Kräuteranbau:
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Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Platte Petersilie; Platte Blatt-Petersilie
Wurzelpetersilie
Schwarznessel
Gemshorn
Breitwegerich
Spitzwegerich
Krause Petersilie; Krause Blatt-Petersilie



Petroselinum crispum var. neapolitanum
Platte Petersilie; Platte Blatt-Petersilie
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Zweijährig   &   Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Blatt-Petersilie, die glatte grüne Blätter hat und die leichte Fröste überstehen. Diese Sorte ist gegenüber der krausen Sorte, kräftiger im Geschmack, hat mehr ätherische Öle sowie Vitamine und Mineralstoffe. Die Wurzel ist rübenförmig und meist winterhart. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur eine ca 20-40cm hohe Blattrosette aus. Im zweiten Jahr erscheinen dann bis zu 1,2m hohe kantige Stengel die die Blüten tragen. Die Samen haben nur eine etwa zweijährige Keimfähigkeit.
Anbau-Informationen:
Für das Freiland können von Ende Februar an Pflanzen vorgezogen werden. Dazu sät man einige Korn direkt in kleine Töpfe, die ab Mitte April unter Vlies oder Lochfolien im Abstand von 25x20 cm oder 25x25 cm gepflanzt werden. Ab Mai bis Ende Juli kann auch direkt ins Freiland in Reihen von ca 25 cm Abstand gesät werden. Für den Anbau im ungeheizten Gewächshaus gelten die Termine wie im Freiland. Man kann Petersilie aber auch fast ganzjährig im geheizten Gewächshaus bei ca 12ºC kultivieren. Meist wird vorgezogen und dann gepflanzt. Gelegentlich wird direkt gesät. Die Saattiefe sollte sehr flach sein und liegt bei 0,5-1cm Tiefe. Je nach Temperatur liegt die Keimdauer zwischen 15 bis 30 Tagen. Um eine schnellere Keimung zu erreichen, sollte man das Saatgut einige Stunden in Wasser vorquellen lassen. Das vorgequollene Saatgut breitet man im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank auf etwas feuchtem Sand aus. Sobald die ersten Keimlinge sichtbar werden,mit trockenem Sand mischen und sofort aussäen. Man kann aber auch im Herbst Wurzeln roden, bis auf die Herzblätter zurückschneiden und danach im warmen Gewächshaus antreiben. Abstände fürs treiben sind ca 20x05cm. Auch ein Anbau in Töpfen oder Blumenkästen, die auf dem Balkon aufgestellt werden, ist kein Problem. Es können mehrmals alle Halme oder laufend einzelne Halme geerntet werden. Dabei ist aber darauf zu achten, daß die Herzblätter stehen bleiben, damit die Petersilie erneut austreiben kann. Nach jedem großen Schnitt, sollte man eine Flüssigdüngung verabreichen. Ebenfalls wird ein ganzer Rückschnitt empfohlen, wenn die Blütenentwicklung beginnt. Dies begünstigt einen kräftigen Neuwuchs. Der Boden sollte nahrhaft sein, ohne jedoch frisch gedüngt zu sein. Da Petersilie stark selbstunverträglich ist, sollte man nur alle 4-5 Jahre auf derselben Stelle Petersilie anbauen.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter der Petersilie. Im Gegensatz zu der Wurzelpetersilie sind die Wurzeln der platten Petersilie nicht genießbar. Die Blätter kann man gut einfrieren, in Essig konservieren oder trocknen. Sie werden zum Würzen von Suppen, Fleisch, Soßen, Salate, Eintöpfe, Fisch, Geflügel, Gemüse, Reis- und Nudelgerichte, Mayonnaisen, Marinaden, Quark und Kartoffelgerichte verwendet. Sie sind auch schön zu dekorieren von Speisen. Blätter aber nicht mitkochen, immer erst ganz zum Schluß zugeben.
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Petroselinum crispum var. crispum
Krause Petersilie; Krause Blatt-Petersilie
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Zweijährig   &   Bedingt Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Blatt-Petersilie, die krause grüne Blätter hat und die leichte Fröste überstehen. Diese Sorte ist gegenüber der glatten Sorte, milder im Geschmack da sie weniger ätherische Öle hat. Sie hat aber auch weniger Vitamine und Mineralstoffe. Die Wurzel ist rübenförmig und meist winterhart. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur eine ca 20-40cm hohe Blattrosette aus. Im zweiten Jahr erscheinen dann bis zu 1,2m hohe kantige Stengel die die Blüten tragen.
Anbau-Informationen:
Für das Freiland können von Ende Februar an Pflanzen vorgezogen werden. Dazu sät man einige Korn direkt in kleine Töpfe, die ab Mitte April unter Vlies oder Lochfolien im Abstand von 25x20 cm oder 25x25 cm gepflanzt werden. Ab Mai bis Ende Juli kann auch direkt ins Freiland in Reihen von ca 25 cm Abstand gesät werden. Für den Anbau im ungeheizten Gewächshaus gelten die Termine wie im Freiland. Man kann Petersilie aber auch fast ganzjährig im geheizten Gewächshaus bei ca 12ºC kultivieren. Meist wird vorgezogen und dann gepflanzt. Gelegentlich wird direkt gesät. Die Saattiefe sollte sehr flach sein und liegt bei 0,5-1cm Tiefe. Je nach Temperatur liegt die Keimdauer zwischen 15 bis 30 Tagen. Um eine schnellere Keimung zu erreichen, sollte man das Saatgut einige Stunden in Wasser vorquellen lassen. Das vorgequollene Saatgut breitet man im warmen Gewächshaus oder der Fensterbank auf etwas feuchtem Sand aus. Sobald die ersten Keimlinge sichtbar werden,mit trockenem Sand mischen und sofort aussäen. Man kann aber auch im Herbst Wurzeln roden, bis auf die Herzblätter zurückschneiden und danach im warmen Gewächshaus antreiben. Abstände fürs treiben sind ca 20x05cm. Auch ein Anbau in Töpfen oder Blumenkästen, die auf dem Balkon aufgestellt werden, ist kein Problem. Es können mehrmals alle Halme oder laufend einzelne Halme geerntet werden. Dabei ist aber darauf zu achten, daß die Herzblätter stehen bleiben, damit die Petersilie erneut austreiben kann. Nach jedem großen Schnitt, sollte man eine Flüssigdüngung verabreichen. Ebenfalls wird ein ganzer Rückschnitt empfohlen, wenn die Blütenentwicklung beginnt. Dies begünstigt einen kräftigen Neuwuchs. Der Boden sollte nahrhaft sein, ohne jedoch frisch gedüngt zu sein. Da Petersilie stark selbstunverträglich ist, sollte man nur alle 4-5 Jahre auf derselben Stelle Petersilie anbauen.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter der Petersilie. Im Gegensatz zu der Wurzelpetersilie sind die Wurzeln der krausen Petersilie nicht genießbar. Die Blätter kann man gut einfrieren oder trocknen. Sie werden zum Würzen von Suppen, Fleisch, Soßen, Salate, Eintöpfe, Gemüse, Reis- und Nudelgerichte, Mayonnaisen, Quark und Kartoffelgerichte verwendet. Sie sind auch schön zu dekorieren von Speisen. Blätter aber nicht mitkochen, immer erst ganz zum Schluß zugeben.
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Petroselinum crispum var. tuberosum
Wurzelpetersilie
Apiaceae/Doldenblütlergewächs
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Wurzel-Petersilie ist eine Unterart der normalen Petersilie. Sie hat glatte grüne Blätter die sehr aromatisch schmecken, sowie eine bis zu 20cm lange weiße Rübe, die als Suppenwürze eingesetzt wird. Die grün-gelben Blüten stehen in einer 10 bis 20-strahligen, langgestielten Dolde.
Anbau-Informationen:
Es lohnen sich nur Frühjahrsaussaaten. Gesät wird im März bis Mitte April in Reihen mit einem Abstand von 25-30 cm. In der Reihe später auf 5-7cm vereinzeln. Es kann auch noch im Mai gesät werden, jedoch entwickeln sich die Wurzeln nicht mehr so stark aus. Das Saatgut braucht lange bis es keimt. Daher muß man die Erde vor Verkrustungen durch Regen und Bewässerung bewahren und die Saatbeete Unkrautfrei halten. Wurzelpetersilie braucht nur einen schwach gedüngten Boden und sollte daher erst auf Beete, wo vor 2-3 Jahren Kompost oder Mist eingebracht wurde, gesät werden. Die Rüben der Wurzelpetersilie vertragen keinen Frost. Sie müssen vor Frostbeginn entweder herausgenommen und im geschützten Keller gelagert werden, oder sie werden imFreiland mit etwa einer 10cm dicken Erdschicht abgedeckt. Rüben die einmal gefrohren waren, nicht mehr ernten, da sie beim auftauen matschig werden.
Verwendung:
Geerntet werden die Wurzeln und die Blätter der Wurzelpetersilie. Im Laufe des Jahres, kann man die Blätter zum Würzen verwenden. Sie haben eine hohe Würzkraft. Die Wurzeln werden ca Oktober / November wie Möhren herausgenommen mit der Grabegabel. Das Laub wird entfernt und die Wurzeln werden wie Möhren in feuchten Sand oder Torf in einem kühlen Keller eingemietet. Die Wurzeln werden zB: für Suppengrün gebraucht, in Suppen mitgekocht oder wie Sellerie zubereitet.
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Perilla frutescens var. crispa
Schwarznessel; Perilla; Sesamblatt
Labiatae/Lippenblütler
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Ohne Foto 320x240
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Schwarznessel gibt es mit grünen und roten Blättern. Sie ist eine einjährige Gewürzpflanze die problemlos imGarten angebaut werden kann. Sie besitzt auch einen hohen Zierwert. Kann Höhen von bis zu 100cm erreichen. Im Sommer bilden sich an langen Ähren, sehr kleine reinweiße Blüten. Die Blühzeit liegt von Juli bis August. Die Schwarznessel ist ein chinesisches Gewürzkraut, das heutzutage aber eine immer stärkere Bedeutung und Anwendung in der europäischen Küche findet.
Anbau-Informationen:
Schwarznesseln werden meist direkt ins Freiland von März bis Juli ausgesät.in einen fruchtbaren, leicht feuchten Boden.Da die Schwarznessel ein Lichtkeimer ist, darf sie nicht oder nur sehr wenig mit Erde abgedeckt werden. Am besten ist es jedoch sie auszusäen und z.B: mit einem Rechen leicht an die Erde andrücken und immer regelmässig feucht halten. Man kann aber auch Pflanzen vorkultivieren. Dazu sät man von Anfang März bis Ende Juli in Aussaatschalen aus und stellt das ganze im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei etwa 15-20°C auf. Die Keimdauer beträgt meist 10-20 Tage. Später pikiert man einzelne Pflanzen in kleine Töpfe und pflanzt diese nach etwa Mitte Mai aus. Pflanzabstände können z.B: 25x10cm oder 30x20cm sein. Der Standort sollte sonnig bis leicht schattig sein. Bei Blühbeginn, Blüten ausbrechen.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen frischen Blätter, Blüten und Samen der Schwarznessel. Die Blätter werden frisch für Salate, und eingelegt als Beilage verwendet. Man kann die Blätter auch zum würzen von Suppen, Reisgerichten, Sushi und Nudelgerichten gebrauchen. Aus den Samen wird ein Öl gewonnen das als Gewürz eingesetzt wird. Der Einsatz der Schwarznessel ist ähnlich dem des Basilikum. Kräftig schmeckendes und leicht scharfes Kraut.
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Plantago major
Breitwegerich
Plantaginaceae/Wegerichgewächs
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Ohne Foto 320x240
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Breitwegerich ist eine mehrjährige Staude die zwischen 5 und 25cm etwa hoch wird. Die Blätter sind, wie der Name es schon verrät, breit oval und stark geädert. Die Blütenstände sind lange, die Blütenstängel hingegen klein. Die Blüten sind geruchslos und blühen von Juni bis Oktober, leicht rotbraun.
Anbau-Informationen:
Der Breitwegerich wird in Kultur, meist 1-2-jährig angebaut. Für den einjährigen Anbau wird bereits im zeitigen Frühjahr direkt ins Freiland ausgesät. Auf einen lockeren und unkrautfreien Boden achten. Beim zweijährigem Anbau wird von August bis zum ersten Frost ausgesät und die Pflanze auf dem Feld überwintert. Im Folgejahr erfolgt dann erst die Ernte. Reihenabstand von beiden Methoden ist zwischen 25-45cm. Die Saattiefe liegt zwischen 1,5-2cm. Die Keimdauer beträgt je nach Witterung etwa 14 Tage.
Verwendung:
Gesammelt werden die frischen jungen Blätter des Breitwegerich vor der Blüte, ebenso die Samen. Später werden die Blätter bitter und die Blattnerven werden zäh. Diese kann man wie Spinat zubereiten. Frische Blätter gekaut und mitsamt dem Speichel auf die Wunden aufgelegt, soll die Wundheilung unterstützen. Die Samen können gemahlen und pur oder mit anderem Mehl vermischt werden.
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Plantago lanceolata
Spitzwegerich
Plantaginaceae/Wegerichgewächs
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Ohne Foto 320x240
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Blätter des Spitzwegerich sind, wie der Name es schon erahnen läßt, spitz, länglich und am Rand nur manchmal mit kurzen Zähnen besetzt. Auch sie sind stark geädert. Im Gegensatz zum Breitwegerich, sind die Blütenstände kurz, dafür sind die Blütenstängel aber länger. An der Spitze sitzt die kegelige Ähre, die kontinuierlich von unten nach oben blüht. Die Blüten sind geruchslos. Die Blüte erfolgt von Mai bis September. Die Wurzeln sind flach aber reich verzweigt.
Anbau-Informationen:
Spitzwegerich wird in Kultur, meist 1-2-jährig angebaut. Für den einjährigen Anbau wird bereits im zeitigen Frühjahr direkt ins Freiland ausgesät. Auf einen lockeren und unkrautfreien Boden achten. Beim zweijährigem Anbau wird erst nach August ausgesät und die Pflanze auf dem Feld überwintert. Im Folgejahr erfolgt dann erst die Ernte. Reihenabstand von beiden Methoden ist zwischen 25-45cm. Die Saattiefe liegt zwischen 1,5-2cm. Die Keimdauer beträgt je nach Witterung etwa 14 Tage.
Verwendung:
Gesammelt werden die frischen jungen Blätter des Spitzwegerich vor der Blüte. Später werden die Blätter bitter und die Blattnerven werden zäh. Diese kann man wie Spinat zubereiten. Frische Blätter gekaut und mitsamt dem Speichel auf die Wunden aufgelegt, soll die Wundheilung unterstützen.
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