Gemüsemalven sind in Europa nur wenig bekannt und werden auch nur selten als Gemüse genutzt. In China hingegen, werden Gemüsemalven schon sehr lange angebaut. Dort gibt es auch verschiedene Sorten im Angebot. Nur die krause Gemüsemalve hat in Europa Tradition. Leider geht der Anbau an Gemüsemalven aber weltweit stark zurück, obwohl die Pflanzen sehr vielseitig verwendet werden können.
Botanische Einteilung:
Die Gemüsemalven gehören der Gattung Malva und zur Art verticillata an . Daneben gibt es auch noch die krause Gemüsemalve die zur Gattung Malva und zur Art verticillata und zur Unterart var. verticillata gehört.
Befruchtung, Kreuzung und Isolation:
Gemüsemalven sind generell Selbstbefruchter. Fremdbefruchtung kann aber auch vorkommen, da die Pflanzen gerne von Insekten besucht werden. Verschiedene Sorten kreuzen sich daher durch Insekten relativ leicht untereinander. Will man von dieser Art, jedoch mehrere verschiedene Sorten anbauen, müßen diese isoliert werden. Entweder man hält einen größeren Abstand zwischen den einzelnen Sorten oder man benutzt Isolationskäfige. Ein einpacken der ganzen Pflanze oder nur einzelne Blüten mit Vlies ist auch möglich. Für die Vermehrung sucht man nur sortentypische Pflanzen aus.
Saatgutgewinnung, Ernte und Verarbeitung:
Damit man die genetische Vielfalt innerhalb einer Population gewährleistet, ist es wichtig daß man nicht nur 1 oder 2 Pflanzen von jeder Sorte anbaut. Etwa 5 große Einzelpflanzen aus einem Bestand von ca 1,5 bis 2m² brauchen Sie zur Saatgutgewinnung. Sobald die Samen vollkommen reif sind, kann man mit der Saatguternte beginnen. Da diese relativ einheitlich abreifen und nicht leicht ausfallen, kann man sie alle miteinander ernten. Die Samenstände abschneiden, an einem warmen und trocknen Ort nachtrocknen lassen und später dreschen. Die Samenkörner sitzen relativ fest in Ringen, die von den Hüllblättern zugedeckt sind. Da die Samenkörner leicht aneinander hängen bleiben, müßen sie anschließend durch ein grobes Sieb gerieben werden, um die breiten und flachen Hüllbläter von den Samenkörnern zu entfernen. Aufpassen, daß man das Saatgut dabei nicht beschädigt.
Lebensdauer des Saatgut:
Leider gibt es nur wenige Informationen über die Lebensdauer des Saatgutes der Gemüsemalve. Bei optimaler Lagerung kann man aber von 1 bis 2 Jahren ausgehen. Das Saatgut sollte vollkommen getrocknet sein, ehe es in luftdichte Behälter eingefüllt wird. Die Behälter an einen kühlen und trocknen Ort aufstellen.