Sortenerhalt Malabarspinat:
zur Webseite   www.kraizschouschteschgaart.info
Malabarspinat ist in unseren Breiten eine recht seltene Pflanze. Ab und an findet man sie als Zierpflanze, daß man sie aber auch als Gemüsepflanze nutzen kann, wissen nur die wenigsten Leute. Der Malabarspinat ist in Afrika und in Südostasien heimisch. Die Pflanze ist eine mehrjährige Kletterpflanze, die aber frostempfindlich ist. Daher werden die Pflanzen bei uns auch nur einjährig kultiviert. Die dicken Blätter des Malabarspinat können als Gemüse wie Spinat oder als Salat zubereitet werden. Die etwas "glitschigen" Blätter kann man durch essighaltige Salatsaucen aber ausgleichen. Hier erhalten Sie nun einige wichtige Informationen, wie Sie den Malabarspinat, sortenrein erhalten können.
Malabarspinat 320x240
Botanische Einteilung:
Der Malabarspinat gehört der Gattung Basella und zur Art alba oder rubra an. Basella alba, bildet hellgrüne Ranken und dunkelgrüne Blätter aus, wo hingegen der Basella rubra, rote Ranken und grünlich-rote Blätter ausbildet.

Befruchtung, Kreuzung und Isolation:
Die Blüten des Malabarspinat sind botanisch perfekt und selbstbefruchtend. Die Blüten sind bedeckt und öffnen sich nie. Somit sind die Staubgefäße vor ungewollter Verkreuzung geschützt. Die einzelnen Sorten des Malabarspinat kreuzen sich weder untereinander noch mit anderen Gemüsearten.

Saatgutgewinnung, Ernte und Verarbeitung:
Damit man die genetische Vielfalt innerhalb einer Population gewährleistet, ist es wichtig daß man nicht nur 1 oder 2 Pflanzen von jeder Sorte anbaut. Mindestens 5, besser 15 Pflanzen pro Sorte sind beim Malabarspinat notwendig dafür. Für die Saatguternte, nimmt man die schwarz gefärbten Früchte ab, wenn sie Überreif sind. In jeder Frucht steckt ein Samenkorn. Die Früchte sind recht fest mit der Pflanze verbunden und müßen einzeln von Hand gepflückt werden. Unbedingt von vielen Pflanzen Samen sammeln, um die genetische Vielfalt zu wahren. Die geernteten Früchte werden in Wasser oder Seifenwasser gegen ein Metallsieb gerieben, bis sich das Fruchtfleisch vom Samenkorn abgelöst hat. Danach mit Wasser die Samen nochmals abspülen, insbesondere bei Verwendung von Seifenwasser, und abtropfen lassen. Anschließend trockentupfen und zum trocknen ausbreiten. Man kann die Samen aber auch gewinnen, indem man die Früchte in eine Küchenmaschine mit derselben Menge an Wasser gibt und dann mit dem Knethacken ca 30 Sekunden lang bearbeitet. Anschließend abwaschen, trockentupfen und zumtrocknen ausbreiten. Diese Methode hat aber den Nachteil, daß oft Samenkörner zerbrechen und die Gefäße gefärbt werden. Die Samenkörner nicht in der direkten Sonne oder einem Herd trocknen. Mehrmals umschichten, damit sie gleichmäßig trocknen. Haben sie eine hellbeige Farbe angenommen, können sie eingelagert werden.

Lebensdauer des Saatgut:
Werden die Samen des Malabarspinat luftdicht an einem kühlen, dunkelen und trocken Ort gelagert, behalten sie eine Keimfähigkeit von etwa 50% über 5 Jahre hinweg.

zurück nach oben

zurück zur Auswahl Sortenerhalt der einzelnen Gemüsearten

Impressum & Haftungsausschluss