Kräuteranbau:

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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Ysop
Johanniskraut

Hyssopus officinalis
Ysop
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Teils Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Pflanze ist ein mehrjähriger Halbstrauch und wird bis zu 50cm hoch. Die Blätter sind klein und länglich-spitz. Die Stängel sind gerade und nur spärlich behaart. Die Blüten erscheinen von Juli bis Oktober und haben eine violette, manchmal aber auch eine rosarote oder weiße Blütenfarbe. Die Pflanze besitzt Öldrüsen ist im unteren Teil verholzt und ist stark aromatisch. Bervorzugt werden Trockenwiesen und sonnige felsige Hänge und Mauern.
Anbau-Informationen:
Der Ysop kann entweder durch Aussaat oder durch Teilung und Stecklinge vermehrt werden. Als Vorkultur wird er von Mitte März bis Ende Mai in Aussaatkisten im geheizten Gewächshaus oder der Fensterbank ausgesät. Sobald die Keimlinge groß genug sind, nimmt man einige Keimlinge als kleine Büschel zusammen und pikiert diese in ca 9-10cm Töpfe. Ab Ende Mai werden sie im Freiland auf ca 30x30cm oder 40x50cm Abstand ausgepflanzt. Man kann aber auch von Mitte Mai bis Ende Mai direkt ins Freiland aussäen. Dazu sät man etwa 50 Korn pro laufenden Meter in Reihen von etwa 30cm Abstand. Später wird innerhalb der Reihen auf etwa 25-30cm Abstand vereinzelt. Die Keimdauer beträgt je nach Temperatur zwischen 7 und 21 Tagen. Die Teilung erfolgt entweder im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Dazu gräbt man die Pflanze aus, zerteilt sie mit dem Spaten in mehrere kleinere Pflanzen und setzt diese direkt an den gewünschten Standort. Die Vermehrung durch Stecklinge erfolgt über den Sommer hinweg. Dazu schneidet man am besten etwa 5-7cm lange Kopfstücke, entfernt die untersten Blätter und steckt die Stecklinge in ein nährstoffarmes Substrat unter "gespannter Luft". Die "gespannte Luft" erreicht man durch auflage einer Plastikfolie. Nach dem ersten Ernteschnitt, sollte man eine leichte Stickstoffdüngung vornehmen, damit das Wachstum beschleunigt wird. Ysop braucht einen sonnigen Standort. Besonders in rauhen Lagen benötigt der Ysop einen Winterschutz aus Reisigen oder aus Vlies, damit er nicht erfriert. Im Frühjahr sollte man die Pflanzen zurückschneiden, damit sie schön buschig wachsen und bleiben.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter und Triebspitzen des Ysop kurz vor oder bis zur Blüte. Wird gebraucht als Gewürz für Fleisch, Salate, Suppen, Soßen, Kräuterquark, Ragout, Kartoffeln, Rouladen und Fleischsalate. Ebenso kann man ihn für Tee und zur Likörherstellung benutzen. Bei günstiger Witterung kann man einen zweite Ernte im Herbst durchführen. Ysop sollte nie mitgekocht werden, da er sonst sein Aroma verliert. Erst immer ganz zum Schluß den fertigen Speisen zugeben. Er kann aber durch Einfrieren oder Eilegen in Öl gut aufbewhrt werden. Eine Trocknung ist zwar möglich, doch verliert er hierbei einen Teil seines Aromas.
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Hypericum perfoliatum
Johanniskraut
Hyperiacaceae/Johanniskrautgewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Obwohl das Johanniskraut mehrjährig ist, wird es oft nur zweijährig kultiviert. Bildet krautartige und ausläuferbildende Pflanzen aus, die Höhen von 30-90cm erreichen. Die Blüten haben eine schöne gelbe Farbe und erscheinen je nach Witterung von Juni bis September. An den Blüten findet man kleine helle Punkte, welche die ätherischen Öle enthalten. Der Stengel ist reich verzweigt und zweikantig. Die Blätter sind gegenständig angeordnet. Wächst auf fast allen durchlässigen Böden.
Anbau-Informationen:
Das Johanniskraut kann man entweder direkt ins Freiland säen, oder durch vorkultivieren oder Kopfstecklinge, vermehren. Die Direktaussaat ist relativ unsicher, da die Samenkörner je nach Herkunft eine Keimruhe von mehreren Monaten haben können. Diese Keimruhe kann durch Methoden wie Stratifizierung oder Vorquellen gebrochen werden, dennoch ist der Samen den Wetterbedingungen im Freiland über eine längere Zeit ausgesetzt. Will man dennoch direkt aussäen, so erfolgt dies im Herbst (Oktober) oder im zeitigen Frühjahr von Februar bis März in Reihen von etwa 40-50cm Abstand. Eine spätere Dirktsaat bis in den Juni hinein ist möglich, doch blüht das Johanniskraut dann erst imdarauf folgenden Jahr. Da es ein Lichtkeimer ist, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Ein leichtes andrücken genügt. Wegen der langen Keimdauer, empfiehlt es sich den Boden mit Folien abzudecken. Besser ist die Vorkultur der Pflanzen. Dazu sät man ab Anfang Februar stratifiziertes oder vorgequollenes Saatgut in Aussaatkisten aus. Nicht mit Erde bedecken, da Lichtkeimer. Ein leichtes andrücken der Samenkörner genügt. Optimale Keimtemperaturen liegen zwischen 20 und 25ºC. Wechseltemperaturen beschleunigen die Keimung. Wenn die Keimlinge groß genug sind, pikiert man sie einzeln in Töpfe von ca 8cm. Man kann auch einige Keimlinge zusammen als kleine Büschel in Töpfe pikieren, jedoch ist dies wegen der schnellen Krankheitsanfälligkeit des Johanniskrautes nicht empfehlenswert. Pflanzen gut abhärten und kurz vor der Pflanzung ab Mitte April, leicht mit einem Flüssigdünger düngen. Es wird in Reihen von ca 40 bis 50cm gepflanzt. In den Reihen Abstände von etwa 25-30cm einhalten. Zur schnellen Vermehrung ausgesuchter Pflanzen, die besondere Eigenschaften haben und deren Nachkommen über die Aussaat sich aufspalten könnten, kann man von diesen Mutterpflanzen auch Kopfstecklinge schneiden. Dazu schneidet man etwa 5cm lange Triebspitzen, entfernt die untersten Blätter und taucht den unteren Teil in ein Bewurzelungspuder. Dann in ein nährstoffarmes Substrat unter "gespannter Luft", die durch Folienauflage erreicht wird, stecken. Eine Bodenheizung sowie Anzuchttemperaturen von 20-25 ºC sind förderlich für die Bewurzelung. Nach der Bewurzelung die Stecklinge zurückschneiden, was der Bestockung förderlich ist. Die Anzucht dauert etwa 6 Wochen. Die Pflanzen sollen gut abgehärtet sein ehe sie ausgepflanzt werden. Es sind dieselben Abstände wie bei der Vermehrung durch Samen einzuhalten. Sonnigen Standort auswählen. Saat- und Pflanzbeete sind im Herbst durch pflügen und im Frühjahr durch fräsen gut vorzubereiten.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter und Blüten des Johanniskrautes wenn sie in voller Blüte stehen. Dazu schneidet man die Triebe ab, bündelt sie und hängt sie dann zum trocknen, kopfüber an einen schattigen und trockenen Ort auf. Sie werden nach dem Trocknen als Tee verwendet.

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