Kräuteranbau:

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Gesamte Übersicht aller Kräuterearten von dieser Seite
Kaplilie; Knoblauchlilie; Liebesblume
Kapuzinerkresse
Schabzigerklee
Gemeiner Thymian

Tulbaghia violacea
Kaplilie; Knoblauchlilie; Liebesblume
Liliaceae/Liliengewächs
Mehrjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Kaplilie ist eine mehrjährige, immergrüne Pflanze, die bei uns aber nicht winterfest ist. Pflanze ist anspruchlos und recht robust. Sie bildet je nach Sorte, lange, schmale grasartige Blätter mit grüner oder grün-weiß panaschierter Farbe aus. Die lila bis rosafarbenen Blüten sitzen auf langen dünnen Stielen und erscheinen den ganzen Sommer von etwa Mai bis in den Oktober hinein. Die Wuchshöhe der Pflanze beträgt ca 40-50cm. Pflanze riecht und schmeckt nach Knoblauch. Die Wurzeln sind fleischig und riechen ebenso nach Knoblauch. Eine ganzjährige Zimmerhaltung der Kaplilie ist möglich.
Anbau-Informationen:
Die mehrjährige Kaplilie wird bei uns, da sie nicht frosthart ist, nur als Kübelpflanze gehalten. Im Sommer kann man sie auch in den Garten oder Gewächshaus in die volle Erde pflanzen. Dort sind Abstände von ca 25x25cm einzuhalten. Die Vermehrung erfolgt vegetativ über das stecken von Zwiebeln, Knollen oder durch Teilung der Blatthorste. Stecklingsvermehrung ist auch möglich. Die Pflanzen setzt man in grosse Töpfe, die mit einer guten nahrhaften Blumenerde gefüllt sind. Düngung mit Flüssigdünger sollte mindestens 1 bis 2x im Monat erfolgen. Regelmässig aber mässig gießen ist sehr wichtig und verhindert ein faulen der Knollen. Die Kaplilie benötigt einen sonnigen bis halbschattigen und warmen Standort. Die Ernte kann ganzjährig erfolgen, wenn man die Pflanze überwintert. Da die Kaplilie nicht frosthart ist, muß sie über Winter in einem hellen Raum bei ca 5-10ºC stehen. Lässt man die Pflanze eintrocknen, ist eine Ernte nicht möglich. Die Blätter die sich bei längerer Trockenheit eingezogen haben, treiben beim ersten Wässern erneut aus. Vertrocknetes oder vergilbtes Laub immer entfernen.
Verwendung:
Verwendet werden die Blätter und Blüten der Kaplilie. Diese können ganzjährig geerntet werden und kleingehackt in Salate, Soßen, Kräuterbutter oder Quark mitverwendet werden. Die Kaplilie läßt sich überall dort verwenden, wo man bisher Knoblauch eingesetzt hat. Die essbaren Blüten eignen sich auch zum dekorieren.
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Tropaeolum majus nanum
Kapuzinerkresse
Tropaeolaceae/Kapuzinergewächs
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Die Kapuzinerkresse ist eine schnellwachsende, einjährige Pflanze. Mit ihren kreisrunden Blättern bedeckt sie schnell grosse Flächen. Je nach Art und Sorte, wird die Kapuzinerkresse bis zu 60cm hoch. Bei kletternden Arten kann sie noch höher werden. Zwischen Juni und Oktober erscheinen zahlreiche Blüten von bis zu 5cm Durchmesser, die meist orangefarben, rot oder gelb leuchten. Sonnige Standorte werden bevorzugt. Sie gedeiht aber auch noch im Schatten. Liebt nährstoffreiche Böden.
Anbau-Informationen:
Kapuzinerkresse wird entweder direkt ausgesät oder es werden Pflanzen vorgezogen. Um Pflanzen vorzuziehen, wird ab Mitte März bis Mitte Juni in 8-10 cm goße Töpfe, die mit Anzuchterde gefüllt sind, ausgesät. Das Ganze stellt man im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei ca 18ºC auf. Pro Topf sät man 2-3 Korn. Saattiefe liegt bei ca 2cm. Gepflanzt wird ab Anfang / Mitte Mai bis Anfang Juli entweder ins Freiland oder in Blumenkästen auf dem Balkon. Die Abstände im Freiland  sind für kleinwüchsige Sorten, ca 30x30cm oder für starkwachsende Sorten ca 50x40cm. Anstatt Pflanzen vorzuziehen, kann von Ende Mai bis Mitte Juni auch direkt ins Freiland oder den Blumenkasten gesät werden. Die Reihenabstände im Freiland liegen bei ca 30-40 cm. Dafür verwendet man ca 10 Korn pro laufenden Meter. Kapuzinerkresse liebt einen sonnigen, nicht zu feuchten Standort. Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein. Frische Düngung mit Kompost oder Mist ist zu vermeiden.
Verwendung:
Verwendet werden die jungen Blätter, die jungen Samenkapseln und die Blüten der Kapuzinerkresse die von etwa Juni bis September gesammelt werden. Die Blätter werden ähnlich wie Gartenkresse zu Salaten, Kräuterquark, Kartoffeln sowie kleingehackt als Brotbelag verwendet. Die jungen Samenkapseln lassen sich in Essig eingelegt als Kapernersatz verwenden und die Blüten können zum Garnieren von Speisen verwendet und auch noch gegessen werden. Kapuzinerkresse sollte man immer nur nach Bedarf ernten und frisch verwenden. Getrocknet darf sie nicht verwendet werden. Der Geschmack ist leicht scharf bis würzig und erinnert an Gartenkresse.
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Trigonella caerulea
Schabzigerklee; Brotklee; Blauer Steinklee
Fabaceae/Schmetterlingsblütler
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Ohne Foto 320x240
Einjährig   &   Nicht Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Der Schabzigerklee ist eine einjährige Pflanze die aus dem Gebirge stammt. Sie kommt aber auch gelegentlich stellenweise in verwilderter Form vor. Wild  wachsend wird die Pflanze etwa 20-60cm hoch. In Kultur kann sie aber auch Höhen von bis zu 100cm erreichen. Sie hat eine blaue und stark duftende Blüte, die sehr zahlreich erscheinen. Sehr gut als Bienenweide geeignet. Die Blüten erscheinen von Juni bis September. Die blaßgrüne Pflanze bildet eine Pfahlwurzel aus mit aufrechten Stengeln, die unten kahl und oben etwas abstehend behaart sind. Die Blätter sind lang gestielt, eiförmig bis lanzettlich in der Form. Die Pflanze sammelt als Schmetterlingsblütler mittels Symbiose von Bakterien an den Wurzeln den Stickstoff aus der Luft und lagert ihn im Boden an.
Anbau-Informationen:
Schabzigerklee ist eine anspruchlose Pflanze. Sie wird von Ende April bis Ende Juli direkt ins Freiland in Reihenabstände von ca 30-60cm ausgesät. Die Aussaattiefe liegt bei 1-2cm. Pro Quadratmeter braucht man etwa 1,5 bis 2gr Saatgut. Die Keimung erfolgt je nach Keimfähigkeit des Saatgutes langsam. Schabzigerklee ist mit sich selbst unverträglich, daher muss auch wegen anderer Leguminosenarten (z.B: Erbsen, Bohnen, u.s.w.) eine Anbaupause von mindestens 4 Jahren erfolgen. Die Ernte sollte vor beginnendem Samenansatz erfolgen, da ansonsten mit starker Ausfallgefahr der Samen gerechnet werden muß, was im Folgejahr zu einer starken Verunkrautung der Flächen führt. Die Beete sind durch ein- bis zweimaliges Hacken unkrautfrei zu halten. Es kann bis zu 3x pro Jahr geerntet werden. Auf Mehltau achten.
Verwendung:
Verwendet werden die getrockneten Blätter des Schabzigerklee. Für die Verwendung als Käsegewürz, wird das frische Kraut zu Blühbeginn, als Einsatz als Brotgewürz, bei beginnendem Samenansatz ca 15cm über der Erde abgeschnitten. Das abgemähte Kraut wird zerkleinert und anschließend im Schatten luftig ausgebreitet, zügig getrocknet und danach fein zerrieben oder gemahlen um als Würze eingesetzt zu werden. Gewürz für Quark, Brot, Käse, Eierkuchen, Salate, Dips, Brotaufstriche, Kräutermischungen und Frischkäse. Frische Pflanzenteile riechen und schmecken nach nichts. Das curryartige Aroma entwickelt sich erst beim Trocknen.
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Thymus vulgaris
Gemeiner Thymian
Labiatae/Lippenblütler
Mehrjährig   &   Winterfest
Pflanzen-Beschreibung:  
Je nach Sorte ist der Thymian entweder eine immergrüne Polsterstaude oder ein kleiner wintergrüner Halbstrauch der unten verholzt und der zwischen 10-50cm hoch wird. Kleine Blätter von grün über grün-weiß oder grün-gelblich panaschiert, die einen angenehmen Geruch verströmen. Blätterform länglich bis elliptisch.Spitz zulaufend, ganzrandig und meist auf der Blattunterseite behaart. Blüht von Juni bis September/Oktober. Die Blühfarbe ist rosa oder weiß je nach Sorte.
Anbau-Informationen:
Der Thymian wird durch Aussaat in Vorkultur, Direktsaat, oder Stecklinge, Absenker, anhäufeln der Triebe oder Teilung vermehrt. Um Pflanzen vorzukultivieren, werden ab Mitte bis Ende März, einige Korn (ca 7-10) in kleine etwa 8cm Töpfe ausgesät und im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank aufgestellt, die nicht mehr vereinzelt werden. Keimtemperaturen von etwa 20-25ºC sind optimal. Vor dem auspflanzen sollte man die Jungpflanzen gut abhärten. Diese Pflanzen werden wenn sie eine Höhe von etwa 5-7cm erreicht haben, ab Mitte bis ca Ende Mai im Abstand von 25x20cm oder besser 30x25cm ausgepflanzt. Eine gleichmäßige Beregnung nach der Pflanzung ist einzuhalten damit die Pflanzen gut anwachsen. Die Direktaussaat im Freiland wird von Mitte April bis Mitte Mai getätigt. Man sät in Reihenabstände von 30-45cm und in der Reihe sät man alle 20-25cm einige Korn. Da Thymian ein Lichtkeimer ist, darf er nicht mit Erde bedeckt werden. Ein leichtes andrücken der Erde reicht aus. Die Keimzeit beträgt meist 4 Wochen. Bei Direktaussaat sollte man nur auf unkrautfreie und nicht zur Verschlämmung neigende Böden säen, da sonst der Unterhalt zu aufwendig wird. Eine anfängliche Abdeckung der Direktsaatmit Vlies ist vorteilhaft. Will man Stecklinge schneiden könnte man dies fast ganzjährig tun. Die beste Zeit jedoch ist im Frühling und Sommer. Man schneidet etwa 5-7cm lange Stecklinge, entfernt die unteren Blätter und steckt das Ganze in ein nährstoffarmes Substrat unter "gespannter Luft". Diese erhält man durch auflage einer Folie. Nach etwa 4 Wochen sind die Stecklinge meist bewurzelt. Teilung, Absenker und anhäufeln erfolgt im Sommer oder Herbst. Die späteren Jungpflanzen werden wie bei der Aussaat behandelt und auf dieselben Reihenabstände verpflanzt. Da Thymian mehrjährig ist, sollte man dies bei einer Standortwahl berücksichtigen. Die Beete sind unbedingt unkrautfrei zu halten. Bei Trockenheit oder nach einem Schnitt, ist ausreichend zu bewässern. Er brauch zwar keine extra Düngung, doch sollte man ab dem zweiten Jahr, im April oder Mai eine kleine Düngung vornehmen. Nicht später als Anfang August düngen bezw. schneiden, da sonst die Triebe nicht richtig ausreifen und bei Frost so stärker gefährdet sind. Der Boden sollte kalkhaltig sein und sich leicht erwärmen. Da der Thymian nicht völlig winterhart ist, sollte man ihn zumindest in frostgefährdeten Gegenden, mit Vlies abdecken oder mit organischem Material bedecken. Im ersten Jahr sollte man nicht oder nur einzelne Triebspitzen ernten. Im Frühjahr soll der Thymian bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden, damit er dicht und kompakt bleibt. Langsamer und extrem lockerer Wuchs deuten auf einen ungeeigneten Boden hin. Alle 2-3 Jahr sollte man die Pflanzen durch Teilung verjüngen.
Verwendung:
Geerntet werden die jungen, ca 5-10cm langen Triebspitzen des Thymian vor der Blüte. Sie werden entweder frisch oder getrocknet verwendet. Sie sind eine vorzügliche Würze für Braten, Gulasch, Wild- und Geflügelragout, Fische, Soßen, Gemüse, Salate, Marinaden und Suppen. Thymian wegen der hohen Würzkraft nur sparsam verwenden. Getrockneter Thymian hat eine dreifach höhere Würzkraft als frischer.

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