Neben den etwas bekannteren Physalisarten, wie Tomatillo, Andenbeere und Ananaskirsche, gibt es aber noch eine ganze andere Reihe von Physalisen, die bei uns fast nicht bekannt sind. Dazu gehören etwa; Physalis pubescens und Physalis subglabrata.
Botanische Einteilung:
Die Physalis pubescens gehört der Gattung Physalis an und der Art pubescens . Sie wird bei uns als einjährige Pflanze eingestuft.
Die Physalis subglabrata gehört der Gattung Physalis an und der Art subglabrata. Sie hat lila Früchte die gut zu erkennen sind. Ihr Geschmackist süß.
Befruchtung, Kreuzung und Isolation:
Die botanische Einteilung dieser Physalisarten ist sehr unsicher. Es gibt keine zuverlässigen Daten darüber. Es ist also zwingend notwendig die Sorten und Arten mit Käfigen oder Vlies zu isolieren, um die Sorten- und Artenreinheit zu erhalten. Man kann aber auch abwechselnd die einzelnen Arten im Garten anbauen wenn man Saatgut gewinnen möchte. Eine Verkreuzung mit der Andenbeere (Physalis peruviana)oder der Ananaskirsche (Physalis pruinosa) ist möglich. Mit der Tomatillo (Physalis ixocarpa) findet keine Verkreuzung statt. Dies sollte man bei der Saatgutgewinnung beachten.
Saatgutgewinnung, Ernte und Verarbeitung:
Damit man die genetische Vielfalt innerhalb einer Population gewährleistet, ist es wichtig daß man nicht nur 1 oder 2 Pflanzen von jeder Sorte anbaut. Mindestens 6, besser 12 Pflanzen pro Sorte sind bei Physalisarten notwendig dafür. Sobald die Früchte vollkommen reif sind, kann man mit der Saatguternte beginnen. Dazu werden von möglichst vielen Pflanzen, Früchte abgenommen und man streift den papierartigen Lampion ab. Die Früchte können nun mit einem Mixer zerkleinert werden. Da jedoch die Möglichkeit besteht, Samenkörner zu verletzen, wende ich diese Methode persönlich nicht an. Ich zerdrücke daher die Früchte mit der Hand in einer Schüssel. Das so gewonnene Fruchtfleisch, wird direkt unter fließendem Wasser in einem engmaschigen Sieb gereinigt bis nur mehr die Samenkörner übrig sind. Anschließend werden die Samenkörner auf einem Tuch oder Filterpapier ausgebreitet zum trocknen.
Lebensdauer des Saatgut:
Über die Lebensdauer dieser Physalisarten gibt es leider keine verläßlichen Informationen. Man geht aber davon aus, daß die Lebensdauer in etwa dieselbe wie bei den Tomatillos ist. Diese bleiben in der Regel und je nach Sorte mindestens 3 Jahre lang keimfähig, bei idealer Lagerung. Das Saatgut sollte vollkommen getrocknet sein, ehe es in luftdichte Behälter eingefüllt wird. Die Behälter an einen kühlen und trocknen Ort aufstellen.