische Kraut aber auch einfrieren oder in Öl und Essig einlegen. Man benutzt den Dill frisch zu Dillsuppen, Tomaten, Rohkost, Gurken, Fischsuppen, Hack- und Hammelfleisch, sowie zu Quarkspeisen, Kräuterbutter, als Brotbelag und zu Salaten, Soßen, verschiedenen Konserven, Kräuteressenzen und als Kräueressig. Die blühende Dolde und den reifen Samen, verwendet man zum einlegen von Gurken. Die reife Samen können bei der Zubereitung von Rohkost-Salaten ebenfalls mitverwendet werden oder sie dienen auch als Kümmelersatz. Dill wird nicht mitgekocht.
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Althea officinalis
Echter Eibisch
Malvaceae/Malvengewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Echte Eibisch ist eine unkomplizierte und robuste Staude die bis zu 2 m hoch wird. Er kommt an feuchten Standorten wild bei uns vor. Die Stängel und Blätter sind samtig / filzig behaart. Die Blüten sind weiß bis rosa und blühen von Juli bis Oktober. Die Staubbeutel sind purpurn und dunkellila gefärbt. Die Pflanze bevorzugt feuchte und naße Wiesen, Ufersäume und gedeiht selbst auf leicht salzhaltigen Böden. Der Standort sollte sonnig bis leicht schattig sein.
Anbau-Informationen:
Der echte Eibisch kann entweder durch Samen (generativ) oder über Teilung (vegetativ) vermehrt werden. Die Aussaat erfolgt von Oktober bis Dezember in Aussaatschalen, die im ungeheizten Frühbeet oder Gewächshaus aufgestellt werden oder direkt ins Freiland an Ort und Stelle. Die Pflanze ist ein sogenannter Kaltkeimer. Diese brauchen zum keimen, kühle und wechselhafte Temperaturen. Die Keimung erfolgt erst im Frühjahr! Wenn die Pflanzen ausreichend groß sind werden sie in kleine Töpfe pikiert und später im Freiland gepflanzt. Die Abstände liegen bei 50x50cm bis 70x70cm. Die Teilung erfolgt entweder im zeitigen Frühjahr oder im Herbst. Dazu werden bestehende Pflanzen ausgegraben und mit dem Spaten in mehrere kleine Teile zerteilt. Diese pflanzt man direkt wieder im Freiland ein. Abstände wie bei der Aussaat. Da der Echte Eibisch nur in geringen Mengen gebraucht wird, werden meist nur Einzelpflanzen gepflanzt. Dies erfolgt etwa von Mai bis Juni.
Verwendung:
Gesammelt werden die Blüten; Blätter und Wurzeln des Echten Eibisch. Verwendet werden die jungen frischen Blätter über die ganze Saison, bis sie anfangen trocken zu werden. Die Wurzeln können ab dem zweiten Standjahr ebenfalls geerntet werden. Dazu gräbt man sie ab November, wenn die Stängel und Blätter abgestorben sind, aus. Die Blätter müssen, da sie schnell welken, immer frisch verwendet werden. Die Wurzeln die zum essen bestimmt sind, können in feuchtem Sand eingeschlagen gelagert werden. Die die für Medizinahle Zwecke gedacht sind, werden in Stücke geschnitten und getrocknet. Die Blätter mischt man roh unter Salate oder legt sie zum aromatisieren in Öl oder Essig ein. Sie können aber auch als Gemüse oder als Spinat zubereitet werden. Die Wurzeln können in Butter oder frittiert zubereitet werden. Die Blüten und Blätter können als Tee für verschiedene Medizinahle Anwendungen benutzt werden. Ebenso sind die getrockneten Wurzeln auch für Medizinahle Zwecke einsetzbar.
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Aloysia triphylla syn. Lippia citriodara
Zitronenverbene; Zitronenstrauch
Verbenaceae/Verbenengewächs
Mehrjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  

Anbau-Informationen:
Die Zitronenverbene ist ein bis zu 150cm hoch werdender laubabwerfender Strauch, die bei uns als verholzte Pflanze, nur bis ca -4ºC frosthart ist. Sie sollte am besten als Kübelpflanze kultiviert werden. Die Pflanze kann problemlos bis auf ca 40cm zurückgeschnitten werden. So kann man ihre Größe regulieren und sie wächst buschiger. Die Zitronenverbene wird durch Kopfstecklinge vermehrt. Von Mai bis zum ersten Frost kann die Pflanze draußen im Garten oder Balkon stehen oder auch im ungeheizten Gewächshaus. Sie wird nicht ausgepflanzt sondern in großen Töpfen kultiviert. Sie sollte einen sonnigen, warmen und wingeschützten Standort bekommen. Alle zwei Wochen sollte man mit einem Flüssigdünger düngen. Auf Weiße Fliegen ist zu achten. Regelmässig giessen. Im Herbst schneidet man die Zitronenverbene vor der Überwinterung, kräftig zurückund stellt sie an einen kühlen, halbschattigen bei ca 5-10ºC auf. Gelegentlich verliert sie bei zu viel Dunkelheit, ihre Blätter, doch treibt sie im Frühjahr wider aus dem alten Holz wieder neu aus. Die Haupternte der Blätter ist von Juli bis September. Man kann aber auch laufend einzelne Stiele schneiden. Geerntet wird möglichst an sonnigen und warmen Tagen, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Die Blätter werden getrocknet und lichtgeschützt gelagert.
Verwendung:
Verwendet werden die frischen Blätter der Zitronenverbene. Diese ergeben einen fruchtigen Zitronentee oder sind eine gute Würze in der Küche. Gerne wird sie zum würzen von Fisch und Geflügel und zum Aromatisieren verschiedener Süßspeisen und Desserts, wie Obstsalate, Fruchtsorbets und Fruchtpudding genutzt.
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Artemisia dracunculus
Estragon; Schlangenkraut; Bertram
Asteraceae/Korbblütler
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Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Estragon wird innerhalb der Art in drei Gruppen unterteilt: Den Französischen, den Russischen und dem Deutschen Estragon. Der Russische Estragon kann über Samen vermehrt werden und erreicht eine Höhe von bis zu 150cm. Er ist aber bitterlicher und herber im Geschmack als die beiden anderen. Da er schnellwüchsiger und ertragreicher als die anderen Sorten ist, und leichter heranzuziehen, wird er häufiger angeboten. Der Französische und Deutsche Estragon bleiben kleiner in der Höhe, etwa 75cm und sind nur vegetativ über Stecklinge und Ableger zu vermehren. Jedoch haben diese beiden Sorten, einen aromatischeren Geschmack und auch einen höheren Gehalt an ätherischen Ölen. Der Estragon ist generell eine mehrjährige Pflanze, die kurze aber kräftige Wurzelausläufer bildet. Steht am liebsten an sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standorten mit einem lockeren, nahrhaften leicht feuchten und tiefgründigen Boden. Die grün bis rotbraunen Stengel sind an der Basis verholzt. Die 3-8cm langen Blätter sind lanzettförmig und glänzend matt. Die Blüten sind in grünlichen, unauffälligen Rispen an der Pflanze zu finden.
Anbau-Informationen:
Estragon wird in mehrere Gruppen aufgeteilt, die unterschiedlich vermehrt werden müssen. Der Russische Sortentyp wird generativ durch Aussaat vermehrt. Der Deutsche und Französische Sortentyp mit Kopfstecklingen, Teilung und Ausläufer/Ableger vermehrt. Die Aussaat für den Russischen erfolgt ab Mitte März bis ca Mitte Juli. Dazu sät man den Samen in Aussaatkisten, die mit Anzuchterde gefüllt sind und stellt das Ganze ins warme Gewächshaus oder auf die Fensterbank. Da Estragon ein Lichtkeimer ist, darf er nicht mit Erde bedeckt werden. Ein leichtes andrücken der Erde reicht aus. Später pikiert man die Keimlinge in kleine Töpfe. Diese werden ab Mitte Mai bis ca Ende Juli gepflanzt. Die Abstände der Reihen liegen zwischen 40 und 60cm. In der Reihe sind Abstände von 30-40cm notwendig. Man kann den Russischen Estragon auch direkt im Freiland von Mitte Mai bis ca Mitte Juli in Reihen mit ca 40cm aussäen. Französischer und Deutscher Estragon kann nur vegetativ vermehrt werden. Die bewährteste Methode ist Vermehrung durch etwa 5cm lange Kopfstecklinge. Diese können im Sommer geschnitten werden. Die unteren Blätter entfernen, in ein Bewurzelungshormon eintauchen und unter "gespannter Luft" in ein nährstoffarmes Substrat stecken. "Gespannte Luft" erreicht man durch auflage einer Plastikfolie. Man kann diese beiden Sorten aber auch durch Teilung der Wurzelstöcke im Herbst oder zeitigen Frühjahr vermehren. Dazu werden etwa 3-4 Jahre alte Mutterpflanzen ausgegraben,mit dem Spaten in mehrere kleinere Pflanzen zerteilt und sofort an ihren neuen Standort eingepflanzt. Man kann beide Sorten auch noch durch Ausläufer/Ableger vermehren, was jedoch meist nicht praktiziert wird. Da der Estragon mehrjährig ist, sollte man dies bei einer Standortwahl berücksichtigen. Estragon benötigt einen lockeren, nährstoffreichen, feuchten Boden in warmen und windgeschützten Lagen. Er kann 2-3 ml pro Jahr, kurz vor der Blüte geschnitten werden. Damit er nicht bitter wird, sollte man regelmässig gießen. Besonders während dem Austrieb und nach einem Schnitt sollte man bewässern.
Verwendung:
Geerntet werden die jungen Triebspitzen und Blätter des Estragon. Da er eine starke Würzkraft hat, sollte er nur sparsam eingesetzt werden. Er dient zum Würzen von Soßen, Rohkostsalate, Möhren, Reis, Eintopf, Kräutersuppen, Hammel, Geflügel, Wild und Sauerbraten. Auch dient er zur Herstellung von Kräuterbutter, Marinaden und Kräuteressig. Beim Einlegen von Gurken oder zur Senfherstellung ist er unentbehrlich. Estragon kann getrocknet oder eingefroren werden.
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Artemisia vulgaris
Beifuß
Asteraceae/Korbblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Beifuß ist häufig wild anzutreffen. Er wird bis 150cm hoch und ist eine ausdauernde Staude. Das Grün stirbt aber über Winter ab. Die Blüte ist gelblich bis rötlichbraun. Die Pflanze blüht von Juni bis September. Die unten verholzten Stengel sind kantig und oft bräunlich-rot gefärbt. Die Blätter sind 5-10cm lang, dunkelgrün, länglich-spitz und auf der Unterseite weiß-filzig behaart. Der Beifuß enthält zahlreiche Bitterstoffe und ätherische Öle.
Anbau-Informationen:
Die Vermehrung des Beifuß erfolgt entweder durch Aussaat oder durch Teilung. Für die Aussaat wird von etwa Mitte März bis Ende April in Aussaatkisten gesät und im geheizten Gewächshaus oder der Fensterbank aufgestellt. Samen nicht oder nur ganz leicht mit Erde abdecken, da der Beifuß ein Lichtkeimer ist. Am besten Samen nur leicht an die Erde andrücken und ständig feucht halten. Sobald die Keimlinge groß genug sind, werden sie einzeln in 8cm Töpfe pikiert. Ab Mitte Mai bis etwa Mitte Juni können die Pflanzen dann im Abstand von etwa 40x40cm ausgepflanzt werden. Eine Direktsaat ins Freiland ist im Mai möglich. Die Keimzeit des Beifuß schwankt zwischen 14 und 24 Tagen. Beete unkrautfrei halten und später pikieren. Die Teilung der Wurzelstöcke kann im Herbst z.B: im Oktober vorgenommen werden. Braucht sonnige bis halbschattige Standorte und einen lockeren Boden, der nicht zu sehr gedüngt ist. Zuviel Dünger schwächt das Aroma.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter, Blütenrispen und Wurzeln des Beifuß. Die Blätter und Blütenrispen werden vor dem öffnen der Blüten geerntet. Danach werden sie gebündelt zum trocknen in einen luftigen, trocknen und warmen Raum aufgehängt. Die Wurzeln sammelt man im November ein, da dann diese die meiste Kraft besitzt. Der Beifuß wird als Gewürzpflanze gebraucht und wird beim zubereiten von üppigen Mahlzeiten als Gewürz verwendet. Auch bei Käse und Eierspeisen geeignet. Beifuß ist recht bitter und sollte daher nur sparsam verwendet werden. Er kann fein zermahlen als Salzersatz mit anderen Gewürzen dienen.
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Artemisia absinthium syn. Absinthium officinale; Absinthium vulgare
Wermut; Absinth; Wurmkraut; Heilbitter; Bitterer Beifuß; Eberraute
Asteraceae/Korbblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Wermut ist eine mehrjährige Pflanze die silbergrau und seidig-filzig behaart ist. Er kann 60-150cm groß werden. Seine Blüten sind gelb. Die Blühzeit ist von Juni bis September. Die Blätter verströmen bei leichtem Druck, sofort den bitteren aromatischen Duft der ätherischen Öle.
Anbau-Informationen:
Wermut kann man sowohl aus Samen wie auch aus Stecklingen heranziehen. Für die Aussaat in Vorkultur, kann man von Mitte März bis Anfang Juni aussäen. Da der Wermut ein Lichtkeimer ist, die Samenkörner nur andrücken oder sehr leicht nur mit Erde bedecken. Die Keimdauer beträgt in der Regel 10-20 Tage. Wenn die Keimlinge groß genug sind, werden sie in 8cm Töpfe einzeln pikiert. Später werden die Pflanzen dann im Abstand von 50x40cm ausgepflanzt. Eine Direktaussaat ist auch möglich, wird aber nur selten praktiziert. Stecklinge werden am besten im Sommer von Juli bis August von krautigen Teilen der Pflanze geschnitten. Die Stecklinge sollen etwa 8cm lang sein. Man entfernt die untersten Blätter und steckt sie in ein Sand/Torfgemisch an einem schattigen Ort. "Gespannte Luft" mittels überziehen einer Plastikfolie erleichtert das bewurzeln. Wermut sollte etwas für sich alleine stehen, da durch die Wurzelausscheidungen, viele andere Pflanzen dort nicht gedeihen können. Auch sollte man Wermutstriebe nicht auf den Kompost geben. Braucht einen sonnigen, windgeschützen Standort. Der Boden sollte locker, tiefgründig und nahrhaft sein. Im Frühjahr die Pflanze bis auf etwa 15cm zurückschneiden, damit sie buschiger wächst.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter und Blüten des Wermut. Diese werden kurz vor der Blüte imJuni-September geschnitten. Man kann sie in Kleiderschränken verwenden, um Motten zu vertreiben. Früher wurde aus ihm auch Wermutswein, der sogenannte Absinth, hergestellt. Die getrockneten Blätter junger Pflanzen können auch als Gewürz für Fleischgerichte, Gänse- und Kaninchenbraten verwendet werden. Nur in geringen Mengen gebrauchen!
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Artemisia abrotanum
Eberraute; Zitronenkraut
Asteraceae/Korbblütler
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Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Eberraute ist ein immergrüner Halbstrauch der eine verholzte Pflanze bildet. Sie kann 60-100cm groß werden. Ihre Blüten sind weiß. Die Blühzeit ist von Juli bis Oktober. Die Blätter sind schmal-linealisch und auf der Unterseite grau behaart. Die Oberseite ist kahl.
Anbau-Informationen:
Die Eberraute wird durch Stecklinge vermehrt. Die Pflanzen bevorzugen einen lockeren und nahrhaften Boden in sonniger bis halbschattiger Lage.
Verwendung:
Verwendet werden die Blattspitzen der Eberraute als Würzkraut. Sie können in ganz kleinen Mengen dem Salat beigemengt werden. Vorsichtig und sparsam verwenden! Man kann die Blätter auch in Kleiderschränken verwenden, um Motten zu vertreiben.
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Anthriscus cerefolium var. cerefolium
Kerbel; Gartenkerbel
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Einjährig   &   Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Kerbel ist eine einjährige Pflanze die zwischen 20 und 70cm hoch werden kann. Bei Augustaussaat kann die Pflanze auch zweijährig wachsen. Die Farbe der Blüten ist weiß und duften aromatisch. Die Dolden der Blüte erscheinen von Mai bis August. Die Stengel sind recht stark verästelt. Die Blätter sind doppelt bis vierfach gefiedert und haben eine hellgrüne Farbe.
Anbau-Informationen:
Ab März bis Ende August kann der Kerbel direkt ins Freiland ausgesät werden. Der Abstand der Reihen beträgt ca 15-20 cm. Zur Gewinnung von Saatgut sollten die Reihenabstände bei 25cm liegen. In der Reihe wird auf einen Abstand von ca 2-5cm geachtet. Pro laufenden Meter Aussaat, sollten ca 150 Korn verwendet werden. Da der Kerbel ein Lichtkeimer ist, deckt man das Saatgut nicht mit Erde ab, sondern drückt es leicht mit einem Rechen oder ähnlichem an. Man kann den Kerbel auch in Töpfen oder Blumenkästen auf dem Balkon anbauen. Für einen ca 10 cm großen Topf legt man ca 20-25 Korn aus, den man ebenfalls nur leicht andrückt und nicht mit Erde bedeckt. Man kann den Kerbel aber auch im geheizten Gewächshaus kultivieren. Die Keimtemperatur liegt bei 16ºC und die Keimdauer bei etwa 10-14 Tage. Wegen der Heizkosten ist es aber unrentabel den Kerbel im Gewächshaus anzubauen. Etwa 4-6 Wochen nach dem Auflaufen der Saat, ist eine erste Ernte möglich. Folgesaaten sind etwa alle 4 Wochen nötig um regelmässig im Garten Kerbel zu ernten. Schneidet man nicht zu tief ab, ist meistens nach ca 4-5 Wochen ein zweiter Schnitt möglich. Der Kerbel wächst am besten in halbschattigen Lagen mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit. Falls sich Blütenstände bilden sollten, schneidet man diese heraus. Somit bleiben die Blätter zart und können weiter geerntet werden.
Verwendung:
Geerntet wird das junge "Kraut" des Kerbels kurz vor der Blüte. Kerbel sollte am besten frisch verwendet werden. Trocknen ist möglich, jedoch verliert er sehr viel an Aroma. Das einfrieren oder das einlegen in Salz ist dem Trocknen vorzuziehen. Nach dem waschen wird es zu Soßen, Gemüse, Fleisch, Suppen, Geflügel, Eintopf, Fisch, Salaten, Kräuterbutter, Eierspeisen, Quarkspeisen und Omeletts gebraucht. Man kann ihn aber auch als Bleilage zu Käse und Tomaten verwenden. Wird der Kerbel mitgekocht, darf er erst in den letzten Minuten dazu gegeben werden.
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Agastache foeniculum syn. Pimpinella anisum
Anis
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
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Anis 320x240

Ein- bis Mehrjährig   &   (Teilweise) Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der ein- bis mehrjährige Anis bildet eine lange Pfahlwurzel aus, die fleischig ist und bis zu 60cm Länge haben kann. Die Höhe der Pflanze variiert zwischen 30 und 70cm. Die Stengel sind längsgerillt und stehen aufrecht. Die Blätter sind ungeteilt und die Ränder sind gesägt. Die kleinen weißen Blüten erscheinen in Dolden von Juli bis August und haben eine weiße Farbe.
Anbau-Informationen:
Anis wird entweder direkt ins Freiland ausgesät oder vorkultiviert. Direktsaat kann von Anfang bis Ende April gemacht werden. Der Abstand der Reihen soll ca 25-30cm betragen. Pro laufenden Meter Aussaat, braucht man etwa 40 Korn. Die Aussaattiefe ist relativ flach bei etwa 0,5cm. Später wird in den Reihen auf etwa 15cm Abstand vereinzelt. Die Vorkultur erfolgt im März / April in Töpfe. Im Mai im Abstand von 40x40 cm auspflanzen. Anis bevorzugt einen warmen und sonnigen Standort, der windgeschützt liegen soll. Der Boden soll humos und locker sein, sowie nahrhaft. Jedoch keinen frischen Stallmist geben, da dies nicht vertragen wird. Sobald die Stengel im August / September gelb werden, und die Dolden eine braune Farbe erreichen, kann man den Samen ernten.
Verwendung:
Verwendet werden die Samenkörner, Blätter, Stengel, Wurzeln und Blüten des Anis. Die ganzen oder gemahlenen Samenkörner werden bei Gebäck, Kekse, Brot, Süßspeisen, Milch, Salate, Rotkohl und Gurken eingesetzt. Ebenso kann man die Samenkörner auch bei Fleischgerichten, die keinen starken Eigengeschmack haben einsetzen. Die Samenkörner werden getrocknet in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt. Gemahlene Samenkörner verlieren bald ihr Aroma. Daher ist es besser die Samenkörner erst kurz vor Gebrauch zu mahlen. Die Blätter und die Blüten können für Kräutertee´s und als aromatisches Gewürz bei Fisch oder Desserts verwendet werden. Für Suppen zu würzen kann man auch die Stengel und Wurzeln mitkochen. Die Blüten sind auch essbar.

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