www.KRAIZSCHOUSCHTESCHGAART.info
Selektion und Auslese:
Praktische Schritt-für-Schritt Anleitung
gezeigt an den Beispielen von:

Haferwurzel, Pastinake, und Schwarzwurzel

Zurück zur Startseite - Home

zurück zur Auswahl Techniken Saatgutgewinnung
Vorwort zum Thema Selektion und Auslese:

Was bedeutet überhaupt "Selektion/Auslese" und wozu braucht man sie eigentlich?
Die beiden Begriffe "Selektion/Auslese" bedeuten nichts anderes, als daß man Pflanzen im allgemeinen nach gewissen Regeln, Vorstellungen, sortentypischen Merkmalen und Wünschen aussucht. Man selektiert oder liest aus einem ganzen Bestand von Pflanzen nur diejenigen aus, die den vorgegebenen Regeln, den sortentypischen Merkmalen dieser Sorte, den Wünschen und Vorstellungen am nächsten kommen und am meisten und besten entsprechen. Nicht nur beim Gemüse, sondern auch in allen anderen Bereichen der Pflanzenzucht wird selektioniert und ausgelesen.
Doch wozu braucht man denn eine "Selektion/Auslese" im eigenen Hausgarten, werden viele sich fragen?
Nutzpflanzen sind im Freiland sehr oft wechselnden Umweltbedingungen und somit einem ständigem Wandel unterworfen, der von Jahr zu Jahr kleinere Veränderungen innerhalb einer Population mit sich bringt. All diese wechselnden Umweltfaktoren wie z.B: ein heißer Sommer, wenig oder extreme Niederschläge, frühe oder spät einsetzende Fröste oder ein hoher Schädlings- und Krankheitsbefall bringen mit sich, daß die jeweilig angebauten Nutzpflanzen einem ständigen Wechsel und Wandel unterworfen sind und sich somit jedes Jahr aufs neue den veränderten Umweltbedingungen anpassen müssen.
Dieser ständige Wandel verlangt nach einer enormen Beweglichkeit und einer hohen Anpassungsfähigkeit aller Lebewesen und ist ein elementares Kennzeichen für das Lebendige im allgemeinen.
Damit eine Sorte beweglich und anpassungsfähig bleibt, ist es notwendig sie regelmässig und in einer angemessenen Populationsgröße anzubauen und aus diesem Bestand heraus auszulesen bezw. zu selektionieren. Nicht alle Pflanzen einer angebauten Sorte innerhalb eines Bestandes sind gleich gut bezw. optimal angepasst. Durch die regelmässigen klimatischen Schwankungen gibt es besser und weniger gut angepasste Exemplare innerhalb eines Bestandes an die sich verändernden Umweltbedingungen. Je größer der jährlich angebaute Bestand ist, desto leichter erhält man nicht nur die genetische Vielfalt innerhalb eines Bestandes, sondern man kann innerhalb eines großen genetischen Bestandes auch leichter und besser Pflanzen weiterentwickeln, die sich durch einen ständigen Wechsel und Wandel der Umweltbedingungen auch langsam genetisch verändern.
Je größer also die genetische Vielfalt eines angebauten Bestandes ist, desto leichter und besser kann man gezielt erwünschte oder unerwünschte Eigenschaften bei einer Sorte auslesen, die durch den ständigen Wandel bedingt sind.
Auslese und Selektion sind schlußendlich eine stetige Sortenbegleitung um das Bestmögliche aus jeder Sorte heraus zu entwickeln, bezw. zu erhalten!
Damit man das Bestmögliche aus einer angebauten Sorte bewahren oder entwickeln kann, ist eben ein regelmässiger Anbau mit einer angepassten Bestandsgröße sowie eine gezielte Auslese/Selektion notwendig um dies zu erreichen.
Unsere Kulturpflanzen stammen von Wildpflanzen ab, die der Mensch über viele Generationen hinweg durch eine lange Auslese/Selektion zu dem gemacht hat was sie heute sind. Bleibt die stetige Sortenbegleitung aus, verlieren sich meist all die ausgelesenen bzw. angezüchteten Eigenschaften oft wieder sehr schnell, da die Kulturpflanzen häufig die Neigung zeigen sich wieder ihren wilden Vorfahren anzupassen.
So kann es vorkommen daß binnen weniger Vermehrungszyklen ohne eine gezielte Auslese/Selektion bezw. durch eine unbewußte falsche Auslese von ungeeigneten Samenträgern, die Sorte ihre positiven Eigenschaften wieder verliert und sich immer mehr den wilden Vorfahren annähert. Die Arbeit von ganzen Generationen an dieser Sorte wäre umsonst gewesen!
Der interessierte Leser erkennt schon daß man neben einer reinen Erhaltungsarbeit auch eine Sorte weiterentwickeln und unterstützen muß, damit sie all die positiven Eigenschaften behält, bezw. daß sie sich gegen die ständig wechselnden Umweltbedingungen immer wieder aufs neue behaupten kann.
Kulturpflanzen sind des Menschen Kinder, für die er alleine die Verantwortung zum Schutze und Wohle derer trägt!
Erhaltung einer alten Sorte, beinhaltet neben dem reinen Anbau auch eine genetische Vielfalt durch genügend große Bestände zu schaffen und eine konsequente Auslese/Selektion zur Weiterentwicklung einer Sorte durchzuführen.
Mit anderen Worten, alle Gärtner, Bauern und Hobbygärtner, die jedes Jahr Sorten anbauen, vermehren und erhalten sind bewußt oder unbewußt auch zugleich Züchter dieser Sorten. Die Auslese/Selektion ist das passende Instrument um diese sehr wichtige Arbeit erfolgreich zu bewerkstelligen. Man kann bei dem Instrument der Auslese/Selektion in zwei große Bereiche bezw. Kriterien unterteilen, nach denen man auslesen oder selektionieren kann. Es sind dies die "Negative" Auslese und die "Positive" Auslese.

Bei der "Negativen" Auslese,
werden alle Pflanzen weitervermehrt, die dem gewünschten Sortenbild entsprechen. Alle Pflanzen die diesem Sortenbild nicht entsprechen oder kümmerlich wachsen oder sogar krank sind, werden bei der "Negativen" Auslese nicht berücksichtigt und auch nicht weitervermehrt um daraus Saatgut zu gewinnen.

Bei der "Positiven" Auslese,
die meist nur aus einem großen Bestand heraus erfolgen kann, werden nur die allerbesten Pflanzen einer Sorte weitervermehrt. Die "Positive" Auslese ist die strengere Alternative zur "Negativen" Auslese, da hierbei nur einige wenige Prachtexemplare die das gewünschte Sortenbild extra gut wiedergeben weitervermehrt werden um daraus Saatgut zu gewinnen; im Gegensatz zur "Negativen" Auslese wo ja alle Pflanzen die einem bestimmten Sortenbild entsprechen weitervermehrt werden. Die Auslese/Selektion ist bei der "Positiven" Auslese am höchsten.

Sie erhalten nun am Beispiel der drei hier ausgewählten Gemüsearten, der Haferwurzel, Pastinake und der Schwarzwurzel eine kleine praktische Schritt-für-Schritt Anleitung, um im eigenen Gemüsegarten eine erfolgreiche Selektion und Auslese betreiben zu können.


Direkt zu den:
"Allgemeinen Vorbereitungen"

Direkt zur:
Schritt für Schritt Anleitung
"HAFERWURZEL"

Direkt zur:
Schritt für Schritt Anleitung
"PASTINAKE"

Direkt zur:
Schritt für Schritt Anleitung
"SCHWARZWURZEL"

Direkt zum:
"Allgemeines als Abschlußarbeiten"



Allgemeine Vorbereitungen:
(Für alle drei Pflanz-Beispiele anwendbar)

Bild 1 Vorbereitungen
Schritt 01 Vorbereitungen:
Beste Voraussetzungen um Samenträger von zweijährigen Gemüsearten zu verpflanzen ist ein bedeckter und /oder leicht regnerischer Tag ohne Sonne, um neu aufzupflanzen. Der bedeckte Himmel erleichtert ein zügiges anwachsen der zu verpflanzenden Samenträger enorm.

Schritt 02 Vorbereitungen:
Um die Selektion und Auslese Schritt für Schritt zu erklären und zu verdeutlichen, wurden die drei folgenden Gemüsearten ausgewählt:
"Haferwurzel"
"Pastinake"
"Schwarzwurzel"
Pastinake 120x150
Schwarzwurzel 120x150
Haferwurzel 120x150
Pastinake
Schwarzwurzel
Haferwurzel

Bild 3 Vorbereitungen
Schritt 03 Vorbereitungen:
Als ersten Schritt den man generell anwendet, ist ein geeignetes Beet für das aufpflanzen der Samenträger auszusuchen und dieses mit einem organischen Dünger leicht aufzudüngen.

Bild 4 Vorbereitungen
Schritt 04 Vorbereitungen:
Anschließend wird der organische Dünger leicht oberflächlich untergeharckt und gut mit der obersten Erdoberfläche vermischt.

Bild 5 Vorbereitungen
Schritt 05 Vorbereitungen:
Nach dem einarbeiten des organischen Düngers wird das Pflanzbeet geebnet und mit einem Rechen feinkrümmelig abgezogen.

Bild 6 Vorbereitungen
Schritt 06 Vorbereitungen:
Um die optimalen Abstände über das ganze Beet einzuhalten, zieht man mit einem Reihenzieher die auf die gewünschten Maße eingestellten Abstände in das Pflanzenbeet.

Bild 7 Vorbereitungen
Schritt 07 Vorbereitungen:
Ist das Pflanzbeet für die Samenträger vorbereitet, werden die Pflanzen die als Samenträger dienen sollen, mit einer Grabegabel oder einem Spaten vorsichtig und ohne sie zu beschädigen aus der Erde herausgegraben.
(Die nachstehenden spezifischen Erklärungen beziehen sich nun auf die jeweiligen Pflanzenarten die hier als Beispiele dienen.)

zurück nach oben

Direkt zur:
Schritt für Schritt Anleitung
"HAFERWURZEL"

Direkt zur:
Schritt für Schritt Anleitung
"PASTINAKE"

Direkt zur:
Schritt für Schritt Anleitung
"SCHWARZWURZEL"

Direkt zum:
"Allgemeines als Abschlußarbeiten"


Schritt für Schritt Anleitung
"Haferwurzel":

Bild 1 Haferwurzel
Schritt 01 Haferwurzel:
Als letzte Gemüseart um die Selektions-und Auslesearbeiten bei Gemüse zu zeigen wurde die Haferwurzel als Beispiel ausgewählt.

Bild 2 Haferwurzel
Schritt 02 Haferwurzel :
Wie beschrieben werden die Pflanzen der Haferwurzel z.B: mit einer Grabegabel aus der Erde genommen und alle in Reihen nebeneinander ausgebreitet um sie nach bestimmten Kriterien zu selektionieren und auszulesen.

Bild 3 Haferwurzel
Schritt 03 Haferwurzel :
Bei genauerem betrachten der ausgegrabenen Pflanzen die als Samenträger dienen sollen, erkennt man daß es riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen, insbesondere an den Wurzeln zu erkennen gibt. Hier wechseln sich schön geformte und deformierte ab.

Bild 4 Haferwurzel
Schritt 04 Haferwurzel :
Auf diesem Bild hier sind nach Abschluß der Auslese/Selektion einige Exemplare zu sehen, die man unter gewissen Umständen als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut verwenden kann. Wenn nicht ausreichend gute und sortentypische Samenträger zur Erhaltung einer Sorte zur Verfügung stehen, kann man auch ausnahmsweise Pflanzen verwenden, die wie auf diesem Bild zu erkennen sind, leichte Fehler und Deformierungen und etwas von den Sortentypischen Merkmalen abweichen. Hat man genügend ausreichende gute und sortentypische Samenträger sollte man auch auf die mit den leichten Fehlern und Abweichungen verzichten und diese nicht für die Erzeugung von neuem Saatgut einsetzen. Sie können aber die Pflanzen in der Küche verwenden.

Bild 5 Haferwurzel
Schritt 05 Haferwurzel :
Auf diesem Bild hier sind nach genauer und gewissenhafter Auslese/Selektion, nur mehr die besten, gesundesten, größten und sortentypischsten Pflanzen übrig geblieben um sie als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut zu verwenden. Solch ausgelesene/selektionierte Pflanzen ergeben immer das beste Saatgut. Mit konsequenter Auslese/Selektion kann man über Jahre hinweg die zu vermehrenden Sorten immer weiter verbessern, den Ertrag steigern, sie optimisieren und den lokalen Gegebenheiten des Gartens anpassen. Man sollte stets nur die besten aller Pflanzen einsetzen, für die bestmögliche Erzeugung von neuem Saatgut!

Bild 6 Haferwurzel
Schritt 06 Haferwurzel :
Die Blätter der als Samenträger ausgewählten Pflanzen sollen bevor sie neu aufgepflanzt werden etwas eingekürzt werden, damit die Pflanzen leichter anwachsen können. Auf mögliche Blütenstände ist unbedingt zu achten und diese dürfen auf keinen Fall abgeschnitten oder beschädigt werden.

Bild 7 Haferwurzel
Schritt 07 Haferwurzel :
Die ausgewählten und vorbereiteten Pflanzen werden nun in das vorbereitete Pflanzbeet eingepflanzt. Dazu gräbt man bei den Haferwurzeln mit einem Spaten ein der Pflanzengröße angepaßtes Loch oder macht einen dementsprechenden Schlitz mit dem Spaten in die Erde wo die dünnen Wurzeln der Haferwurzeln problemlos eingesetzt werden können.

Bild 8 Haferwurzel
Schritt 08 Haferwurzel :
Hier sieht man einen fertigen Schlitz wo man die Wurzeln der Samenträger einsetzen kann.

Bild 9 Haferwurzel
Schritt 09 Haferwurzel :
Auf diesem Bild sieht man eine bereits eingesetzte Pflanze der Haferwurzel in den vorbereiteten Pflanzschlitz. Die Wurzeln müssen vollständig in die Erde, ohne aber dabei abzubrechen oder gequetscht zu werden.

Bild 10 Haferwurzel
Schritt 10 Haferwurzel :
So sehen die eingesetzten Pflanzen der Haferwurzel aus wenn sie fertig im Pflanzschlitz untergebracht sind.

Bild 11 Haferwurzel
Schritt 11 Haferwurzel :
In das ausgehobene Erdloch wird nun eine ausgesuchte Pflanze eingesetzt und mit der ausgehobenen Erde wird das Loch wieder aufgefüllt. Gut andrücken damit sich keine Hohlräume um die Pflanze herum in der Erde bilden. Unbedingt darauf achten daß die Wurzeln der Pflanze beim einsetzen nicht beschädigt, geknickt oder abbrechen.
(Ab hier können Sie bei den Haferwurzeln zu den allgemeinen Abschlußarbeiten übergehen um Ihre Arbeit abzuschließen.)
zurück nach oben

Schritt für Schritt Anleitung
"Pastinake":


Bild 1 Pastinake
Schritt 01 Pastinake:
Um die Selektions-und Auslesearbeiten bei Gemüse zu zeigen wurden unter anderem die Pastinaken als Beispiel ausgewählt.

Bild 2 Pastinake
Schritt 02 Pastinake :
Wie beschrieben werden die Pflanzen der Pastinake z.B: mit einer Grabegabel aus der Erde genommen und alle in Reihen nebeneinander ausgebreitet um sie nach bestimmten Kriterien zu selektionieren und auszulesen.

Bild 3 Pastinake
Schritt 03 Pastinake :
Bei genauerem betrachten der ausgegrabenen Pflanzen die als Samenträger dienen sollen, erkennt man daß es riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen, insbesondere an den Wurzeln zu erkennen gibt. Hier wechseln sich schön geformte und deformierte ab.

Bild 4 Pastinake
Schritt 04 Pastinake :
Auf diesem Bild erkennt man sehr gut daß die linke Pflanze bessere Eigenschaften und eine typischere Form aufweist als die Pflanze auf der rechten Seite. Die linke Pflanze weist alle guten Merkmale der ausgewählten Sorte auf. Sie sollte als Samenträger für die Erzegung von optimalem Saatgut verwendet werden. Die rechte Pflanze sollte mit ihren schlechten Eigenschaften nicht weiter verwendet werden. Sie kann gegebenenfalls als Gemüse noch in der Küche genutzt werden.

Bild 5 Pastinake
Schritt 05 Pastinak e:
Hier sind nach Abschluß der Auslese/Selektion einige Exemplare zu sehen, die auf keinen Fall als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut verwendet werden sollen. Diese Pflanzen können aber in der Küche noch Verwendung finden.

Bild 6 Pastinake
Schritt 06 Pastinake :
Auf diesem Bild hier sind nach Abschluß der Auslese/Selektion einige Exemplare zu sehen, die man unter gewissen Umständen als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut verwenden kann. Wenn nicht ausreichend gute und sortentypische Samenträger zur Erhaltung einer Sorte zur Verfügung stehen, kann man auch ausnahmsweise Pflanzen verwenden, die wie auf diesem Bild zu erkennen sind, leichte Fehler und Deformierungen und etwas von den Sortentypischen Merkmalen abweichen. Hat man genügend ausreichende gute und sortentypische Samenträger sollte man auch auf die mit den leichten Fehlern und Abweichungen verzichten und diese nicht für die Erzeugung von neuem Saatgut einsetzen. Sie können aber die Pflanzen in der Küche verwenden.

Bild 7 Pastinake
Schritt 07 Pastinake :
Auf diesem Bild hier sind nach genauer und gewissenhafter Auslese/Selektion, nur mehr die besten, gesundesten, größten und sortentypischsten Pflanzen übrig geblieben um sie als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut zu verwenden. Solch ausgelesene/selektionierte Pflanzen ergeben immer das beste Saatgut. Mit konsequenter Auslese/Selektion kann man über Jahre hinweg die zu vermehrenden Sorten immer weiter verbessern, den Ertrag steigern, sie optimisieren und den lokalen Gegebenheiten des Gartens anpassen. Man sollte stets nur die besten aller Pflanzen einsetzen, für die bestmögliche Erzeugung von neuem Saatgut!

Bild 8 Pastinake
Schritt 08 Pastinake :
Die Blätter der als Samenträger ausgewählten Pflanzen sollen bevor sie neu aufgepflanzt werden etwas eingekürzt werden, damit die Pflanzen leichter anwachsen können. Auf mögliche Blütenstände ist unbedingt zu achten und diese dürfen auf keinen Fall abgeschnitten oder beschädigt werden.

Bild 9 Pastinake
Schritt 09 Pastinake :
Die ausgewählten und vorbereiteten Pflanzen werden nun in das vorbereitete Pflanzbeet eingepflanzt. Dazu gräbt man bei den Pastinaken mit einem Spaten ein der Pflanzengröße angepaßtes Loch.

Bild 10 Pastinake
Schritt 10 Pastinake :
In das ausgehobene Erdloch wird nun eine ausgesuchte Pflanze eingesetzt und mit der ausgehobenen Erde wird das Loch wieder aufgefüllt. Gut andrücken damit sich keine Hohlräume um die Pflanze herum in der Erde bilden. Unbedingt darauf achten daß die Wurzeln der Pflanze beim einsetzen nicht beschädigt, geknickt oder abbrechen.
(Ab hier können Sie bei den Pastinaken zu den allgemeinen Abschlußarbeiten übergehen um Ihre Arbeit abzuschließen.)

zurück nach oben

Schritt für Schritt Anleitung
"Schwarzwurzel":

Bild 1 Schwarzwurzel
Schritt 01 Schwarzwurzel:
Um die Selektions-und Auslesearbeiten bei Gemüse zu zeigen wurde neben der Pastinake auch die Schwarzwurzel als Beispiel ausgewählt.

Bild 2 Schwarzwurzel
Schritt 02 Schwarzwurzel :
Wie beschrieben werden die Pflanzen der Schwarzwurzeln z.B: mit einer Grabegabel aus der Erde genommen und alle in Reihen nebeneinander ausgebreitet um sie nach bestimmten Kriterien zu selektionieren und auszulesen.

Bild 3 Schwarzwurzel
Schritt 03 Schwarzwurzel :
Bei genauerem betrachten der ausgegrabenen Pflanzen die als Samenträger dienen sollen, erkennt man daß es riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen, insbesondere an den Wurzeln zu erkennen gibt. Hier wechseln sich schön geformte und deformierte ab.

Bild 4 Schwarzwurzel
Schritt 04 Schwarzwurzel :
Auf diesem Bild hier sind nach Abschluß der Auslese/Selektion einige Exemplare zu sehen, die man unter gewissen Umständen als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut verwenden kann. Wenn nicht ausreichend gute und sortentypische Samenträger zur Erhaltung einer Sorte zur Verfügung stehen, kann man auch ausnahmsweise Pflanzen verwenden, die wie auf diesem Bild zu erkennen sind, leichte Fehler und Deformierungen und etwas von den Sortentypischen Merkmalen abweichen. Hat man genügend ausreichende gute und sortentypische Samenträger sollte man auch auf die mit den leichten Fehlern und Abweichungen verzichten und diese nicht für die Erzeugung von neuem Saatgut einsetzen. Sie können aber die Pflanzen in der Küche verwenden.

Bild 5 Schwarzwurzel
Schritt 05 Schwarzwurzel :
Auf diesem Bild hier sind nach genauer und gewissenhafter Auslese/Selektion, nur mehr die besten, gesundesten, größten und sortentypischsten Pflanzen übrig geblieben um sie als Samenträger für die Erzeugung von neuem Saatgut zu verwenden. Solch ausgelesene/selektionierte Pflanzen ergeben immer das beste Saatgut. Mit konsequenter Auslese/Selektion kann man über Jahre hinweg die zu vermehrenden Sorten immer weiter verbessern, den Ertrag steigern, sie optimisieren und den lokalen Gegebenheiten des Gartens anpassen. Man sollte stets nur die besten aller Pflanzen einsetzen, für die bestmögliche Erzeugung von neuem Saatgut!

Bild 6 Schwarzwurzel
Schritt 06 Schwarzwurzel :
Die Blätter der als Samenträger ausgewählten Pflanzen sollen bevor sie neu aufgepflanzt werden etwas eingekürzt werden, damit die Pflanzen leichter anwachsen können. Auf mögliche Blütenstände ist unbedingt zu achten und diese dürfen auf keinen Fall abgeschnitten oder beschädigt werden.

Bild 7 Schwarzwurzel
Schritt 07 Schwarzwurzel :
Die ausgewählten und vorbereiteten Pflanzen werden nun in das vorbereitete Pflanzbeet eingepflanzt. Dazu gräbt man bei den Schwarzwurzeln mit einem Spaten ein der Pflanzengröße angepaßtes Loch oder macht einen dementsprechenden Schlitz mit dem Spaten in die Erde wo die dünnen Wurzeln der Schwarzwurzeln problemlos eingesetzt werden können.

Bild 8 Schwarzwurzel
Schritt 08 Schwarzwurzel :
In das ausgehobene Erdloch wird nun eine ausgesuchte Pflanze eingesetzt und mit der ausgehobenen Erde wird das Loch wieder aufgefüllt. Gut andrücken damit sich keine Hohlräume um die Pflanze herum in der Erde bilden. Unbedingt darauf achten daß die Wurzeln der Pflanze beim einsetzen nicht beschädigt, geknickt oder abbrechen.
(Ab hier können Sie bei den Schwarzwurzeln zu den allgemeinen Abschlußarbeiten übergehen um Ihre Arbeit abzuschließen.)
zurück nach oben

Allgemeines als Abschlußarbeiten:
(Für alle drei Pflanz-Beispiele anwendbar)

Bild 1 Abschlußarbeiten
Schritt 01 Abschlußarbeiten :
Nachdem die unterschiedlichen Arten von Samenträger aufgepflanzt wurden, müssen diese auch ausreichend beschildert und beschriftet werden um später die einzelnen Sorten genau bestimmen zu können.

Bild 2 Abschlußarbeiten
Schritt 02 Abschlußarbeiten :
Nach dem neupflanzen müssen die neu gepflanzten Samenträger unbedingt eingeschlämmt / angegossen werden. Dies erleichtert das anwachsen und verhindert auch Hohlräume bei den Wurzeln der Samenträger. Ein angießen sollte auch an einem regnerischen Tag erfolgen.

Bild 3 Abschlußarbeiten
Schritt 03 Abschlußarbeiten :
Nach Abschluß aller Arbeiten soll ein Pflanzbeet mit Samenträger zum Beispiel so aussehen wie auf diesem Bild. Zu einem späteren Zeitpunkt werden je nach Bedarf die Samenträger mit kleinen Pfählen vor dem umknicken gestüzt, bezw. werden gegebenenfalls Isolationsmaßnahmen getroffen um sortenrein zu vermehren.

Bild1 Selektion Erfolg
Nach einiger Zeit  -  Der Erfolg:
Wenn die Samenträger gut angewachsen sind und sie anfangen zu blühen und neues Saatgut für uns produzieren, kann das ganze z.B: wie auf dem nachstehenden oder den untenstehenden Bildern aussehen.
Ich wünsche auf jedenfall viel Erfolg bei der Saatgutgewinnung und viel Spaß bei der Selektion und Auslese.
Bild2 Selektion Erfolg 320x240
Bild3 Selektion Erfolg 320x240
Bild4 Selektion Erfolg 320x240
zurück nach oben

zurück zur Auswahl Techniken Saatgutgewinnung

Impressum & Haftungsausschluss