Kräuteranbau:

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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Gartenkresse
Liebstöckel
Lorbeerstrauch



Lepidium sativum
Gartenkresse
Brassicaceae/Kreuzblütler
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Einjährige, krautartige Pflanze, die einen scharfen Gesckmack hat. Gartenkresse gibt es in vielen Formen und Variationen. Es gibt Formen mit krausen, glatten und mossblättrigen Blättern die meist von hellgrüner Farbe sind. Es gibt auch Variationen mit panaschierten Blättern. Kann Höhen von bis zu 50cm je nach Sorte erreichen. Die Stengel sind Kahl und dünn. Bildet kleine weiße Blüten aus, die von Juni bis September blühen.
Anbau-Informationen:
Die Gartenkresse ist leicht und schnell binnen 6-10 Tagen zu kultivieren. Sie wird in Folgesätzen, alle 10 Tage, im Garten, im Gewächshaus oder auf dem Balkon entweder direkt in Erde ausgesät oder in kleine Schälchen, welche mit Anzuchterde, Holzspäne, Sägemehl oder Steinwollmatten gefüllt sind, gesät. Egal welches Substrat man wählt, es muß stets feucht gehalten werden. Das Saatgut kann entweder direkt oder nach einigen Stunden vorquellen lassen in lauwarmen Wasser, gesät werden. Man verwendet ca 120-150 gr Saatgut pro m². Das Saatgut nicht mit Erde abdecken, da die Gartenkresse ein Lichtkeimer ist. Damit das Saatgut gleichmäßig keimt und damit sich die Hülsen der Samenschalen besser lösen, kann man 2-4 Tage lang die Aussaat mit einem schweren Brett oder ähnlichem beschweren. Danach muß die Beschwerung aber abgenommen werden, damit die Gartenkresse genügend Helligkeit bekommt. Im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank ist eine Aussaat das ganze Jahr möglich. Im Freiland oder auf dem Balkon sät man von ca Mai bis Mitte September. Die Reihenabstände liegen um ca 15cm. Die Gartenkresse kann 30-50 cm hoch werden. Sie wird aber normalerweise um eine Höhe von ca 7-10 cm herum dicht über der Erde abgeschnitten und verwendet. Gartenkresse wächst am besten auf mageren Böden in sonniger bis sogar schattiger Lage. Pflegeleicht, nur gelegentlich wässern, aufharcken und Unkraut entfernen.
Verwendung:
Geerntet werden die Blätter der Gartenkresse am besten vor der Blüte. Sie finden roh und frisch Verwendung als Salat, als Brotbelag oder als Beilage zu anderen Speisen wie Omletts, Fisch- und Fleischgerichte, in Suppen, und Eiersalaten. Sie dienen auch zur Verfeinerung von Soßen, Kräuterbutter und zum Garnieren. Nicht mitkochen und keine anderen Kräuter dazugeben, da sie vom starken Eigengeschmack der Gartenkresse überdeckt werden.
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Levisticum officinale
Liebstöckel
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Liebstock ist eine mehrjährige, krautartige Staude, die Höhen von bis zu 200cm erreichen kann. Bildet glatte, röhrenförmige aufrecht wachsende Stengel. Die Pflanze kann recht breit ausladend wachsen. Die Blätter sind ahornblattähnlich, gezackt und sind hell- bis dunkelgrün gefärbt. Die Blüte erscheint im Juli / August in Dolden mit gelber Farbe. Steht am liebsten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerem, leicht feuchtem und nahrhaften Boden. Staunässe ist zu vermeiden. Über den Winter sterben die oberirdischen Pflanzenteile alle ab.
Anbau-Informationen:
Liebstock sät man entweder direkt ins Freiland aus oder man kultiviert Pflanzen vor. Ebenso kann man die Pflanze teilen. Die Direktaussaat erfolgt im Frühjahr von Anfang April bis Ende Mai oder im Herbst von Mitte August bis Mitte September direkt ins Freiland entweder breitwürfig oder in Reihen. Keimdauer liegt um die 10 bis 20 Tage. Die Keimkraft der Samenkörner läßt schnell nach. Die Aussaattiefe beträgt ca 2-3 cm. Wenn die Pflanzen ca 10-15 cm groß sind, verpflanzt man sie im Abstand von ca 50x100 cm. Man kann auch Pflanzen vorkultivieren und später pflanzen. Dazu sät man ab Anfang / Mitte März  bis Mitte Mai 1-2 Korn direkt in kleine Töpfe aus. Man belässt später nur die schönste Pflanze im Topf. Ab Anfang / Mitte Mai an können die Pflanzen im Abstand von ca 50x100 cm ausgepflanzt werden. Man kann aber auch schöne Pflanzen teilen. Diese werden im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr ausgegraben, und mit dem Spaten in kleinere Teile zerteilt. Wichtig ist, daß jedes Teil eine nicht beschädigte Triebspitze braucht. Nach dem Teilen, direkt an den neuen Standort auspflanzen. Abstände wie bei der Aussaat. Meist pflanzt man nur 1-2 Pflanzen, da bereits eine Staude den Bedarf einer Familie deckt, und eine mehrjährige Ernte möglich ist. Er sollte stets gut gewässert werden, da er Trockenheit nicht verträgt. Braucht reichlich Kompost. Im August meist nochmal nachdüngen. Gelegentlich durchdringend wässern, aufharcken und Unkraut jäten. Zum würzen können frische junge Blätter laufend geerntet werden. Die Blütenstengel herausschneiden wenn man durchgehend Blätter ernten möchte.
Verwendung:
Verwendet werden die frischen jungen oder getrockneten Blätter, der Stengel, die Wurzel, aber auch der Samen des Liebstock. Da Liebstock eine starke Würzkraft hat, sollte er nur sparsam verwendet werden. Am besten ist es wenn man ihn mitkocht. Als Rohkost ist er ungeeignet. Verwendung findet er zum Würzen von Suppen, Soßen, Fleischgerichten, Fisch, Gemüse, Eintöpfen, und Geflügel. Sparsam verwendet verfeinern einige frische Blätter Salate und Quark. Die Blätter lassen sich sehr gut mitkochen, jedoch verlieren sie ihre Farbe dabei. Wenn man die unteren Stiele bleicht, kann man diese wie Bleichsellerie zubereiten. Der Liebstock kann getrocknet und eingefroren werden. Zum trocknen der Blätter sollten diese nur vor der Blüte geerntet werden. Oder man legt die Blätter in Öl oder Essig ein. Ab dem zweiten oder dritten Jahr kann man die Wurzel ab September auch verwenden. Dazu werden sie gut gewaschen, geschält, fein gehackt oder längs halbiert und getrocknet. Anschließend die getrocknete Wurzel fein zermahlen und zum würzen verwenden. Die getrockneten Samen können auch zum Würzen verwendet werden.
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Laurus nobilis
Lorbeerstrauch
Lauraceae/Lorbeergewächs
Mehrjährig   &   Teilweise Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Immergrüner und langlebiger Strauch, der nur langsam wächst. Kann in den Herkunftsländern bis zu mehreren Metern hoch werden. Solche Exemplare gibt es nur sehr selten bei uns. Durch Schnittmaßnahmen kann man die Höhe aber sehr gut regulieren. Die Blätter sind kurzgestielt und lanzettförmig. Sie haben eine glänzende, ledrige Oberfläche und können bis zu 10cm lang werden. Bildet unscheinbare Blüten im Mai bis Juli. Diese haben eine weiß-gelbliche Färbung. Ungeschnittene weibliche Pflanzen bilden im Sommer glänzende schwarze Beeren aus, die wie die Blätter ebenfalls zum Würzen verwendet werden können.
Anbau-Informationen:
Den Lorbeerstrauch kann man durch Saatgut, oder Stecklinge vermehren. Das Saatgut keimt relativ schnell. Man sollte in ein Substart aus Sand, Erde und Torf aussäen. Stecklinge von etwa 10-15cm Länge, werden entweder im August / September halbreif, geschnitten und in sandiger Erde bei etwa 20ºC bewurzelt. Oder durch Kopfstecklinge die vom Frühjahr bis Sommer geschnitten werden. Bis sich Wurzeln entwickeln, kann es oft mehrere Wochen dauern. Am besten hält man die Pflanze in Kübeln. Diese nur mäßig feucht halten aber der Wurzelballen darf nie ganz austrocknen. Von April bis September soll man einmal pro Woche düngen. Nach etwa 10 Jahren sollte man Pflanzen im Topf umtopfen. Die Pflanzen können problemlos zurückgeschnitten werden. Man sollte die Äste aber einzeln schneiden, denn durchtrennte Blätter bekommen einen eingetrockneten Rand. Schneidarbeiten kann man im März oder Juni durchführen. Die Erde sollte humos und nährstoffreich sein und der Standort sonnig bis halbschattig sein. Das Überwintern ist problemlos. Man kann in einem Keller oder Garage bei 3-5ºC und weitgehend trocken, am besten hell überwintern. Dunkle Orte sind aber auch möglich. Im Frühjahr langsam an die Sonne gewöhnen. Da die Pflanze Temperaturen von bis zu -8ºC übersteht, räumt man ihn erst ein, wenn Dauerfrost oder tiefer Minusgrade herschen. Gelegentliches Abbrausen mit einem scharfen Wasserstrahl im Sommer.
Verwendung:
Verwendet werden die 1-2-jährigen Blätter und die Früchte des Lorbeerstrauches. Die Blätter am besten vor oder nach einer Wachstumsphase ernten, also entweder im Frühjahr oder Herbst. Die frischen oder getrockneten Blätter finden bei Bratensoßen, Fleischbrühen, Marinaden, Eintöpfen, Gemüsesuppen, Fisch- und Fleischgerichten, Sauerbraten, Sauerkraut, Ragout, Gulasch und sauren Gurken, Verwendung. Frische Blätter sind aromatischer aber auch bitterer als getrocknete. Da ihr Aroma nur langsam auf das jeweilige Gericht übergeht, sollten Lorbeerblätter mitgekocht werden oder bei kalten Speisen die Möglichkeit haben lange "durchziehen" zu können. Vor dem servieren werden sie aus den Speisen aber wieder entfernt. Früchte kann man zB: bei Wildgerichten, einige wenige, dazugeben.

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