Kräuteranbau:

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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Löffelkraut; Skorbutkraut
Kapern; Dorniger Kapernstrauch
Schwarzer Kreuzkümmel
Balsamkraut; Frauenminze; Marienblatt
Speise-Chrysantheme; Salat-Chrysantheme
Zitronengras
Kümmel
Blattkoriander; Chilantro

Cochleria officinalis
Löffelkraut; Skorbutkraut
Brassicaceae/Kreuzblütler
Zwei- bis Mehrjährig & Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Das Löffelkraut ist eine zwei- bis mehrjährige Pflanze, die etwa 20-30cm hoch wird. Die Stengel sind kantig gefurcht. Die grünen Blätter sind, wie der Name es schon verrät, löffelförmig und mit langen Stielen. Die Blüten erscheinen in weißen Dolden von etwa Mai bis Juni. Sie liebt einen feuchten und gut gedüngten Boden.
Anbau-Informationen:
Das kleine Saatgut wird direkt ins Freiland oder ins Gewächshaus gesät. Entweder im Frühjahr von Anfang März bis Mitte Mai oder im Herbst von Anfang August bis Ende September. Es wird dünn und flach, ca 0,5 cm tief, in Reihen mit einem Abstand von 25-30 cm gesät. Die Keimdauer beträgt ca 14 bis 21 Tage. Später wird in den Reihen auf einen Abstand von ca 10-20 cm vereinzelt. Pro laufenden Meter braucht man ca 15 Korn. Löffelkraut gedeiht besonders gut in feuchten Lagen. Sein Wasserbedarf ist groß, es muß also regelmässig gewässert werden. Die Beete sollen während der Kultur Unkrautfrei gehalten werden. Löffelkraut ist winterhart und zwei- bis mehrjährig. Der Standort sollte sonnig sein. Halbschatten wird aber auch noch gut vertragen. Bei der Ernte werden nur die Grundblätter abgeschnitten. Es soll nur soviel geerntet werden, wie direkt gebraucht wird. Man soll nicht mehr an geschoßten Pflanzen ernten. Ansonsten ist die Kultur vom Löffelkraut sehr einfach und pflegeleicht.
Verwendung:
Man erntet die jungen Blätter vom Löffelkraut. Diese werden oft als Salat verwendet. Meistens mischt man sie jedoch unter andere Salate. Die Blätter kann man aber auch fein schneiden / hacken und als Gewürz in grünen Suppen, Soßen, Kartoffeln, Roten Rüben, Möhren, Quark oder direkt als Brotauflage verwenden. Den etwas bitteren und scharfen Geschmack des Löffelkraut kann man durch Zugabe von Borretsch und Schnittlauch verbessern. Eine Trocknung des Löffelkraut ist nicht ratsam, da das Aroma weitesgehend verloren geht. Ein einfrieren ist aber sehr gut möglich. Ebenso kann man auch über Winter die Pflanze im Freiland beernten.
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Capparis spinosa
Kapern; Dorniger Kapernstrauch Capparidaceae/Kaperngewächs
Mehrjährig & Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der mehrjährige, bei uns nicht winterharte immergrüne Kapernstrauch bildet einen ca 1m hohen Strauch aus, der mit seinen langen überhängenden Trieben, meist niederliegend wächst. Die Stengel sind stachelig. Er liebt sonnige Standorte, mit magerer Erde. Da er salztolerant ist, wächst er auch in Meeresnähe. Die Blätter sind rundlich, ledrig und haben eine blaugrüne Färbung.  Sie sind glatt und leicht  zugespitzt. Die Nebenblätter sind zu dornigen Fortsätzen umgewandelt. Die Blüten blühen nur wenige Stunden und haben eine weiße oder rosa Farbe. Die Blüzeit ist von Mai bis August. Die ungeöffneten Knospen, ergeben die in der Küche bekannten Kapern.
Anbau-Informationen:
Am besten Vermehrt man die Kapern durch Stecklinge. Eine Aussaat ist zwar möglich, doch das Saatgut braucht sehr lange bis es keimt und die Pflanzen sind später sehr variabel und nicht einheitlich. Um dennoch auszusäen, läßt man die Samen in lauwarmen Wasser über Nacht vorquellen. Anschließend gießt man das Wasser ab, wickelt die Samen in ein feuchtes Tuch und steckt es in eine Plastiktüte. Diese legt man dann für etwa 60-70 Tage in den Kühlschrank. Nach dieser Zeit, nimmt man die Samen heraus, legt sie über Nacht nochmals in warmes Wasser und sät Tags drauf in Aussaatkisten aus. Saattiefe ca 1cm. Mischen Sie unter die Aussaaterde, 1/3 Sand. Stellen Sie das ganze im warmen Gewächshaus oder auf einer Fensterbank bei etwa 20-25°C auf. Nach 3 bis 4 Wochen beginnt die Keimung, die bis zu 3 Monate lang anhalten kann. Kapern keimen sehr unterschiedlich. Während der ganzen Keimzeit, darf das Substart nicht austrocknen. Wenn die Keimlinge etwa 5-10cm groß sind, können sie einzeln in ca 20cm Töpfe umpikiert werden. Größte Vorsicht ist bei den Wurzeln geboten. Kapern reagieren sehr schlecht auf verletzte Wurzelwerke. Die getopften Pflanzen langsam an die Aussenbedingungen gewöhnen und das erste Jahr nur im Topf kultivieren. Erst nach einer Überwinterung im Haus oder im warmen Gewächshaus, werden sie an Ort und Stelle im Freiland ausgepflanzt, oder weiterhin in einem größeren Topf kultiviert. Für Stecklinge zu gewinnen, schneidet man krautige Stecklinge im Frühjahr / Sommer und bewurzelt sie unter "gespannter Luft". "Gespannte Luft" erreicht man durch auflage einer Folie über den Stecklingen. Die Bewurzelung dauert meist recht lange. Man sollte die Stecklinge frühestens nach 1 Jahr erst auspflanzen. Obwohl Kapern mehrjährig sind, müssen sie bei uns über Winter im Haus oder im warmen Gewächshaus überwintert werden. Kapern nur sehr selten und wenig beschneiden. Junge Pflanzen brauchen in den ersten Jahren etwas mehr Wasser als ältere Exemplare. Leichte Düngung ist ausreichend.
Verwendung:
Verwendet werden die unreifen Blütenknospen der Kapern, kurz vor dem aufblühen. Die Knospen werden gepflückt solange sie noch fest geschlossen sind. Anschließend müssen sie im Schatten getrocknet werden und dann in eine Mischung aus Öl, Salz und Essig für ca 3 Monate eingelegt werden. Kapern werden als Gewürz oft bei Pizza und Pasta verwendet. Aber auch bei Königsberger Klopse und Lachs werden sie gerne verwendet. Je kleiner die Blütenknospen sind, desto besser. Erst nach dem Kochen den Speisen zugeben. Der Geschmack ist ohne eingelegt worden zu sein, herb und bitter. Sind die Blütenknospen eingelegt worden, schmecken sie salzig und säuerlich.
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Carum bulbocastanum syn. Cuminum nigrum syn. Bunium persicum
Schwarzer Kreuzkümmel
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
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Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der schwarze Kreuzkümmel ist in unserem Klima oft nur bedingt winterfest. In guten Lagen kann er sich aber auch bei uns gut entfalten. Die Pflanze kann Höhen von 30-40cm erreichen. Breitet sich meistens kriechend aus. Im Juni fängt er an zu blühen. Die Blüten stehen in Dolden . Die Blätter sind etwa 10cm lang. In unseren Gegenden immer einen Winterschutz mit Reisigen oder Vlies geben.
Anbau-Informationen:

Verwendung:
Verwendet werden generell die Früchte/Samen des schwarzen Kreuzkümmel. Diese werden meist im Spätsommer, wenn die Pflanze anfängt sich zu verfärben, geerntet. Im Kashmir wird die Wurzel auch als Gemüse gegessen. Die Samen entfalten beim Braten oder Kochen, ihren nussigen Geschmack. Wird für Fleischgerichte und als Würze von Käse benutzt. Er kann gebraten, geröstet oder getrocknet mit Zwiebeln und Hülsenfrüchten verwendet werden.
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Chrysanthemum balsamita Syn. Tanacetum balsamita
Balsamkraut; Frauenminze; Marienblatt
Asteraceae/Korbblütler
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Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Das Balsamkraut ist eine robuste, ausdauernde Staude, die große Horste bildet. Sie erreicht Höhen von bis zu 150cm, je nch Standort. Bildet kräftige Wurzeln aus. Die Rhizome liegen etwas über dem Boden und neigen zum wuchern. Blüht von etwa Mai bis Juli mit weißer bis gelb-grüner Farbe, die aber recht unscheinbar und klein in doldigen Rispen erscheinen. Die Stengel sind flaumig behaart und haben lederartige, blau-bis silbergrüne Blätter von länglicher bis eiförmiger Form. Diese können bis ca 20cm lang werden und sind am Rand gekerbt oder gesägt.
Anbau-Informationen:
Das Balsamkraut benötigt einen frischen und humosen Boden in sonniger bis leicht schattiger Lage. Die Pflanzabstände betragen etwa 35cm. Balsamkraut ist sehr leicht durch Teilung oder durch Verwendung der Ausläufer zu vermehren. Beide Vermehrungsmethoden werden entweder im Herbst oder im zeitigen Frühjahr angewandt.
Verwendung:
Die Blätter werden zur Blütezeit gesammelt. Die frischen Blätter werden in kleinen Mengen in Salaten oder bei Eierspeisen verwendet. Sie können aber auch getrocknet zu anderen Speisen als Gewürz gereicht werden, zB: Fleischgerichte, Gemüse, Salate und Pfannkuchen. Die Blätter kann man aber auch sehr gut zum würzen von alkoholischen Getränken und von Tee´ s verwenden. Sparsam verwenden, denn das Aroma ist recht intensiv nach zitrone-minze.
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Chrysanthemum coronarium
Speise-Chrysantheme; Salat-Chrysantheme
Asteraceae/Korbblütler
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Speise-Chrysantheme ist eine einjährige Pflanze. Sie kann je nach Sorte Höhen von bis zu 80cm erreichen. Bildet große krautige Pflanzen. Die Blätter sind fleischig und tiefgezähnt. Die Blüten erscheinen von Juni bis September. Sie sind groß und meistens haben sie eine gelbe Farbe.
Anbau-Informationen:
Die Speise-Chrysantheme wird ca ab Mitte März bis Ende April und von Ende Juni bis Mitte Juli ausgesät. Dazu sät man in Aussaatkisten, die mit Anzuchterde gefüllt sind aus und pikiert später kleine Töpfe. Das ganze stellt man im warmen Gewächshaus oder auf einer Fensterbank auf. Gepflanzt wird ab Anfang Mai unter Vlies oder Lochfolien. Ab Mitte Mai bis Mitte August kann man ohne Abdeckung ins Freiland pflanzen. Gegen Herbst sollte man jedoch ausgepflanzte Speise-Chrysanthemen wieder mit Vlies oder Lochfolie schützen. Es wird in Abständen von ca 40 x 40 cm gepflanzt. Man kann die Speise-Chrysantheme auch auf dem Balkon in einem großen Topf kultivieren. Heißes Wetter macht die Blätter bitter. Daher während den Sommermonaten nicht für den Verzehr kultivieren. Evtl. schattieren wenn es zu heiß wird. Temperaturen über 25° wirken sich ungünstig aus. Sonnige aber nicht zu warme Standorte mit feuchter, nährstoffreicher Erde werden bevorzugt. Kompost kann als Düngergabe verabreicht werden. Wenn die Pflanzen ca 20cm hoch gewachsen sind, kann man sie ohne Schwierigkeiten durch einfaches Abbrechen beernten. Sie bilden schnell neue Seitentriebe aus.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter und Blüten der Speise-Chrysantheme. In Japan werden die Speise-Chrysanthemen gerne als Blattgemüse gegessen zu Fisch oder als Salat.
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Cymbopogon citrotus
Zitronengras
Poaceae/Echte Gräser
Mehrjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Mehrjährige aber bei uns nicht winterfeste Pflanze. Bildet Horste mit breiten, grasähnlichen Blätter aus.
Anbau-Informationen:
Das Zitronengras kann entweder vegetativ durch Teilung der Horste vermehrt werden, oder generativ durch die Aussaat. Die Aussaat sollte erst im späten Frühjahr erfolgen. Leider blühen kultivierte Pflanzen selten und die Bildung von Samen ist noch seltener. Die Teilung der Horste erfolgt meist im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Zitronengras benötigt viel Sonne, Wärme, Dünger und Wasser. Da die Pflanzen bei uns nicht winterfest sind, müssen sie im Haus oder im geheizten Gewächshaus hell und mässig warm bei etwa 5-10ºC überwintert werden. Über den Winter nur wenig wässern.
Verwendung:
Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter des Zitronengras. Die unteren Blattenden befreit man von den Hüllen und läßt sie ungeschnitten in den Speisen mitkochen. Entweder nimmt man später die Blätter im ganzen heraus oder man schneidet sie klein und führt sie den Speisen wieder zu. Die Blätter können als Gewürz für zahlreiche Fleischspeisen verwendet werden, oder man bereitet Tee mit ihnen zu. Bei der Lebensmittelherstellung, wird das Zitronengras oft auch genutzt um Erfrischungsgetränke, Süßigkeiten und anderes zu aromatisieren.
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Carum carvi
Kümmel
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Zweijährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Kümmel ist eine zweijährige Pflanze. Durch Züchtungen, gibt es aber auch heutzutage eine Reihe von einjährigen Sorten auf dem Markt. Diese sind zarter und kleiner und bilden auch kleinere Früchte aus. Im Gegensatz zum zweijährigen Kümmel, ist der einjährige nicht winterfest. Die Stengel sind glatt und die Blätter sind doppelt bis dreifach gefiedert. Beim zweijährigen Kümmel, erscheint das erste Jahr nur eine winterfeste Blattrosette. Erst im Folgejahr erscheinen die Blüten die weiß-rosa sind und von Mai bis Juni blühen. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30-120cm je nach Standort. Bildet eine dicke Pfahlwurzel aus, die tief in den Boden eindringt und dabei kaum Verästelungen aufweist. Bervorzugt werden Wiesen und Weiden die nahrhaft sind.
Anbau-Informationen:
Kümmel wird direkt ins Freiland ausgesät, von Mitte März bis Anfang Mai oder von Ende Juli bis Anfang August. Einjährige Sorten sollen so früh wie möglich ausgesät werden. Eine Aussaat im Sommer ist hier nicht möglich. Es wird in Reihen mit ca 20-30cm Abstand gesät. Man kann zwar auch breitwürfig säen, doch erschwert dies die Unkrautbekämpfung erheblich. Pro laufenden Meter sollte man etwa 50 Korn säen. Man sät dünn oder muß später auf ca 10-15cm Abstand in der Reihe vereinzeln. Da Kümmel ein Lichtkeimer ist, darf das Saatgut nicht mit Erde abgedeckt werden. Ein leichtes andrücken der Erde reicht aus. Die Keimdauer erstreckt sich bis zu drei Wochen wenn die Temperaturen zwischen 5 und 20ºC liegen. Kümmel ist sehr anspruchlos und wächst selbst in rauhen Lagen. Bevorzugt wächst er aber in tiefgründigen, nährstoffreichen und kalkhaltigen Böden, die keine Staunässe aufweisen. Die Lage sollte sonnig bis halbschattig sein. Leichte Kompostgaben reichen als Düngung meist aus. Das Kraut kann im ersten Jahr schon geerntet werden. Kümmelsamen, da die meisten Sorten zweijährig sind, erst im darauf folgenden Jahr. Die Samenkörner werden geerntet, wenn sich die Dolden braun färben und der Samen reif ist. Dies ist meist um die Zeit Ende Juni bis Anfang Juli. Sie ganzen Pflanzen werden dann abgeschnitten und im Schatten getrocknet. Die Samen fallen recht schnell aus und man sollte eine Folie oder Zeitungen darunterlegen zumspäteren aufsammeln. Wenn der Samen ganz getrocknet ist, wird er aus den Dolden gedroschen und in einem verschließbaren Behälter aufbewahrt.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter und die Samenkörner des Kümmel. Kümmel schmeckt zu Brot, Sauerkraut, Kohlgemüse, Wild, Geflügel, Kartoffeln, Eintopf, Hammel- und Kaninchenfleisch, Wurst, Käse, Salaten, Suppen und Quark. Die Würzkraft ist am stärksten, wenn er zermahlen wird. Die jungen Blätter können auch als Salatwürze verwendet werden. Kümmel wird bei Magen-Darm Reizungen auch als Tee eingenommen.
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Coriandrum sativum
Blattkoriander; Chilantro
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
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Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Blattkorinader ist eine einjährige, schnellwachsende Pflanze die 30 bis 50cm hoch wird. Sie wird in zwei Varietäten aufgeteilt. Die Varietät "Vulgare" wird als südländische Herkunft mit hellen Farben bezeichnet. Die Varietät "Microcarpum" wird als deutsche Herkunft mit dunkler Farbe und höherem Ölgehalt bezeichnet. Die Blüten sind weiß oder rosa und blühen von Juni bis Juli und sitzen in langgestielten Doppeldolden. Stengel sind fein gerillt und sind ästig verzweigt. Wo hingegen die Wurzel nur wenig verzweigt und dünn ist. Die Früchte, Wurzeln und Blätter riechen in unreifem Zustand unangenehm.
Anbau-Informationen:
Die Aussaat erfolgt ab Ende März bis Anfang Mai direkt ins Freiland. Oder als Herbstaussaat etwa Mitte August. Nur bei frühen Aussaatterminen reifen die Samen aus. Auf eine Vorkultur der Pflanzen sollte verzichtet werden, da durch den Verpflanzungsschock, die Pflanzen zu früh in die Blühphase eintreten würden. Es können mehrere Folgesaaten ca alle 4 Wochen folgen. Es wird dünn in Reihen mit ca 20 bis 60cm Abstand ausgesät. In der Reihe vereinzelt man später auf etwa 5 bis 20cm. Die Pflanze ist ein Dunkelkeimer und die Samenkörner müssen vollständig mit Erde bedeckt sein. Saattiefe zwischen 1-3cm. Keimdauer um die 10-14 Tage. Saatbeet sorgfältig und feinkrümmelig herrichten, damit das Auflaufen der Samen schnell und einheitlich erfolgt. Während warmen Perioden reichlich wässern und düngen. Bei heißer Witterung schoßt das Kraut dennoch schnell. Häufiger Schnitt, fördert das Wachstum. Braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort in geschützten Lagen. In rauhen Lagen reift der Blattkoriander meist nicht aus.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter und Samen des Blattkorianders. Die ausgereiften Samen verwendet man als Gewürz oder als Tee. Diese werden nachgetrocknet und bei Bedarf frisch zermörsert. Die Blätter werden vor der Blüte geerntet und können wie Petersilie eingesetzt werden. Blattkoriander ist ein Bestandteil verschiedener Liköre und wird bei verschiedenen Soßen, Bohnengerichten, Lebkuchen, Wursten; Gurken, Kompott und Broten als Gewürz eingesetzt.

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