Sortenerhalt Okra:
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Okra´s sind bei uns nicht so sehr verbreitet. Malvengewächse werden meist auch als Heilpflanzen und wegen der schönen Blüten angebaut. Okra und Gemüsemalve, werden jedoch zu den Gemüsepflanzen gezählt. Die genaue ursprüngliche Herkunft der Okra´s ist unklar. Man nimmt aber an, dass sie am unteren Niel und Äthiopien beheimatet waren, da man dort etliche Wildformen gefunden hat. Okra´s sind heute besonders im südlichen Amerika recht viel verbreitet.

Botanische Einteilung:
Die Okra
´s gehören der Gattung Abelmoschus und zur Art ixocarpa . Früher wurden die Okra´s auch als (Hibiscus esculentus) bezeichnet.

Befruchtung, Kreuzung und Isolation:
Okra
´s haben botanisch perfekte Blüten, die sich selbst befruchten. Verschiedene Sorten kreuzen sich aber durch Insekten, relativ leicht untereinander. Will man von dieser Art, jedoch mehrere verschiedene Sorten anbauen, müssen diese isoliert werden. Entweder man hält 1,5 Kilometer Abstand zwischen den einzelnen Sorten oder man benutzt Isolationskäfige. Ein einpacken der ganzen Pflanze oder nur einzelne Blüten mit Vlies ist auch möglich. Für die Vermehrung sucht man nur sortentypische Pflanzen aus. Da die Selbstbefruchtung kurz nach dem öffnen der Blüte stattfindet, muss die Blüte oder die gesamte Pflanze vor dem aufblühen isoliert sein. Meist reichen nach dem aufblühen etwa 24 Stunden aus damit sich die Pflanze selbst befruchtet hat. Zur Sicherheit beläst man die Isolation jedoch einen Tag länger drauf. Benutzt man das Vlies oder sonstiges Material der Isolation für weitere Blüten oder Pflanzen, muss dieses unbedingt mindestens 48 Stunden lang ausgelüftet werden, da Okrapollen noch etwa 24 Stunden lang lebensfähig bleibt. Benutzt man das Isolationsmaterial früher als 48 Stunden, für eine andere Sorte, wird diese unter Umständen verkreuzt und ist dann nicht mehr sortenrein.

Saatgutgewinnung, Ernte und Verarbeitung:
Sobald die Früchte vollkommen reif sind, kann man mit der Saatguternte beginnen. Man kann die Früchte aber auch frisch und unreif ernten und sie dann im Schatten nachtrocknen lassen. Da frische und auch trockene Okrapflanzen, Hautreizungen verursachen können, sollte man immer mit Gummihandschuhen arbeiten. Die Körner werden entweder einzeln von Hand in einer Schüssel ausgelöst. Oder man gibt die getrockneten Früchte in einen Sack, legt ihn auf eine feste Unterlage und springt dann mehrmals drauf oder schlägt mit einem Dreschflegel darauf. Dies tut man so lange, bis alle Körner freiliegen. Danach werden die Reste der Hülsen von den Früchten, durch sieben oder durch wegpusten entfernt.


Lebensdauer des Saatgut:
Die Samen der Okra
´s bleiben in der Regel bis zu 5 Jahre lang mit einer 50%ige Keimfähigkeit,lagerbar.Dies aber nur bei einer idealen Lagerung. Das Saatgut sollte vollkommen getrocknet sein, ehe es in luftdichte Behälter eingefüllt wird. Die Behälter an einen kühlen und trocknen Ort aufstellen.
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