Kräuteranbau:

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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Brunnenkresse
Katzenminze

Nasturtium officinale
Brunnenkresse; Wasserkresse; Wassersenf
Brassicaceae/Kreuzblütler
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Ohne Foto 320x240
Mehrjährig   &   Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Brunnenkresse ist eine mehrjährige Staude, die in fließenden Gewässern vorkommt. Sie bildet kleine gelblich-weiße Blüten aus die im Mai blühen. Die Stengel sind hohl, rund und besitzen an den Knotenenden meist Wurzeln. Die fleischigen Blätter sind wechselständig, unpaarig gefiedert und haben eine rundliche bis eiförmige Form. Sie haben einen scharfen Geschmack.
Anbau-Informationen:
Brunnenkresse ist im Anbau schwierig, da klares, fließendes Wasser benötigt wird um zu kultivieren. Diese Möglichkeit steht selten im Privat-Berich, so zur Verfügung. Wer sich die Mühe nicht scheut, kann sich kleine Wasserbecken mit ca 30 cm Höhe bauen. In diese füllt man ca 10 cm hoch Boden, der zuvor mit Kompost oder Mist angereichert wurde. Man pflanzt entweder aus Samen vorgezogene Jungpflanzen oder man steckt unbewurzelte Triebspitzen. Man kann auch direkt in die Erde säen. Das Anlegen einer solchen Anlage erfolgt am besten von Mai bis Anfang Juli. Um Pflanzen vorzukultivieren, sät man im März in wasserdichte Aussaatschalen, die mit etwas Erde gefüllt ist. Die Samenkörner nur leicht mit Erde bedecken und gut feucht halten. Die Keimdauer liegt zwischen ca 7 und 21 Tagen. Sind die Pflanzen ca 5 cm groß, werden sie im Abstand von 15x15 cm gepflanzt. Nachdem die Pflanzen pikiert sind, wird soviel Wasser aufgefüllt bis es 1 cm über der Erde steht. Der spätere Wasserstand in den Wasserbecken beträgt ca 15 cm, der laufend an die Pflanzenhöhe angepasst wird. So kultivierte Brunnenkresse sollte alle 14 Tage mit einer schwachen Gabe Flüssigdünger gedüngt werden. Man kann aber auch die Pflanzen an einen Bach- oder Weiherrand, einer feuchten Gartenstelle oder in ein wassergefülltes grosses Gefäß pflanzen. Ebenso kann man die Pflanzen auch an einem halb- bis schattigen Ort im Garten, direkt in den Gartenboden pflanzen. Hierbei muß jedoch mehrmals kräftigt gewässert werden damit die Erde nicht austrocknet. Nach einiger Zeit die Erde oberflächlich lockern, damit keine Algen sich darauf bilden können. Die Pflanzung in die normale Gartenerde wird nur sehr selten praktiziert, da sie zu arbeitsintensiv ist. Die Ernte erfolgt ab Herbst bis zum darauf folgenden Sommer. Im Winter bei Frostgefahr werden die Triebe mit einer Holzwalze unter Wasser gedrückt, oder der Wasserspiegel wird angehoben. Bei Temperaturen unter -10ºC sterben die Pflanzen ab. Einjährige Kultivierung ist heutzutage am meisten verbreitet. Auf frisches fließendes Wasser ist zu achten. Man kann in Gewächshäusern auch auf Tischen, die mit Wasser angestaut werden können, kultivieren. Dazu sät man vom Herbst bis in das Frühjahr hinein in Töpfe von ca 9 cm. Man füllt gut gedüngte Gartenerde oder Blumenerde ein und stellt das ganze auf die anzustauenden Tische. Nach 5-7 Wochen, sind die Töpfe meist gut zum beernten. Die ganze Kultur muß Unkrautfrei gehalten werden. Die geerntete Brunnenkresse muß feucht und kühl gehalten werden, da die geschnittene Ware sehr schnell welkt.
Verwendung:
Geerntet werden die vegetativen Triebspitzen / Blätter, also ohne Blütenbildung, bei einer Länge von bis zu 15 cm. Blühende Pflanzen sollte man nicht mehr beernten, da sie sonst mit ihren Wirkstoffen die Nieren reizen können. Sie werden kleingehackt und unter Salate, als Brotbelag, Kräutersoßen, Frischkäse, Remouladen und Quarkspeisen gemischt. Ebenso kann man sie bei Suppen, Fisch- und Eierspeisen verwenden. Brunnenkresse kann auch durch Trocknen im Schatten, konserviert werden. Die Temperaturen für das Trocknen dürfen aber nicht über 40° C steigen. Haupterntezeit ist von Oktober bis Mai. Schmeckt angenehm scharf und leicht bitter.
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Nepeta cataria
Katzenminze
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Katzenminze kommt heute bei uns verwildert vor. Ihren Namen hat sie wahrscheinlich den Katzen zu verdanken, die sich gerne in ihr herumwälzen. Sie ist eine mehrjährige Staude, die zwischen 20cm und etwa 100cm hoch werden kann. Die Stengel sind vierkantig und können entweder glatt oder stark behaart sein. Die Blätter können Längen bis 15cm erreichen und sind eiförmig bis lanzettförmig. Der Blattrand kann glatt bis stark gezähnt sein. Sie blüht je nach Sorte blaulila, weiß, rosafarben oder gelb von etwa Mai bis September. Blätter und Stengel sind meist von Duftdrüsen besetzt.
Anbau-Informationen:
Katzenminze wird meist durch Aussaat vermehrt. Eine Teilung oder Stecklinge ist aber auch möglich. Für die Aussaat wird ab Mitte März bis Ende Mai in Aussaatkiste, die mit Anzuchterde gefüllt sind und im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank vorkultiviert werden. Man pikiert später in kleine Töpfe. Der Samen darf nicht mit Erde bedeckt werden, da die Minzen generell Lichtkeimer sind. Ein leichtes andrücken der Erde genügt. Die Keimzeit beträgt in der Regel 10-21 Tage. Ab Mitte Mai bis ca Mitte Juni wird ins Freiland im Abstand von 50x30cm oder 60x40cm ausgepflanzt. Durch Teilung der Wurzelstöcke mit einem Spaten im Herbst oder im zeitigen Frühjahr, kann man auch vermehren. Die geteilten Wurzelstöcke werden gleich nach der Teilung an den richtigen Standort eingepflanzt. Abstände wie bei der Aussaat. Krautige Stecklinge schneidet man am besten im April bis Mai oder Anfang Herbst. Die Stecklinge sollen etwa 5-7cm lang sein und in ein nährstoffarmes Substrat unter "Gespannter Luft" gesteckt werden. "Gespannte Luft" erreicht man durch auflage einer Folie über den Stecklingen. Nach der bewurzelung können sie einzeln in kleine Töpfe pikiert werden und zu einem späteren Zeitpunkt ausgepflanzt werden. Da die Katzenminze mehrjährig ist, kann man über mehrere Jahre hinweg an ihr ernten. Man sollte dies bei der Standortwahl berücksichtigen. Alle 3-4 Jahre sollten die Wurzelstöcke durch Teilung erneuert werden. Katzenminze sollte einen sonnigen, nicht zu trockenen Standort erhalten.
Verwendung:
Gesammelt werden die frischen Blätter der Katzenminze. Diese werden meist als Tee aufgebrüht. Man benutzt sie auch um Fleischgerichte zu würzen. Selten werden sie auch als Brotaufstrich oder in Kuchen verwendet.

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