Kräuteranbau:

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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Goldmelisse; Indianernessel
Süßdolde; Myrrhenkerbel
Pfefferminze
Zitronenmelisse
Echte Kamille



Monarda didyma
Goldmelisse; Indianernessel
Labiatae/Lippenblütler
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Pflanzen-Beschreibung:  
Die Goldmelisse gibt es in mehreren Zuchtsorten bezw. Auslesen. Pflanze bildet Minzenähnliche Ausläufer und hat Blütenköpfe mit großen, roten Zungenblüten. Blüht vom Frühsommer bis Herbst. Benötigt einen feuchten Boden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Anbau-Informationen:
Die Vermehrung kann durch Saatgut oder pflanzen der Ausläufer erfolgen. Bei der Aussaat, können aber Pflanzen mit unterschiedlichen Blütenfarben entstehen. Es ist daher ratsam, nur vegetativ über die Ausläufer die die Pflanze bildet, zu vermehren.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter und die Blüten der Goldmelisse. Die Blätter werden hauptsächlich genutzt um Tee herzustellen. Als Heilpflanze wird sie wie die Zitronenmelisse genutzt.
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Myrrhis odorata
Süßdolde; Myrrhenkerbel
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
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Ohne Foto 320x240
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die mehrjährige Süßdolde kann 50-120cm hoch werden. Sie hat ein weichhariges und zartes Laub was hellgrün scheint. Der Stengel ist hohl und gefurcht. Sie besitzt eine dicke Pfahlwurzel mit einem weißen Fleisch. Ihre kleinen Blüten erscheint ungefähr im Juni / Juli in Dolden. Blühfarbe weiss. Die Samenkörner sind etwa 2cm lang und haben eine dunkelbraune Farbe.
Anbau-Informationen:
Die Süßdolde ist ein Kaltkeimer. Daher wird sie schon im Herbst auf Freilandbeete direkt ausgesät. Ein sehr zeitiges aussäen im Frühling ist aber auch noch möglich. Nur sehr dünn mit Erde abdecken. Später die Pflanzen auf Abstände von ca 40x50cm oder 50x50cm auseinander pflanzen. Eine Vermehrung durch Wurzelteilung im Herbst oder zeitigen Frühjahr ist auch möglich. Die Süßdolde benötigt einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Standort in feuchter Erde. Winterschutz ist in machen Regionen empfehlenswert. Die Pflanze ist recht pflegeleicht. Gelegentliches wässern, aufhacken und Unkraut jäten sind zu erledigen. Damit der Geschmack der Blätter erhalten bleibt, sollte man die erscheinenden Blütendolden abschneiden.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter, die Wurzeln und die Samenkörner der Süßdolde. Blätter werden frisch verwendet bis zur Blütenbildung. Sie werden kleingehackt in Suppen, Salaten, Soßen, Eintöpfen, Kohlgerichten und Omlets verwendet. Die Wurzeln werden im Herbst ausgegraben und als Gemüse gekocht, als Tee aufgebrüht oder roh gegessen. Die Blätter und Wurzeln können aber auch getrocknet werden, wobei sie jedoch einen Großteil ihres Aromas verlieren. Das einfrieren ist idealer. Die 2-3cm großen und süßen Samenkörner können grün gegessen oder in Obstsalaten, Süßspeisen und Marmeladen verwendet werden. Man kann sie auch als guten Ersatz für Anis gebrauchen. Ihr Geschmack ist am stärksten, wenn sie noch nicht ganz reif sind.
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Mentha x piperita
Echte Pfefferminze; Pfefferminze
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Echte Pfefferminze ist eigentlich ein Artbastard, der  aus der Grünen Minze und der Bachminze entstanden ist.  Eine generative Vermehrung über Aussaat ist somit nicht möglich. Samen sind oft zu 3/4 steril und der Rest spaltet sich meist auf. Die echte Pfefferminze ist eine Langtagpflanze, die unter Kurztagbedingungen vorwiegend Ausläufer bildet und unter Langtagbedingungen Blattmasse bildet und blüht. Mehrjährige, krautartige Pflanze, die sich schnell ausbreitet. Wurzelt flach und bildet zahlreiche ober- wie unterirdische Ausläufer die Stolonen genannt werden. Das Wuchern der Pflanze durch ihre Ausläufer kann man eindämmen, indem man sie mit Töpfen oder in Eimern mit Bodenlöchern einpflanzt. Ebenso kann man rundherum Bretter oder sonstiges um die Pflanze in den Boden einlassen. Bei allen Methoden, den Rand ca 5cm über der Erde belassen. Die Pflanzen werden zwischen 30 und 80cm hoch. Blütezeit von Juli bis September. Die Blüten erscheinen in endständigen Ähren und haben Farben von rosa bis lila. Die Stengel sind kahl und nur wenig verzweigt. Die Blätter sind gegenständig angeordnet und haben eine länglich bis lanzettförmige Form. Am Rande sind sie grob gezähnt.
Anbau-Informationen:
Die Echte Pfefferminze kann nur vegetativ über Teilung, Stecklinge und Stolone vermehrt werden. Eine vegetative Vermehrung durch Stecklinge, von schönen, gesunden und wüchsigen Pflanzen von der echten Pfefferminze können im Frühjahr ab April bis Anfang Mai von angetriebenen Mutterpflanzen gewonnen werden. Man schneidet etwa 8cm lange krautige Stecklinge,entfernt die untersten Blätter und taucht das Ende in ein Bewurzelungshormon ein. Dann steckt man in ein nährstoffarmes Substrat im Abstand von etwa 4x4cm. Durch auflegen einer Folie wird "gespannte Luft" erzeugt die die Bewurzelung fördert. Nach etwa 4 Wochen sind die Stecklinge ausreichend bewurzelt und können ab Mitte Juni im Abstand von etwa 50x30cm ausgepflanzt werden. Man kann aber auch durch die Ausläufer die sogenannten Stolonen die Echte Pfefferminze vermehren. Dazu werden die Stolonen im Herbst von Hand gerodet und in etwa 10-20cm lange Stücke zerteilt. Jedes Stück sollte mindestens 3 bewurzelte Knoten aufweisen. Die gewonnenen Stolonen werden bis Mitte Oktober in ca 10cm tiefe Furchen lückenlos abgelegt und mit Erde bedeckt. Ein leichtes festtreten oder walzen, fördert das Anwachsen. Leider können auch Viruserkrankungen mit übertragen werden. Daher sollte man nur gesunde und wüchsige Pflanzen vermehren.
Andere Minzen-Arten als die echte Pfefferminze können aber auch durch Aussaat vermehrt werden. Für die Aussaat anderer Minzen-Arten wird ab Mitte März bis Ende Mai in Aussaatkiste, die mit Anzuchterde gefüllt sind und im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank vorkultiviert werden. Man pikiert später in kleine Töpfe. Der Samen darf nicht mit Erde bedeckt werden, da die Minzen generell Lichtkeimer sind. Ein leichtes andrücken der Erde genügt. Die Keimzeit beträgt in der Regel 10-21 Tage. Ab Mitte Mai bis ca Mitte Juni wird ins Freiland im Abstand von 50x30cm oder 60x40cm ausgepflanzt. Da die Pfefferminze mehrjährig ist, kann man über mehrere Jahre hinweg an ihr ernten. Man sollte dies bei der Standortwahl berücksichtigen. Alle 3-4 Jahre sollten die Wurzelstöcke durch Teilung erneuert werden. Pfefferminze sollte einen sonnigen, nährstoffreichen, nicht zu trockenen Standort erhalten. Zuviel Dünger vermindert das Aroma. Halbschatten wird aber auch noch gut vertragen. Man kann einzelne Pflanzen auch auf dem Balkon in großen Töpfen halten. Dort sollte man aber über Winter, die gesamte Pflanze vor Frost schützen.
Verwendung:
Verwendet werden die frischen Blätter vor der Blütenbildung von der Echten Pfefferminze. Sie finden Verwendung zu, Rohkostsalaten, Fisch, Kräutersuppen, Gurken, Soßen, Marinaden, Suppen und als Mintsoße, für zB: Hammelfleisch. Häufig wird aus der Echten Pfefferminze auch ein Tee hergestellt. Die Blätter lassen sich gut trocknen, einfrieren oder in Essig einlegen.
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Melissa officinalis
Zitronenmelisse
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Zitronenmelisse ist eine mehrjährige und robuste Pflanze die recht große Horste bilden kann. Die Blätter haben einen auffälligen zitronenartigen Duft. Sie sind herzförmig und meist am Rande grob und regelmässig gesägt. Die hellbraunen bis weißen Wurzeln liegen recht dicht unter der Oberfläche. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 50-70cm. Die Blüte erscheint meist erst im zweiten Jahr von Juli bis August. Sie ist bläulich-weiß in der Farbe.
Anbau-Informationen:
Die Zitronenmelisse, kann man entweder als Pflanzen vorziehen oder man sät direkt aus Eine Teilung sowie Stecklingsvermehrung ist auch möglich. Um Pflanzen vorzukultivieren, wird ca ab Mitte März bis Ende April in Aussaatschalen, die mit Anzuchterde gefüllt sind, ausgesät. Nach etwa 3 Wochen wird in kleine Töpfe pikiert. Oder man sät gleich einige Korn in kleine Töpfe aus. Das Ganze stellt man in einem warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei etwa 20-25ºC auf. Die Keimdauer der wärmebedürftigen Zitronenmelisse ist mit ca 21-28 Tagen, recht lange. Vor dem auspflanzen sollte man gut abhärten. Die Pflanzung erfolgt ab ca Mitte Mai bis Mitte Juni. Man pflanzt im Abstand von 40x30cm oder 50x40cm. Bei der Pflanzung sollte man eine Startdüngung verabreichen. Für die direkte Aussaat im Freiland, wird von Ende April bis Mitte Mai oder von Anfang August bis Mitte September ausgesät. Bei den späteren Saatterminen kann es zu Auswinterungsschäden kommen. Die Reihenabstände liegen bei 40-50cm. Da die Zitronenmelisse ein Lichtkeimer ist, darf der Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Ein andrücken der Erde mit einer Harcke zB ist ausreichend. Nach Aufgang der Saat wird in der Reihe auf ca 20-30 cm Abstand vereinzelt. Während der Keimung sollte der Samen immer gut feucht gehalten werden. Direktsaat ist aber wegen der langen Auflauf-und Entwickelungsphase durch Verunkrautung oft gefährdet. Daher wird Direktsaat meist nicht angewandt. Die Zitronenmelisse kann aber auch im Herbst oder im zeitigen Frühjahr ausgegraben und mit dem Spaten geteilt werden. Danach auf die obigen Abstände neu einpflanzen. Ebenso kann man durch etwa 5cm lange Kopf- und Teilstecklinge vermehren. Diese werden über Sommer geschnitten. Die untersten Blätter entfernt man, taucht das Ende kurz in ein Bewurzelungshormon ein und steckt die Stecklinge in ein nährstoffarmes Substrat. "Gespannte Luft" durch Auflage einer Folie fördert die Bewurzelung, die meist nach zwei Wochen erfolgt ist. Danach noch etwa 3 Wochen lang abhärten, ehe sie ausgepflanzt werden. Nach dem ersten Schnitt der jungen Triebspitzen, sollte man eine Kopfdüngung verabreichen. Danach kräftig gießen, damit der Dünger keine Verbrennungen an der Pflanze hervorrufen kann. Da die Zitronenmelisse ein Flachwurzler ist, darf nur flach und vorsichtig gehackt werden. Zitonenmelisse sollte einen sonnigen, nicht zu trockenen und windgeschützten Standort bekommen. In humosen und nahrhaften Böden gedeiht sie am besten. Die Zitronenmelisse kann mehrere Jahre beerntet werden, was bei einer Standortwahl zu berücksichtigen ist. Alle 4-6 Jahre sollte die Zitronenmelisse jedoch durch Teilung erneuert werden, da sie sonst zu stark überaltert.
Verwendung:
Geerntet werden, kurz vor der Blüte im Mai-Juni, die jungen Blätter und Triebspitze der Zitonenmelisse. Man sollte am besten immer frisch ernten. Man kann zwar trocknen, in Öl einlegen oder einfrieren, doch ist das Aroma frisch am besten. Sie darf aber nicht mitgekocht werden. Man gibt die Blätter feingehackt erst nach dem kochen, unter die Speisen. Man kann sie zu Kräutersuppen, Soßen, Mayonnaisen, Salate, Quark, Omeletts, Fisch, Marinaden, Fleisch, Eintöpfe, Wild, eingelegten Gurken und Hülsenfrüchte dazugeben. Verbessert von Süßspeisen wie, Bowlen, Obst- und Fruchtspeisen das Aroma.
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Matricaria recutita oder Matricaria chamomilla
Echte Kamille
Asteraceae/Korbblütler
Einjährig   &   Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die meist einjährige Pflanze wird ca 25-60cm hoch und kann gelegentlich auch zweijährig wachsen. Die Blüten sind weiß mit gelben Körbchen. Die Blühdauer ist von Mai bis September. Um beim Sammeln nicht aus versehen die falschen Blüten der Hundskamille oder der Römischen Kamille zu pflücken, sollte man immer vor Johanni-Tag pflücken. Die anderen Sorten blühen in der Regel erst nach Johanni-Tag.
Anbau-Informationen:
Die Aussaat erfolgt ab Anfang April bis ca Mai in Aussaatschalen. Da die echte Kamille ein Lichtkeimer ist, darf der Samen nur sehr wenig mit Erde abgedeckt werden. Am besten aber man drückt den Samen nur leicht ans Erdreich an und hält ihn danach ständig feucht. Später pikiert man einige Keimlinge zu kleinen Büscheln zusammengefasst in kleine Töpfe. Ein auspflanzen erfolgt von etwa Anfang Mai bis Anfang Juni. Pflanzabstände sind ca 40cm Reihenabstand und ca 20cm innerhalb der Reihe. Eine Direktaussaat im Freiland in Reihenabstände von ca 40cm, ist im Mai auch möglich. Man kann aber auch noch im August aussäen. Diese Pflanzen überwintern dann und blühen das Jahr drauf im Juni. Der Boden sollte relativ nährstoffarm sein.
Verwendung:
Geerntet werden die Blüten der Echten Kamille. Diese werden als Tee bei Magenkrämpfe verabreicht. Bei Erkältungen wird er zum Gurgeln oder Inhalieren verwendet. Man kann aber auch ein Kamillendampfbad nehmen. Kalter Kamillentee wirkt kühlend bei Sonnenbrand oder anderen Brandwunden.

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