Kräuteranbau:

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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Basilikum
Heiliges Basilikum
Majoran
Dost; Origano

Ocimum basilicum
Basilikum
Labiatae/Lippenblütler
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der vielbekannte Basilikum gibt es in vielen verschiedenen Sorten mit den verschiedensten Aromarichtungen. Je nach Sorte können die Blätter hell- oder dunkelgrün oder sogar purpurrot gefärbt sein. Sie sind gestielt eiförmig bis länglich und haben entweder ganzrandige oder gezähnte Ränder, die kreuzgegenständig angeordnet sind. Die Blattflächen wirken bei größeren Blättern oft wellig bis blasig. Die Pflanze hat dünne aber reich verzweigte Wurzeln und einen aufrechten, meist kahlen Stengel. Die Pflanze kann Höhen von etwa 20-60cm erreichen. Die Blüten erscheinen von etwa Juni bis in den September hinein. Die Blütenfarbe liegt bei weiß bis gelblich oder sogar leicht rötlich.
Anbau-Informationen:
Basilikum kann als Pflanzen vorgezogen werden oder wird auch direkt im Garten ausgesät. Um Pflanzen vorzuziehen, wird  ab Anfang April bis etwa Anfang Juni, im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei mindestens 20ºC in kleine Töpfe ausgesät. Meist sät man direkt ca 20 Korn pro 8cm Topf. Man kann aber auch in Aussaatschalen säen und später büschelweise in Töpfe pikieren. Den Samen nicht mit Erde abdecken, da Basilikum ein Lichtkeimer ist. Erde also nur leicht andrücken. Die Keimdauer leigt bei 10-14 Tagen. Gepflanzt werden die Töpfe ab Ende Mai bis etwa Ende Juni ins Freiland. Der Abstand der Reihen sollte ca 25-30cm betragen. In der Reihe sollte ein Abstand von ca 20-25cm beachtet werden. Ein anfängliches Abdecken der Pflanzen nach der Pflanzung fördert das Anwachsen. Die Pflanzung ist der Direktsaat meist vorzuziehen. Die Direktaussaat erfolgt sehr flach ab Mitte Mai bis Ende Juni. Der Reihenabstand beträgt ca 25-35 cm. Pro laufenden Meter benötigt man etwa 50 Korn. Die Keimdauer beträgt in der Regel etwa 14-21 Tage. Aussaaten evtl anfänglich mit Vlies abdecken um ein besseres Auflaufen der Saat zu gewährleisten. Basilikum kann auch vorzüglich auf dem Balkon angebaut werden. Entweder man kultiviert Pflanzen vor oder sät anstatt ins Freiland, in Blumenkästen aus. Es sind dieselben Anbaudaten wie beim Freilandanbau. Basilikum liebt einen nährstoftreichen, sandig-humosen Lehmboden in sonnigen Lagen. Frischer Stallmist sollte nicht gegeben werden. Regelmäßig feucht halten, aber nicht zu naß wegen Fäulnisgefahr. Blätter dabei nicht benetzen. Vor Regen und Kälte beschützen. Den Pflanzen bei etwa 15cm Höhe die Spitze abschneiden.Dies verhindert die Blütenbildung und reizt die Pflanze zu einem schönen buschigen Wuchs an. Bei der Ernte immer ganze Triebspitzen abschneiden.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter des Basilikum, kurz vor Beginn der Blüte am besten frisch. Sie sollten nur sparsam eingesetzt werden, da sie stark würzend sind. Die Blätter können eingefroren, in Öl konserviert oder in Essig eingelegt werden. Getrocknet verliert der Basilikum schnell sein Aroma. Die Blätter finden Verwendung bei Salaten, Tomatensoßen, Gemüsesuppen, Pesto, Quarkspeisen, auf Pizzen, mit Tomaten, Bohnen, Fleisch und vielem mehr. Basilikum mit Rosmarin und Bohnenkraut dient als Pfefferersatz. Ebenso kann man Basilikum-Essig herstellen. Basilikum nicht mitkochen, sondern erst immer ganz zum Schluß den fertigen Speisen zugeben.
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Ocimum tenuifolium
Heiliges Basilikum
Labiatae/Lippenblütler
Einjährig   &    Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Das bis zu 50cm hoch wachsende Kraut, stammt ursprünglich aus Indien. Bei uns ist es nicht winterfest, kann aber gut als Zimmerpflanze bei uns ganzjährig bezw. mehrjährig genutzt werden. Es verzweigt sich relativ stark und hat eine zierliche Blüte mit dunkelrosa Farbe. Die Blätter sind etwa 5cm lang, entweder mit glattem oder mit gezahntem Rand. Ebenso sind sie leicht behaart. Das Aroma ist würzig-herb. Es erinnert an einen Hauch von Zimt, Kampfer und Nelken. Sehr pflegeleichte Pflanze.
Anbau-Informationen:
Heiliges Basilikum wird bei uns im Freiland nur einjährig gezogen. Wird es aber als Zimmerpflanze angebaut, kann es ganzjährig ausgesät werden. Für das Freiland werden die Samen in Aussaatkisten ausgesät und nicht oder nur sehr dünn mit Erde abgedeckt. Da die Pflanze ein Lichtkeimer ist, ist es besser das Saatgut nur leicht anzudrücken und regelmässig feucht zu halten. Keimtemperatur um etwa 25ºC. Die Keimdauer liegt zwischen 10 - 15 Tagen. Später pikiert man einige Pflanzen als kleine Büschel in Töpfe und pflanzt nach Mitte Mai ins Freiland aus. Pflanzabstände können z.B: 30x30 oder 30x40cm sein. Benötigt einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort, der warm und geschützt ist. Regelmässig aber wenig giessen.
Verwendung:
Verwendung finden die jungen frischen Blätter des Heiligen Basillikums. Diese werden in Salaten und Warmen Speisen zugegeben, aber nicht mitgekocht. Ein einfrieren geht gut, wohingegen das einlegen in Öl wegen des wenig vorhandenen ätherischen Öls beim Heiligen Basillikum, nicht den gewünschten Geschmack wie frische Blätter bringt.
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Origanum majorana
Majoran
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Majoran ist ein mehrjähriger Halbstrauch. In unseren Gegenden ist er aber nur einjährig und nicht winterfest. Im Mittelmeerraum, kann er 4-5 Jahre alt werden. Innerhalb der Art unterscheidet man zwischen dem "Knospenmajoran" auch noch als Deutscher Majoran bezeichnet und dem "Blattmajoran", der auch noch als Französischer Staudenmajoran bezeichnet wird. Die Pflanze wird im Schnitt etwa 50cm hoch und hat einen stark verästelten vierkantigen Stengel. Obwohl die Pflanze zur Ausbildung von Adventivwurzeln neigt, ist sie aber ein typischer Flachwurzler. Die verkehrt eiförmigen und kurz gestielten Blätter haben einen glatten Rand und sind filzig behaart. Sie sind kreuzgegenständig angeordnet. Zur Blütenzeit im Juli bis August erscheinen weiße bis rötlich gefärbte Kronenblätter.
Anbau-Informationen:
Majoran wird ab Mitte März bis Anfang Juni ausgesät um Pflanzen vorzukultivieren. Man sät in Aussaatkisten und pikiert später mehrere Keimlinge in kleine Töpfe. Oder man sät gleich einige Korn in kleine Töpfe aus. Da Majoran ein Lichtkeimer ist, darf er nicht mit Erde bedeckt werden. Ein leichtes andrücken der Erde reicht aus. Das Ganze stellt man im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank auf. Keimt nicht bei niedrigen Temperaturen. Junge Pflanzen vertragen ebenfalls keinen Nachtfrost. Ab Mitte Mai bis ca Anfang Juli, wird in Reihen von ca 25cm Abstand und in der Reihe von ca 15-20cm gepflanzt. Direktaussaaten im Freiland können erst nach Mitte Mai erfolgen, da Majoran frostempfindlich ist. Letzte Termine im Freiland sind Anfang Juni. Der Reihenabstand bei der Direktsaat liegt bei etwa 25-30cm. Majoran eignet sich ganz gut für den Balkon. Man sät ihn dann in relativ große Töpfe mit ca 20 Korn pro Topf aus. Aussaattermine sind die gleichen wie fürs Freiland. Auf dem Balkon sollte er aber gut geschützt stehen. Majoran gedeiht am besten in leichten und humosen Böden, die in sonnigen und warmen Lagen sich befinden. Auf frischen Stallmist als Düngung sollte verzichtet werden. Das Kraut kann kurz vor der Blüte geerntet werden. Gepflanzten Majoran kann man noch mal im September beernten.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter und die jungen Triebspitzen des Majoran. Da er eine hohe Würzkraft hat, sollte man ihn nur sparsam verwenden. Er kann getrocknet und eingefroren werden. Er findet Verwendung bei Soßen, Fisch, Gemüse, Salaten, Pizzen, Kartoffeln, Fleischgerichten sowie bei Geflügel, Tomatensoßen, Hülsenfrüchten, Nudelgerichten und Fischsalaten. Majoran kann auch mitgekocht werden.
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Origanum vulgare
Dost; Origano
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Dost ist eine ausdauernde Staude. Ihre Stengel sind vierkantig und die Pflanze ist mit Drüsen behaart. Sie kann Höhen von etwa 50cm erreichen. Die Wurzeln verzweigen sich recht stark und bilden verholzte Ausläufer. Die Blätter sind elliptisch und gegenständig angeordnet. Sie besitzen einen glatten oder schwach gezahnten Rand und werden nach oben hin zunehmend kleiner. Die Blüten erscheinen von Juni bis September in zusammengesetzten, doldigen Scheinquirlen. Die Farbe geht von violett bis über rosa-weißlich.
Anbau-Informationen:
Dost wird entweder vorgezogen und dann gepflanzt oder direkt im Freiland ausgesät. Ebenso kann man die Wurzelstöcke teilen oder man macht Stecklinge. Für die Vorkultur, wird ab Anfang März bis ca Ende Mai in Aussaatkisten, die mit Anzuchterde gefüllt sind, ausgesät. Das Ganze stellt man im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank auf. Später werden ca 3 Keimlinge in kleine Töpfe pikiert. Diese werden ab Anfang Mai bis ca Mitte Juli im Abstand von 50x25cm oder 50x30cm ausgepflanzt. Von Ende April bis ca Anfang Juni kann man den Dost auch direkt ins Freiland aussäen und zwar in Reihen von 25cm Abstand. In der Reihe sät man alle 25cm ca 8 Korn pro Saatstelle aus. Später vereinzelt man auf 3 Pflanzen pro Saatstelle. Da Dost ein Lichtkeimer ist, darf das Saatgut nicht mit Erde bedeckt werden. Ein leichtes andrücken der Erde reicht aus. Die Aussaaten sollten immer gut feucht gehalten werden. Da die Keimdauer beim Dost bis zu einem Monat dauern kann, wird die Vorkultur der Direktaussaat vorgezogen. Man kann aber auch die Wurzelstöcke im Frühjahr teilen. Dazu gräbt man sie aus, zerteilt sie in mehrere kleinere Teile mit dem Spaten und pflanzt sie direkt an ihren neuen Standort. Abstände wie bei der Aussaat. Die Teilung ergibt bereits im ersten Vegetationsjahr höhere Erträge als Direktsaat oder Vorkultur. Stecklinge kann man von ausgesuchten Mutterpflanzen problemlos über den Sommer hindurch schneiden. Dost ist pflegeleicht. Er gedeiht am besten auf trocknen und nahrhaften Böden ohne Staunässe. Sonnige und warme Lagen werden bevorzugt. Man kann Dost zwar während der gesamten Vegetationsperiode über beernten. Jedoch besitzen die Blätter und jungen Triebspitzen während der Blütezeit von Juli bis September, die größte Würzkraft. Den Dost sollte man, besonders in rauhen Lagen, mit einem Winterschutz versehen. Pflanzen im Frühjahr zurückschneiden, damit sie buschiger wachsen und auch bleiben.
Verwendung:
Geerntet werden die Blätter und die jungen Triebspitzen des Dost. Dost kann getrocknet, eingefroren oder in Öl eingelegt werden. Dost sollte wegen seiner starken Würzkraut nur sparsam angewandt werden. Man nimmt ihn zu Tomatensoßen, Pizza, Kartoffeln, Hammelfleisch, Geflügel, Hackfleisch, Fleischfüllungen, Auberginen, Schweinefleisch und zu Fisch.

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