Kräuteranbau:

zur Webseite   www.kraizschouschteschgaart.info

Buchstabe   R

WICHTIG:   Alle Angaben sind ohne Gewähr!!!
Man probiere keine Pflanzen, bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist! Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar! Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen, oder sogar tödlich sein können! Alle angeblichen Heil-und Medizinalpflanzen, ersetzen keineswegs einen Arztbesuch! Vor Selbstmedikamentation wird ausdrücklich gewarnt! Alle Angaben sind nach bestem Wissen hier aufgelistet, eine Garantie für deren Richtigkeit, kann aber nicht übernommen werden! Benutzung der hier veröffentlichen Informationen geschieht auf eigene Verantwortung!
Jede Haftung für irgendwelche Schäden wird daher ausgeschlossen!

Fotos mit der Maus anklicken um zur Fotoseite der jeweiligen Gemüseart zu gelangen. Die vergrößerten Fotos werden im Format 640x480 Pixel angezeigt. Bitte beachten Sie die etwas längere Ladezeit der vergrößerten Fotos.

Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Weinraute
Rosmarin

Ruta graveolens
Weinraute
Rutaceae/Rautengewächs
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Es ist eine strauchförmige Pflanze die über 100cm Höhe hinauskommt. Früher wurde sie als Gewürz- und Arzneipflanze angebaut. Diese Verwendungszwecke sind heute aber fragwürdig, da die Giftigkeit noch umstritten ist. Die Pflanze erstrahlt in einem blaugrünen Kleid, die Blüten sind weiß bis gelblichgrün und blühen von Juni bis August. Die Blätter besitzen Öldrüsen, die den starken Geruch der Pflanze ausmachen.
Anbau-Informationen:
Die Weinraute wird von etwa Anfang April bis Anfang Juli unter Glas in Aussaatkisten ausgesät. Später pikiert man einige Keimlinge in kleinen Büscheln zusammengefasst in kleine Töpfe. Ab ca Anfang bis Mitte Mai kann man die Pflanzen im Abstand von etwa 40x30cm auspflanzen. Ab Mai kann man sie auch im Freiland direkt aussäen. Sie soll sonnig bis halbschattig wachsen und verträgt keinen saueren Boden. Aus dem Grunde sollte sie daher auf einem kalkhaltigen, trockenen und geschützten Standort angebaut werden. Staunässe evtl durch eine Dränage aus Steinen vermeiden. Im Frühsommer sollte man die Pflanze etwas zurückschneiden, damit sie nicht zu sehr verholzt. Im zeitigen Frühjahr wird sie nochmals bis auf 10-20cm über dem Boden zurückgeschnitten, damit sie buschiger wächst. Nicht im Herbst abschneiden, da die Pflanze ihre Blätter über den Winter als Schutz benötigt. Evtl etwas anhäufeln und mit Reisig abdecken.
Verwendung:
Gesammelt werden die Blätter und Blüten der Weinraute kurz vor der Blüte. Die heutige Wissenschaft hat heutzutage ernsthafte Zweifel an der Genießbarkeit der Pflanze. Wirkt bei zu hohen Dosierungen giftig! Schwangere sollten das Kraut meiden, da es gefäßerweiternd ist. Wurde früher wegen seinem kokosartigen und pfeffrigen starken Aroma sparsam zum Würzen gebraucht. Blätter können problemlos getrocknet werden. Sehr gute Duftpflanze.
zurück nach oben

Rosmarinus officinalis
Rosmarin
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Teilweise Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Rosmarin ist ein kleiner immergrüner Kleintstrauch der zwischen 60 - 150cm hoch werden kann. Er blüht über den Sommer hindurch und hat dabei eine violette Blütenfarbe. Kleine länglich lanzettförmige grün-graue Blätter. Rosmarin-Pflanzen können sehr alt werden.
Anbau-Informationen:
Rosmarin wird entweder gesät oder vegetativ über Stecklinge vermehrt. Für die Aussaat wird Ende Februar bis max. Ende Mai  in Aussaatkisten, die mit Anzuchterde gefüllt sind, gesät und im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank aufgestellt. Die Anzuchttemperatur sollte um die 20ºC liegen. Aussaattiefe ist ca 1 cm. Rosmarin keimt sehr ungleichmässig. Später werden ca 3 Pflanzen je Topf pikiert. Möchte man gerne über Stecklinge vermehren, sucht man sich besonders schöne Mutterpflanzen aus. Von denen kann man über den Sommer Stecklinge mit etwas altem Holz vom Stamm schneiden. Die Grösse sollte bei ca 5-8 cm liegen. Die unteren Blätter werden abgestreift und es wird in Anzuchterde gesteckt und im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank aufgestellt. Man kann auch zur besseren Bewurzelung ein Bewurzelungspuder verwenden. Ebenso kann man die Stecklinge mit Wasser besprühen, in einen Topf stecken und "gespannte Luft" mittels überstülpen eines Plastikbeutels geben. Die Bewurzelung kann mehrere Monate dauern. Ob gesät oder gesteckt, die Pflanzen werden ab Mitte Mai bis Ende Juni ins Freiland oder in grosse Töpfe, die mit Blumenerde gefüllt sind, ausgepflanzt. Im Freiland pflanzt man im Abstand von ca 30x40 cm. Der Bedarf ist gering und daher pflanzt man auch meist nur einige Pflanzen aus. Ein warmer geschützter Standort sind optimale Bedingungen für die Pflanzen. Im Frühjahr etwas Kompost als Dünger geben und damit er buschiger wächst, auch leicht zurückschneiden. Dabei jedoch nicht ins alte Holz schneiden. Spätestens Mitte August mit Düngung und Schnitt aufhören und nur mehr sparsam gießen,damit das Holz ausreifen kann. Da Rosmarin nicht ganz frosthart ist, sollte man ihn im Freiland und auch auf dem Balkon einen Winterschutz geben. Falls die Töpfe auf dem Balkon belassen werden, müssen auch die Töpfe mit eingepackt werden. Dies kann man mit umwickeln von Vlies erreichen. Man kann den Topf aber auch in einen größeren Korb stellen und den Zwischenraum mit Laub auffüllen und einige Reisige über die Pflanze legen. Rosmarin gedeiht am besten in sonnigen, nicht zu feuchten, aber nahrhaften Lagen.
Verwendung:
Gebraucht werden die jungen Blätter und Triebspitzen bis zu Beginn der Blüte, am besten frisch. Man kann ihn auch trocknen, einfrieren oder in Öl oder Essig einlegen. Am besten man verwendet einen kleinen aber ganzen Zweig, der kurze Zeit mitgekocht wird. Verwendung findet der Rosmarin besonders als Gewürz bei Fleisch- und Wildspeisen, zu Suppen, Fischgerichte, Kaninchen, Lamm, Soßen, Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Brühen, Grillgerichte, Eierspeisen und zur Wurstherstellung. Rosmarin sollte nur sparsam verwendet werden, da er eine starke Würzkraft besitzt.

zurück nach oben

zurück zur Auswahl Kräuteranbau

Impressum & Haftungsausschluss