Kräuteranbau:

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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Frühlings-Barbarakraut
Echtes-Barbarakraut; Winterkresse
Borretsch
Heilziest; Betonie; Echter Ziest

Barbarea verna
Frühlings-Barbarakraut
Brassicaceae/Kreuzblütler
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Ohne Foto 320x240
Zweijährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Das Frühlings-Barbarakraut ist die kultivierte Form des Barbarakrautes.
Anbau-Informationen:
Das Frühlings-Barbarakraut wird in Folgesätzen von ca Anfang August bis Anfang September entweder direkt ins Freiland oder ins ungeheizte Gewächshäus oder Frühbeetkasten ausgesät. Frühere Aussaattermine sind aber auch möglich. Die Abstände der Reihen sollen für zarte junge Triebe bei etwa 10cm  und für große Rosetten mit scharfem rettichähnlichem Geschmack bei etwa 20-30cm liegen. Das Frühlings-Barbarakraut benötigt feuchte, nährstoffreiche, aber keine überdüngten Böden. Die Lage sollte sonnig bis schattig sein. Je trockner der Standort ist, umso schärfer wird das Frühlings-Barbarakraut. Bei Beginn der Blütenbildung sollte nicht mehr geerntet werden, da die Blätter dann unangenehm schmecken. Schneidet man immer nur die Blätter ab und belässt die Rosette unbeschädigt stehen, treiben die Pflanzen mehrmals aus. Es kann bis Dezember geerntet werden. Spät gesäte Saaten werden über Winter mit Vlies, Lochfolie oder ähnlichem abgedeckt und können so das nächste Jahr bis zur Blüte beerntet werden.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter des Frühlings-Barbarakraut. Es wird wie Brunnenkresse kleingehackt und unter Salate, Kräutersoßen und Quarkspeisen gemischt.
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Barbarea vulgaris
Echtes-Barbarakraut; Winterkresse
Brassicaceae/Kreuzblütler
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Ohne Foto 320x240
Zwei- oder mehrjährig   &  Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Das echte Barbarakraut wächst zwei- oder mehrjährig an Wiesen, Wegrändern und feuchten Orten. Die Pflanze ist sehr winterfest und wird bis zu 90cm hoch. Die Blätter sind paarig gefiedert und haben einen kresseähnlichen Geschmack. Die Blüten sind ca 7-9mm im Durchmesser groß und von goldgelber Farbe. Sie blühen von etwa April/Mai bis Juli. Die Pflanze bleibt mindestens bis zum 4 Dezember an Barbaratag grün.
Anbau-Informationen:
Das Echte-Barbarakraut wird in Folgesätzen von ca Anfang Juli bis Ende August entweder direkt ins Freiland oder ins ungeheizte Gewächshäus oder Frühbeetkasten ausgesät. Frühere Aussaattermine sind aber auch möglich. Die Abstände der Reihen sollen für zarte junge Triebe bei etwa 10cm  und für große Rosetten mit scharfem rettichähnlichem Geschmack bei etwa 20-30cm liegen. Das Echte-Barbarakraut benötigt feuchte, nährstoffreiche, aber keine überdüngten Böden. Die Lage sollte sonnig bis schattig sein. Je trockner der Standort ist, umso schärfer wird das Echte-Barbarakraut. Bei Beginn der Blütenbildung sollte nicht mehr geerntet werden, da die Blätter dann unangenehm schmecken. Schneidet man immer nur die Blätter ab und belässt die Rosette unbeschädigt stehen, treiben die Pflanzen mehrmals aus. Es kann bis Dezember geerntet werden. Spät gesäte Saaten werden über Winter mit Vlies, Lochfolie oder ähnlichem abgedeckt und können so das nächste Jahr bis zur Blüte beerntet werden.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter des Echten-Barbarakraut. Es wird wie Brunnenkresse kleingehackt und unter Salate, Kräutersoßen und Quarkspeisen gemischt. In Butter gedünstet ergeben die Blätter ein spinatähnliches Gemüse.
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Borago officinalis
Borretsch
Boraginaceae/Boretschgewächs
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der einjährige Borretsch kann Höhen von etwa 80cm erreichen. Als erstes bildet er eine oberirdische Blattrosette aus. Aus dieser heraus bildet sich ein mit Borstenhaaren besetzter Sproß, der bis zu 1cm dicke Stengel bildet. Er bildet eine deutliche Pfahlwurzel aus, die recht stark verzweigt ist. Die Blätter sind eiförmig, etwa 3-10cm lang und ganzrandig. Evtl. können sie auch leicht gebuchtet sein. Sie sind wechselständig angeordnet und sind beidseitig behaart. Die Blüte steht in Doppelwickeln und bildet belaubte Doldenrispen. Die Blütenfarbe ist entweder azurblau oder auch weiß.

Anbau-Informationen:
Borretsch kann von Anfang April bis Ende Juli, direkt ins Freiland in Reihen von ca 30-40cm Abstand ausgesät werden. Dünn säen, etwa 25 Korn pro laufenden Meter Aussaat oder später auf ca 20 cm in der Reihe vereinzeln. Steht der Borretsch zu dicht, ist er leicht anfällig für Läuse und Mehltau. Als Dunkelkeimer beträgt die Aussaattiefe mindestens 2cm. Borretsch sollte wegen seiner Pfahlwurzel immer direkt am Standort ausgesät werden. Ein vorkultivieren, pikieren sowie späteres verpflanzen ist nicht empfehlenswert. Gleichmäßig mit Erde die Samenkörner abdecken. Da immer nur junge Blätter geerntet werden, empfiehlt es sich mehrere Sätze auszusäen. Borretsch sollte einen sonnigen bis halbschattigen Standort erhalten, der nicht zu stark gedüngt ist. Borretsch sät sich gerne selbst aus. Da sich die Blätter nach der Ernte nicht lange halten, sollte man immer nur nach Bedarf ernten.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter, die Triebspitzen, und die Blüten des Borrtesch. Die Blätter und Triebspitzen würzen Kartoffel-, Gurken-, Tomatensalate, Spinat, Einlegegurken und Mangold. Ebenso können sie in Tunken, Kräuterbutter, Mayonaisen, Fleischragout, Grillgerichten, kalten Fleischgerichten, Rahm- und Kräutersoßen, Yoghurten, Brotbeläge und Käsecremen verwendet werden. Die Blätter können auch einzeln oder mit Spinat gemischt, wie Spinat zubereitet werden. Die Blüten können zum garnieren dienen und mitgegessen werden. Oder sie eignen sich zum kandieren, Tee herstellen oder blaufärben von Essig. Da der Borretsch bei der Trocknung und dem mitkochen schnell seine Inhaltsstoffe verliert, soll er immer nur frisch verwendet werden.
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Betonica officinalis syn. Stachys betonica oder Stachys officinalis
Heilziest; Betonie; Echter Ziest; Echtes Zehrkraut
Labiatae/Lippenblütler
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Ohne Foto 320x240
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die mehrjährige Pflanze wird 30-80cm hoch und kommt in feuchten Wiesen und lichten Wäldern vor. Die Blüten sind purpurrot bis rosa und sind von Juli bis August an der Pflanze. Die Stengel und Blätter sind fast kahl. Selten sind sie zerstreut behaart. Die Blätter sind schmaleiförmig, stumpfendend, gegenständig angeordnet und sind am Rand gekerbt.
Anbau-Informationen:
Der Heilziest wird durch Aussaat vermehrt. Er kann ab Mitte März direkt ins Freiland in Reihen ausgesät werden. Im Spätsommer ab August ist es ebenfalls möglich nochmals im Freiland direkt auszusäen. Er kann aber auch vorkultiviert werden. Dazu sät man in Aussaatschalen aus und stellt das ganze im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei etwa 20ºC auf. Später wenn die Keimlinge groß genug sind, pikiert man in kleine Töpfe. Sobald die Pflanzen sich kräftig genug entwickelt haben, pflanzt man sie im Freiland aus.
Verwendung:
Gesammelt werden die Blätter und Blüten des Heilziest. Diese können entweder frisch oder als getrocknetes Kraut verwendet werden um aus ihnen Tee herzustellen.

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